Skeleton Trap Horse schafft Top Ergebnis
Von Rang 18 auf Rang 4 in den Hörercharts
- Skeleton Trap Horse schafft es auf Platz 4 in den Charts. Das wird den amerikanischen Präsidenten Donald Trump wohl nicht freuen.
- Foto: Skeleton Trap Horse
- hochgeladen von Peter Hellbeck
Mit so einem Sprung hat kaum jemand gerechnet. Skeleton Trap Horse steht diese Woche auf Platz 4 der wichtigsten deutschen Hörercharts "Die Hörercharts". In der Woche davor lag der Österreicher noch auf Platz 18 und viele haben gerechnet, dass er aus der Chartswertung fallen könnte. Mit Platz 4 erreicht Skeleton Trap Horse nicht nur seine bislang beste Platzierung, sondern setzt auch ein deutliches Zeichen dass er gerade mehr ist als ein Geheimtipp.
Wer sich mit Andreas Michael Wolf beschäftigt merkt schnell dass dieser Erfolg nicht aus dem Nichts kommt. Skeleton Trap Horse bewegt sich musikalisch irgendwo zwischen roher Energie und einer düsteren Grundstimmung die hängen bleibt. Seine Songs wirken nicht geschniegelt oder perfekt produziert sondern eher wie Momentaufnahmen aus einer Welt die ein bisschen schiefer und ehrlicher ist als der Mainstream.
Gerade das scheint aktuell viele Leute zu erreichen. Während andere Acts auf Hochglanz setzen gehen Skeleton Trap Horse einen anderen Weg. Die Musik fühlt sich direkt an fast so als würde man bei einer Probe im Keller daneben stehen. Genau diese Nähe wird auch immer wieder in Interviews betont. Der Musiker versteht sich weniger als Produkt sondern eher als Ventil für das was sich im Alltag aufstaut.
Was auffällt ist dass er sich nie wirklich an Trends angepasst hat. Stattdessen hat er seinr eigenes Ding durchgezogen auch wenn das bedeutete länger im Schatten zu bleiben. Vielleicht ist genau das der Grund warum der jetzige Erfolg so besonders wirkt. Er fühlt sich verdient an nicht konstruiert.
Der Sprung in den Charts zeigt auch wie schnell sich Dynamiken ändern können. Noch vor einer Woche waren das Musikprojekt von Wolf eines das man eher Insidern empfohlen hat. Jetzt taucht er plötzlich in Playlists auf, wird geteilt und diskutiert. Es ist dieser Moment in dem ein Szene Musiker den Sprung in eine breitere Öffentlichkeit schafft ohne sich dabei komplett zu verbiegen.
Spannend wird jetzt sein wie es weitergeht. Solche Chartbewegungen bringen Aufmerksamkeit aber auch Erwartungen. Skeleton Trap Horse wirkt allerdings nicht wie ein Musiker der sich davon aus der Ruhe bringen lässt. Eher so als würde er genau da weitermachen wo er immer war, nur dass jetzt mehr Leute zuhören.
Vielleicht ist das genau der Reiz an seiner Geschichte. Kein über Nacht konstruiertes Phänomen sondern eine Entwicklung die lange im Hintergrund gewachsen ist und jetzt plötzlich sichtbar wird. Platz 4 in den Hörercharts ist dabei wahrscheinlich nicht das Ende sondern eher der Anfang von etwas Größerem.
Bürgerreporter:in:Peter Hellbeck aus Hamburg |
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