Open-Air-Comeback in Jena
Unheilig entflammt Jena beim monumentalen Open-Air-Comeback
- Foto: Marcel Krawetzke/mkdeluxephotography
- hochgeladen von Marcel Krawetzke
Jena: Zehn Jahre Stille. Zehn Jahre Warten. Am vergangenen Samstag (30.05.2026) hatte das Flehen der Fans endlich ein Ende: „Der Graf“ gab sich wieder die Ehre. Der 56-Jährige verwandelte das Jenaer Sportfeld in ein hochemotionales Open-Air-Mekka. Mehr als 5.000 begeisterte Fans feierten die Rückkehr einer Legende – ein Abend voller Gänsehaut, Tränen und purer Energie.
Ein Funke, der sofort zum Flächenbrand wurde
Es war das erste große Konzert der Band seit rund einem Jahrzehnt, doch von eingerosteter Bühnenpräsenz keine Spur. Als der Vorhang fiel, sprang der Funke nicht nur über – er explodierte. Die über 5.000 Besucher waren vom ersten Ton an voll da.
Was besonders beeindruckte: Die Fangemeinde bewies eine erstaunliche Textsicherheit. Nicht nur die unvergessenen Meilensteine der Bandgeschichte wurden aus tausenden Kehlen mitgesungen, sondern auch die brandneuen Songs des aktuellen Albums „Liebe Glaube Monster“ (erschienen im März dieses Jahres). Unheilig hat es geschafft, nahtlos an alte Erfolge anzuknüpfen und gleichzeitig ein frisches, modernes Kapitel aufzuschlagen.
Eine Reise durch die unheilige Seele
Der Graf balancierte perfekt zwischen druckvollen Hymnen, nostalgischen Perlen und emotionalen Balladen. Die Stimmung steigerte sich von Song zu Song: „Wieder zurück“, „Wir sind alle wie eins“, „Feuerengel“, „Spiegelbild“, „Unter deiner Flagge“, „An deiner Seite“ aber auch die unsterblichen Klassiker wie „So wie du warst“ oder „Große Freiheit“.
Ein Lichtermeer und eine echte Welthit-Überraschung
Gegen Ende des Konzerts hielt es endgültig niemanden mehr auf den Plätzen. Als die ersten Akkorde des Megahits „Geboren um zu leben“ erklangen, passierte das, worauf alle gehofft hatten: Tausende Smartphones und Lichter verwandelten das Sportfeld in ein einziges, funkelndes Lichtermeer. Ein absoluter Gänsehaut-Moment, der den Atem stocken ließ.
Doch das war noch nicht der Schlusspunkt. Für das große Finale hatte sich der Graf etwas ganz Besonderes aufgehoben. Als finale Überraschung stimmte er eine exklusive, unheilige Version von „Wind der Veränderung“ (Wind of Change) an, der legendären Rock-Hymne der Scorpions. Ein symbolträchtiger Song für diesen geschichtsträchtigen Abend.
Fotos, Video und Text: Marcel Krawetzke, mkdeluxephotography
Bürgerreporter:in:Marcel Krawetzke aus Zeulenroda |
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