Überraschungsstart für The Pay Walker
Vom Maklerbüro auf Platz 8 der Charts
- Das Cover ist farbenfroher als die Musik. The Pay Walker gibt aber mit seiner Ambient Musik einen guten Soundtrack für Meditationen her.
- Foto: The Pay Walker
- hochgeladen von Peter Hellbeck
Es gibt diese Geschichten, bei denen man zweimal hinschaut. Und dann merkt man: Genau solche Storys schreibt nur die Musik. Aktuell sorgt der österreichische Künstler The Pay Walker genau dafür in Deutschland. Mit seinem Track „Avatar Beyond Contact“ gelingt ihm in dieser Woche ein echter Paukenschlag. Der Song steigt direkt von null auf Platz 8 bei „Die Hörercharts“ ein, der wichtigsten Hörerwertung im deutschen Markt. Ein Einstieg, der selbst für etablierte Acts alles andere als selbstverständlich ist.
Was die Sache noch spannender macht: The Pay Walker ist kein klassischer Vollzeitmusiker. Im echten Leben arbeitet er als Immobilienmakler. Tagsüber Deals mit Häusern und Wohnungen, nachts Tracks aus dem Home Studio, diese Mischung verleiht seinem Projekt eine gewisse Bodenständigkeit, die man auch in seiner Musik spürt.
Ein Blick zurück zeigt, dass dieser Erfolg kein kompletter Zufall ist. Bereits zuvor konnte sich der Österreicher in den Austria Top 30 Deejay Charts platzieren, wo er es bis auf Platz 30 schaffte. Auch in Deutschland war er kein unbeschriebenes Blatt mehr. Ein früherer Song (Ana knows the answer) erreichte schon einmal Platz 10 bei den Hörercharts. Der jetzige Einstieg auf Platz 8 setzt dem Ganzen aber nochmal eine neue Marke.
Im Interview mit Austria Top 30 wird deutlich, dass hinter The Pay Walker kein schnell zusammengeschustertes Projekt steckt, sondern jemand, der Musik bewusst neben seinem Beruf aufgebaut hat. Gerade dieser Spagat scheint Teil seines Konzepts zu sein. Kein Druck aus der Industrie, keine klassischen Karriereschritte, sondern ein eigener Weg, der Schritt für Schritt gewachsen ist.
„Avatar Beyond Contact“ passt dabei gut ins Bild. Der Track bewegt sich klanglich zwischen elektronischen Einflüssen und einer gewissen cineastischen Atmosphäre. Genau diese Mischung scheint aktuell auch beim deutschen Publikum zu zünden. "Auf jeden Fall passt der Song gut zum meditieren" war man bei der Chartshow der Meinung. Die zugeschaltete österreichische Musik Journalistin Marianne Foregger witzelte: "Stimm-los aber nicht Stimmungs-los" und spielte dabei auf die minimalistische Inszenierung ohne Gesang an.
Aus Chartsicht bleibt spannend, wie nachhaltig dieser Einstieg ist. Ein hoher Neueinstieg sorgt für Aufmerksamkeit, aber die eigentliche Bewährungsprobe kommt in den kommenden Wochen. Kann sich der Song halten oder sogar weiter nach oben arbeiten?
Fest steht: Mit diesem Einstieg hat The Pay Walker den deutschen Markt endgültig auf sich aufmerksam gemacht. Und vielleicht ist genau das die eigentliche Geschichte dahinter. Ein Künstler aus Österreich, der neben seinem Job Musik macht und es schafft, ohne großen Hype direkt in die Top 10 der wichtigsen deutschen Hörerwertung einzusteigen.
Bürgerreporter:in:Peter Hellbeck aus Hamburg |
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