Baumgärtel in Kalkar
Sommerzeit ist Urlaubszeit. Und somit Reisezeit. Grund genug, einmal an den wunderhübschen Niederrhein zu fahren, nach Kalkar, um genau zu sein.
Im Juni + Juli 2026 ist dort im Städtischen Museum die Ausstellung „Thomas Baumgärtel Niederrhein Tour 2026 Freiheit für Kunst“ zu sehen.
40 Werkgruppe 40 Ausstellungsorte 40 Jahre Bananensprayer – so wirbt der Ort, der für seinen gescheiterten „Schnellen Brüter“ bekannt ist.
„Der Niederrhein wird 2026 zur lebendigen Bühne der Kunst: Thomas Baumgärtel, bekannt als der Bananensprayer, feiert das 40-jährige Jubiläum seiner Spraybanane mit einem gewaltigen Kunstprojekt. Unter dem Motto „Freiheit für die Kunst“ verwandelt der aus Rheinberg am Niederrhein stammende Künstler seine Heimatregion in eine einzigartige Ausstellungslandschaft und schafft damit eines der spektakulärsten Kulturereignisse des Jahres.
Die Niederrheintour 2026 ist zugleich eine Hommage an die Heimat des Künstlers und eine Einladung, den Niederrhein als lebendige Kulturlandschaft neu zu entdecken. So entsteht ein Projekt, das die Region 2026 zu einem der aufregendsten Kunstorte Deutschlands macht.
Ausstellungsorte vom 6. Juni bis 26. Juli 2026 in Kalkar:
studio20.21: Werkgruppe Verpackungskartons
Städtisches Museum Kalkar: Werkgruppe Deutsche Einheit
Historisches Rathaus: Werkgruppe Alte Meister – Übersprühung,“ stellt das Museum die Ausstellung auf seiner Weltnetzseite vor.
Die drei Ausstellungsstandorte liegen verkehrsstrategisch günstig rund um die Bushaltestelle „Kalkar Markt“.
Das Studio 20.21 sei hier vernachlässigt.
Die Werkgruppe „Deutsche Einheit Kaleidoskop der deutschen Nachkriegsgeschichte“ ist im Städtischen Museum zu sehen.
„Die Werkgruppe `Deutsche Einheit´ von Thomas Baumgärtel und Harald Klemm (seit 1999) reflektiert die Folge der deutschen Teilung und Wiedervereinigung. Durch die Kombination historischer Symbole mit der ikonischen Banane entstehen vielschichte, Kritische Bilder,“ berichtet das Museum in einer werbenden Handreichung.
Malerei, Collage, Druckgraphik sowie Bildhauerei sind hier zu sehen; die Ausstellungsstücke lassen deutsche Nachkriegsgeschichte wieder lebendig werden.
Die Werkgruppe „Alte Meister Neucodierung der Kunstgeschichte“ kann im Historischen Rathaus bestaunt werden.
„Thomas Baumgärtels Werkgruppe `Alte Meister – Übersprühungen´ (seit 1989) reaktiviert traditionelle Gemälde durch gezielte Sprüh-Akzente. Mit ikonischen Motiven wie der Banane bricht der Künstler ironisch mit der Kunstgeschichte und konfrontiert Altes mit dem Heute,“ so die Werbehandreichung.
Beim Historischen Rathaus sei auf die gesonderten Öffnungszeiten hingewiesen; sie sollten bei der Reiseplanung vor Ort erfragt und berücksichtigt werden.
Hinzu kommt: Die Ausstellung befindet sich im 2. Obergeschoß und zieht sich einen relativ kurzen Ganz, an dem sich Büros befinden, entlang.
Ganz egal, ob der Besucher mobilitätseingeschränkt ist oder nicht: Am linken Seiteneingang gibt es einen Aufzug, der den Besucher zum gewünschten Zielort bringt. Hier gibt es auch Aborte.
Tadelnswert: Die Ausstellung ist vor Ort nicht ausgeschildert. Auf der Suche nach der Ausstellung gerät der Besucher u. U. an Personen, die keine Auskunft geben können. Es ist auch ungeklärt, ob die Kunstpräsentation auch freitags „geöffnet“ ist – zu den Arbeitszeiten des städtischen Personals ist sie jedenfalls frei zugänglich.
Dieser Ausstellungsteil erinnert den Autoren dieser Zeilen an eine Ausstellung, die er vor einiger Zeit im Grafschafter Museum in Moers sowie im Kultur- und Stadthistorischen Museum Duisburg gesehen hat. In dieser (anderen) Ausstellung ging es um Donald Duck und wie er in Kunstwerke integriert wurde.
Die Idee, Kunst in Verwaltungsgebäuden zu präsentieren, ist auch nicht neu. Während der Duisburger Akzente geschieht dies beispielsweise immer wieder im Bezirksamt Süd.
Es gibt 2 Ausstellungskataloge, die mit 35 bzw. 58 Euro allerdings sehr, sehr hochpreisig sind.
In den Monaten Mai bis September 2026 organisiert Baumgärtel eine Ausstellungstour durch den Niederrhei.
In jedem der 40 mitwirkenden Kunst-Häuser = Standorten wird eine seiner Werkgruppen gezeigt. Sie soll nach Möglichkeit einen Bezug zur Sammlung oder zur Geschichte des Ortes haben.
Bedburg-Hau ist genauso vertrete wie Emmerich, Goch, Grevenbroich, Mönchengladbach, Kleve, Kevelaer, Kamp-Lintfort und Xanten, um nur beispielhaft einige der beteiligten Städte zu nennen.
Reffeling heißt eine empfehlenswerte Bäckerei (einschließlich Café) am Marktplatz von Kalkar. Die freundliche und hilfsbereite Bedienung serviert leckeren Kaffee sowie schmackhafte Backwaren (Kaffee, Kuchen, belegte Brötchen). Wartet ein Ausstellungsbesucher auf dem Weg nach Hause auf seinen Bus, macht er dort gerne Station.
Bürgerreporter:in:Andreas Rüdig aus Duisburg |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.