ELAC OPA
Für NAKAMICHI Fans: 50 Jahre FGC-Tonkopf (FOCUSED GAP CRYSTAL)

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50 Jahre FGC-Kopf... die neue HiFi-Qualität:
Das NAKAMICHI Laufwerk der ersten Generation wurde mit dem BLACK CRYSTAL KOPF ausgeliefert. NAKAMICHI Laufwerke waren in vielen Decks vertreten, etwa in THE FISHER. Bereits 1968 erreichten THE FISHER Recorder knapp die HiFi Norm. Es gab also das Laufwerk 500 und 550. Dies bezeichnet nicht den kompletten Recorder, sondern NUR das Laufwerk. Das Laufwerk 500 wurde ständig verbessert. Bis zum ELAC CD 520, das war dann die letzte Qualitätsstufe. Beide Laufwerke wurden u.a. hier verbaut: Advent, Sonab, Thorn, Goodmans, Sansui, The Fisher, Concord, Leak, Yamaha, Ferguson, Harman Kardon, Sylvania, BASF, Kellar, Bell & Howell, Rank Wharfedale, SABA, Electro Home, KLH.
Was THE FISHER noch mit Mühe erreichte, schaffte DOLBY dann ganz locker.
Was DOLBY 1971 veränderte: NAKAMICHI fertigte schon Ende der 1960er Jahre hochwertige Laufwerke. Heute noch, nach also über 55 Jahren, laufen sie einwandfrei. Wo diese Laufwerke zum Einsatz kamen, habe ich mehrmals beschrieben. Jetzt geht es um die sog. HiFi-Schwelle und erste Chrom-Cassetten. Groß angepriesen wurde die DOLBY Rauschunterdrückung. Sie funktioniert gut. Es werden Musiksignale vor der Aufnahme angehoben, somit auch das Rauschen, bei der Wiedergabe mit aktiviertem DOLBY wird das Original wiederhergestellt und dabei das Bandrauschen mit der DOLBY-Technik gesenkt. Als Ray DOLBY nun seinem Kumpel Henry Kloss (ADVENT) das System vorstellte, gab es noch nicht den Quantensprung. Denn Henry Kloss erreichte bei seinen Experimenten nicht mehr als 12000 Hz. Erst mit DOLBY und Chrom erreichte das Deck ADVENT 200 die HiFi Schwelle. THE FISHER veröffentlichte sein Deck schon 1968/69. Damals, wie heute, kam es auf Schnelligkeit an, um Marktanteile zu erzielen. Das THE FISHER Deck erreichte 12000 Hz. Kloss verlangte damals von der Industrie in den USA ein besseres Bandmaterial herzustellen. DuPont reagierte und stellte das erste echte Chromdioxyd-Bandmaterial her. Man nannte es, in Anlehnung an Henry Kloss Marke, ADVENT. Jetzt war der Quantensprung erreicht. Die HiFi-Schwelle von 12500 Hz war übersprungen. Henry Kloss veröffentlichte sein Deck mit NAKAMICHI Laufwerk. Leider war Kloss Amerikaner durch und durch. Er wollte auch ein Laufwerk aus den USA. Das wurde dann entwickelt. Aber NAKAMICHI hatte die viel größere Erfahrung. Das Deck ADVENT 201 floppte. Hätte das Deck THE FISHER die Chrom-Umschaltung eingebaut, wäre die HiFi-Schwelle locker erreicht. 2 Jahre später zeigte ELAC (früher ELAC/THE FISHER) das Deck CD 400. Es erreichte mit Chrom-Cassetten 15000 Hz. Heute sehen Quantensprünge natürlich anders aus.
Aber zurück zum Thema, es geht ja um den FGC-Kopf. Alle Köpfe bis 1976 waren BLACK CRYSTAL Köpfe. Zu erkenne an der schwarzen Front. NAKAMICHI arbeitete seit 1974/75 an verbesserte Köpfe. 1976 stellte ELAC dann den FGC, also FOCUSED GAP CRYSTAL Kopf vor. Der entscheidende Vorteil ist die Bündelung des magnetischen Flusses während der Aufnahme. Dadurch werden auch die hohen Frequenzen unverzerrt und ohne Verluste aufgenommen. Eigentlich reichte der konventionelle Kopf für HiFi-Werte vollkommen aus. Aber Theoretische und experimentelle Untersuchungen haben gezeigt, dass die Lösung der FOCUSED GAP CRYSTAL PERMALLOY HEAD ist. Tiefe Frequenzen wurden ja immer schon gut und einfach aufgenommen. Die Bündelung des Kraftflusses ermöglicht nun eine neue Generation an Qualität für hohe Frequenzen. Das Bild zeigt deutlich die "kritische Zone" zwischen dem vorbeilaufenden Band und dem Tonkopf. Grob gesagt, werden Frequenzen durch den breiteren Kopfspiegel beim konventionellen Kopf gelöscht. Der "spitze" FGC-Kopf ist sozusagen schärfer.
Ab 1976 wurden alle ELAC CD 400/500/520 mit dem FGC-Kopf ausgestattet.
Als ELAC sich ab dem 9. Oktober 1978 aufteilte in Phono und Elektroacustic, gab es die Reihe CD 400/500/520 nicht mehr. Nun lies ELAC (jetzt INTEGRAL HYDRAULIK LANGEN & Co.) bei KÖRTING fertigen. Der neue Recorder CD 530 hatte nichts mehr mit NAKAMICHI zu tun.
Die Reihe CD 400/500/520 war Kult und schon als Durchbruch in Deutschland gefeiert, sowie in Museen ausgestellt als Innovation MADE IN GERMANY. Die Reihe ist ja eine Gemeinschaftsproduktion aus Japan und Deutschland.
ELAC/NAKAMICHI Ersatzköpfe:

Heute geht es um die Compact Cassetten Decks. NAKAMICHI wollte unbedingt den Markt in Deutschland erobern. In anderen Ländern ist dies erfolgreich geschehen, etwa Rank Wharfedale in England, Harman Kardon, THE FISHER, ADVENT in den USA... ELAC aus Kiel suchte zur Komplettierung ihrer HiFi-Sparte einen guten Recorder. Beide fanden zueinander und produzierten die Decks CD 400/500/520. Es waren sehr erfolgreiche Recorder. Unsere Kunden wollten auch viele Jahre/Jahrzehnte darauf nicht verzichten. Erste CD 400 und CD 500 sind mit einem sogenannten Black Crystal-Kopf ausgeliefert worden. Später kam der neue Focused Gap Crystal-Kopf zum Einsatz. Die Köpfe mit den NAKAMICHI-Laufwerken hatten eine ganz eigene Größe und waren nicht durch universale Köpfe zu ersetzen. Bei ELAC konnten wir Händler Köpfe bestellen. Bis es eben bei ELAC zur Krise kam. ELAC stellte sich neu auf. Am 9. Oktober 1978 startete ELAC neu. Nun baute man nur noch Plattenspieler und Systeme. Die weiteren Geräte übernahm INTEGRAL HYDRAULIK LANGEN aus Düsseldorf. Und so trennten sich ELAC und NAKAMICHI. ELAC vertrieb nun das Deck CD 530, das bei KÖRTING gefertigt wurde. Was wurde nun aus den Decks CD 400/500/520? Die sehr servicefreundlichen Decks benötigten wenig Ersatzteile. Anfangs machte der Servo-Motor Probleme. NAKAMICH brachte einen neuen Motor mit Umbau heraus. Und was wurde aus den Köpfen? Das war nun das Problem bis in die Neuzeit, denn neue Köpfe gab es nicht mehr. Alle Marken mit NAKAMICHI Laufwerken waren betroffen. Gerade der FGC-Kopf war völlig ausgegangen. Aus Vorführgeräten, Rückkäufen und nicht verkauften Decks wurden FGC-Köpfe ausgebaut und als refurbished, also generalüberholt, angeboten. Dabei wurden die Köpfe neu vermessen, poliert und entmagnetisiert, sowie getestet. Die ungefähre Laufleistung wurde angegeben. Es wurden nur Köpfe angeboten, die mindestens noch 85 % Laufleistung für die Zukunft anboten. Ein Zertifikat lag bei. Unter Umständen wurden diese FGC-Köpfe bis zu 200 DM gehandelt. Anders war es bei den Black Crystal-Köpfen. Hier stellte NAKAMMICHI Köpfe mit den selben Daten und Maßen in einer Kleinserie her. Diese Köpfe konnten natürlich auch gegen einen abgespielten FGC-Kopf eingesetzt werden.

Bürgerreporter:in:

R. G. Wardenga aus Königsborn

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