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Der Kattenbrook-Park – Grünanlagen in und um Hannover

Der Kattenbrook-Park grenzt im Süden an die Stadtteile Bemerode und Kronsberg an.
 
Auf einer Länge von über eineinhalb Kilometern zieht er sich den "Hang" des Kronsberges hinauf.
Hannover: Kattenbrook-Park | Hannover wird nicht umsonst „Die Stadt im Grünen“ genannt. Und das zu Recht. Wohl kaum in einer anderen Stadt gibt es so viele Grünanlagen wie in der niedersächsischen Metropole. Ob herrlicher Buchenwald inmitten des Großstadttrubels. Ob an zahlreichen Seen, den großen Gartenanlagen von Herrenhausen, den vielen Parks, oder an Leine, Ihme oder Mittellandkanal. Überall lädt es den Spaziergänger oder Radfahrer dazu ein, diese grünen Stadtinseln zu erkunden. Natürlich sind den Bewohnern der Stadt die bedeutendsten Grünanlagen bekannt, manche andere aber auch nicht. Mit einer Serie möchte ich diese Grüngebiete vorstellen. Heute geht es um eine Landschaft im Südosten Hannovers.


Der Kattenbrook-Park

Im Süden angrenzend an Bemerode und den zur Expo 2000 neu angelegten Stadtteil Kronsberg liegt eine parkähnliche Grünanlage, die vermutlich nur den wenigsten Hannoveranern bekannt ist. Wohl eigentlich nur denen, die in den genannten Stadtteilen leben oder denen, die im benachbarten Rechenzentrum der Sparkassen arbeiten. Dabei handelt es sich um den Kattenbrook-Park.
Im Westen am Messe-Schnellweg beginnend, zieht er sich gut eineinhalb Kilometer nach Osten den leicht ansteigenden Hang des Kronsberges hinauf. So weist er mit seinem Gefälle einen Höhenunterschied von etwa 25 Metern auf.

Die locker begrünte Landschaft besteht aus einer Mischung von freien Wiesenflächen, kleinen Gehölzgruppen, wie zum Beispiel einem Birkenwäldchen, Liegewiesen, vier Teichen mit Schilfdickichten, zwei großen Rasenflächen für sportliche Betätigungen und einigen zum Teil wilden und urwüchsigen Bereichen. Geradlinige und verschlungene Wege führen hindurch.
Seinen besonderen Reiz aber bezieht die Grünanlage durch das nach Norden angrenzende Rechenzentrum der Sparkassen. Das klingt zwar seltsam. Doch wenn man die Bilder anschaut, kann man es verstehen. Dabei handelt es sich nämlich um ein futuristisch anmutendes Gebäude mit einem leicht geschwungenen Dach, das aus einer Stahlskelettkonstruktion und viel Glas besteht. Ein architektonisches Wunderwerk, das einen staunen lässt. Und diese Kombination aus viel Grün und Futurismus macht die Landschaft so interessant.

Da nebenan, zum Messegelände hin, im vorigen Jahr eine große Logistikhalle entstand, war deren Bauträger Verdion dazu verpflichtet, grüne Ausgleichsflächen zu schaffen. Und deswegen ist nun der Kattenbrook-Park zum Kronsberg hinauf, oberhalb der Straße Kattenbrookstrift, noch um die Fläche von etwa sechs Fußballfeldern vergrößert worden, so dass die Gesamtfläche der Grünanlage jetzt 24 Hektar beträgt.

Zurzeit sieht in diesem neuen Gebiet noch alles ziemlich kahl aus. Doch das wird sich in den nächsten Jahren ändern. Die 300 neu angepflanzten Bäume werden schnell wachsen, wie man es an den vor 20 Jahren aufgeforsteten Flächen des Kronsberges auch sehen kann. Und in den vielen Senken, wo der weiße Kalkmergelboden der Gegend, der in der Kreidezeit durch Meeresablagerungen entstanden ist, freiliegt, werden sich diejenigen Pflanzen durch Samen von ganz allein ansiedeln, die mit den kargen und mageren Bodenverhältnissen gut zurechtkommen. Nur eine ganz spezielle Vegetation, zu der so manche seltene Pflanzenart gehört, kann auf diesem nährstoffarmen Boden gedeihen. Auch für gefährdete Heuschreckenarten wird der Lebensraum dadurch erweitert.

Doch erweitert wird dieser auch für den Menschen, denn die Grünanlage ist ein attraktives Erholungsgebiet. Ob Spazierengehen, ein Sonnenbad auf einer Liegewiese, die Enten, Frösche und Fische in den Teichen beobachten oder vielleicht auf den Rasenplätzen Frisbee oder Fußball spielen. Und natürlich kann man auch auf einen der beiden Aussichtshügel am nahen Kronsbergkamm hinaufsteigen und von dort oben in die Weite schauen. Auf die Silhouette Hannovers oder auf die vielen Mittelgebirgszüge bis zum Harz hin. Es gibt viele Möglichkeiten und jede macht auf ihre Weise Spaß. Wer dort einmal vorbeischauen möchte, sollte sich etwas Zeit mitbringen. Und einmal in dieser Stille vom Trubel der Stadt abschalten, wird sicherlich guttun.

Bisher in dieser Reihe erschienen:

- Der Hinübersche Garten am Kloster Marienwerder
- Das Naturschutzgebiet Alte Leine im Wandel der Jahreszeiten
- Georgengarten und Welfengarten
- Auf den Spuren der Kurfürstin Sophie durch den Großen Garten von Herrenhausen
-Der Park des Westfalenhofes der Tierärztlichen Hochschule in Kirchrode
- Herbstzeit im Von-Alten-Garten am Lindener Berg
- Der Stadthallengarten
- Landschaftsschutzgebiet Alte Bult
- Der Kronsberg zwischen Anderten und Laatzen
- Herbstzeit an der Leine
- Kreuz und quer durch die Eilenriede
- Flaniermeile Maschsee
- Der Wietzepark bei Langenhagen und seine Umgebung
- Expo-Gärten im Wandel
- Der Mittellandkanal
- Der Hermann-Löns-Park
- Friedhöfe als Parkanlagen
- Vogelparadies Südliche Leineaue
- Der verwunschene Waldreben-Urwald von Misburg
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7 Kommentare
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Katja W. aus Langenhagen | 18.09.2017 | 20:01  
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Kurt Battermann aus Burgdorf | 18.09.2017 | 20:34  
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Wilhelm Bauer aus Hannover-Südstadt | 18.09.2017 | 22:17  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 19.09.2017 | 05:30  
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Karl-Heinz Mücke aus Pattensen | 19.09.2017 | 11:14  
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Shima Mahi aus Langenhagen | 21.09.2017 | 21:53  
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Karl-Heinz Mücke aus Pattensen | 01.10.2017 | 18:28  
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