Eine Reise in die Vergangenheit
Besuch in Schlesien

Burg Tzschocha, erstmals 1329 als Burg Caychow, erwähnt, erlebte im Laufe der Jahrhunderte viele Veränderungen in baulicher Hinsicht, aber auch die Eigentümer-Verhältnisse änderten sich häufig..
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  • Burg Tzschocha, erstmals 1329 als Burg Caychow, erwähnt, erlebte im Laufe der Jahrhunderte viele Veränderungen in baulicher Hinsicht, aber auch die Eigentümer-Verhältnisse änderten sich häufig..
  • hochgeladen von Bernd Sperlich

Noch einmal die Stätte der frühen Kindheit sehen. Wer träumt im Seniorenalter nicht davon? Diesen Wunsch erfüllten dem Berichterstatter beide Töchter. Sie buchten eine Reise nach Niederschlesien mit einer Unterkunft nahe Lauban, dem Geburtsort des Familienoberhauptes, dessen Familie aber, bis zur Vertreibung 1946 in Marklissa am Queis wohnte, damals Deutsches Reich, heute Polen.

Am 2. Oktober 2025 führte der Weg mit zwei Autos gen Osten. Drei Enkelkinder, 23, 22 und 20 Jahre alt, waren, neben den Töchtern nebst Ehemann bzw. Lebenspartner, mit dabei.
Als erste Stadt wurde Görlitz besucht. Die aufwändig restaurierte Stadt ist ein bauliches Juwel an der Grenze zu Polen. Leider konnte das ehemalige Kaufhaus "Zum Strauss"  mit den Jugendstil-Elementen im Innern nicht besichtigt werden. Die Karstadt-Gruppe war der letzte Eigentümer. Heute werden dort keine Waren mehr verkauft. Es steht leer. Es gibt zwar Führungen, aber nur nach vorheriger Anmeldung.

Am späten Nachmittag wurde die Neiße ohne Grenzkontrolle und Vorlage eines Ausweises überquert. Die Grenzposten hatten nur ein Auge auf die Insassen der Autos geworfen.

In Polen führte die Strecke ohne weiteren Halt bis zu unserer Unterkunft zwischen Lauban und Marklissa. Der ehemalige Gutshof, der für vier Tage unser Domizil werden sollte, liegt inmitten unberührter Natur und wird mit Video-Überwachung gesichert. Der Berichterstatter hatte extra Rad-Wegfahrsperren gekauft. Völlig überflüssig, während des gesamten Polen-Aufenthalts gab es keine Diebstahlversuche. Das Vorurteil, in Polen werden Autos geklaut und weiter nach Osten verschoben, kann somit nicht bestätigt werden.

Unsere Unterkunft wurde im inneren Bereich aufwändig modernisiert. Wir hatten das gesamte Wohnhaus gemietet, der Enkelsohn hatte das gesamte, riesige Dachgeschoss eigentlich nur zum Schlafen genutzt. Am Tage waren wir immer unterwegs.
In der Gutshofscheune wartete ein leckeres Frühstücks-Buffet auf uns. Ein Kaminofen sorgte für wohlige Wärme.

Am nächsten Tag stand unsere „Königstour“ auf dem Programm.

Nach einem ausgiebigen Rundgang durch Marklissa wurden Familien-Wohnhaus in der Baderstraße und Evangelisches Gemeindehaus, Taufort des Berichterstatters im Dezember 1942, von außen besichtigt. Danach führte der weitere Weg mitunter steil bergauf. Nach Passieren der imposanten Queis-Talsperre Marklissa, stiegen die Wanderer bis zur Burg Tzschocha hinauf, die nach mehreren Umbauten vollständig erhalten ist. Eine Besichtigung der Burg von außen und innen (Führung) schloss sich an. Nach dem Abstieg kamen wir wieder, noch rechtzeitig vor Einbrechen der Dunkelheit, in unserer Unterkunft an.

Am nächsten Tag (Sonnabend) wurden die Städte Bunzlau (Bunzlauer Keramik ist weltbekannt, hier arbeitete die Mutter des Berichterstatters in einer Töpferei und malte dort Vasen an) und Breslau, Geburtsort der Mutter, angesteuert.
Beide Städte sind inzwischen nach großen Kriegszerstörungen wieder sehr gut instandgesetzt worden. Bunzlau mit Markt und Odeonsteich, Breslau mit großem Marktplatz, Jahrhunderthalle und Dominsel.

Am 5. Oktober ging es über Lauban wieder heim nach Bothfeld, der jetzigen Heimat des Berichterstatters..

Hier  die im Bericht in deutsch angegebenen Orte in polnischer Schreibweise:
Lauban = Luban
Marklissa = Lesna
Queis = Kwisa
Burg Tzschocha = Zamek Czocha
Bunzlau = Boleslawiec
Breslau = Wroclaw
Talsperre Marklissa = Zapora Lesnianska
Rengersdorf = Stankowice
Niederschlesien = Dolny Slask

Auf die Zeichen über den Buchstaben wurde verzichtet 

Wer möchte, kann den Besuchsverlauf in der Fotostrecke nachverfolgen

Bürgerreporter:in:

Bernd Sperlich aus Hannover-Bothfeld

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