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Ein neuer Flyer für die Friedberger Tafel: Einrichtung wirbt um Unterstützung

v.l.n.r.: Caritas-Geschäftsführer Andreas Reimann, Lieselotte Grund, Marcel Klemm, Bernhard Ziegler und Ludger Elfgen
Im Juni 2005 wurde die Einrichtung „Friedberger Tafel“ ins Leben gerufen. Bedürftige können dort für einen Euro solche Waren abholen, die von Herstellern oder dem Handel aussortiert wurden. Es handelt sich dabei oft um Überkapazitäten oder Lebensmittel, die kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums stehen und daher nicht mehr verkäuflich sind. Träger dieser gemeinnützigen Hilfsorganisation ist der Caritasverband für den Landkreis Aichach-Friedberg. Nun hat die Friedberger Werbeagentur 11gen design einen neuen, optisch überaus ansprechenden Flyer entworfen. Darin sind alle notwendigen Informationen rund um die „Friedberger Tafel“ wie Öffnungszeiten und Lebensmittel-Spendenannahme enthalten. "Das Projekt hat mich gut 2 Wochen beschäftigt", sagt Azubi Marcel Klemm, der mit der Gestaltung befasst war. Sein Chef Ludger Elfgen ergänzt: "Unser Azubi konnte mit dem Projekt viele Elemente des Mediendesigns ausreizen: vom Logo-Entwurf übers Layout bis zur Fotografie. Aber wir haben das gerne getan, denn Einrichtungen wie die ‚Friedberger Tafel‘ sind ein unverzichtbarer, äußerst sinnvoller Bestandteil einer ehrenamtlichen Sozialarbeit, die für unsere Gesellschaft von unschätzbarem Wert ist.“ Besonders hervorzuheben ist die Tatsache, dass die Werbeagentur keine Rechnung für die Erstellung des Flyers stellte. „Der Flyer ist sozusagen unsere Spende an die Friedberger Tafel“, so Elfgen. Auch der Geschäftsführer des Caritasverbandes Aichach-Friedberg, Andreas Reimann, freut sich über den gelungenen Flyer außerordentlich und betont die Bedeutung der Friedberger Tafel. Es gehe darum, so Reimann, dass die Bedürftigen Geld, das sie beim „normalen“ Einkauf ausgeben würden, sparen können. Viele sind froh, wenn sie auf diese Weise 20 Euro weniger pro Woche für Lebensmittel ausgeben müssen. Damit können sie sich mal eine Fahrkarte leisten, um die Verwandten zu besuchen. Die Bedürftigen bekommen also nicht den kompletten Lebensmitteleinkauf ersetzt. Als Bezugspunkt, um die Bedürftigkeit festzustellen, dienen die Hartz IV-Regelungen. In Ausnahmefällen können aber auch Personen, die einen geringfügig dotierten Job ausüben oder in einer akuten Notsituation sind, einen Berechtigungsausweis erhalten. Der Ausweis gilt zunächst maximal für ein halbes Jahr. Jeder, der das Angebot der „Friedberger Tafel“ nutzen will, muss die von der Arbeitsagentur ausgestellten Bescheide bzw. entsprechende Nachweise mitbringen. Der Caritasverband stellt dann die Ausweise aus. Seit 2007 engagiert sich Lieselotte Grund für die Friedberger Tafel. „Meine Schwester arbeitete bei der Tafel in Krumbach und ich wollte mich auch im sozialen Bereich betätigen. So kam ich zur Friedberger Tafel“, sagt Lieselotte Grund und lobt ausdrücklich das Engagement der 15 ehrenamtlichen Helfer. Einer von ihnen ist auch Bernhard Ziegler. Für den Warentransport und das Heben der schweren Kisten wurde eine „männliche Arbeitskraft“ gesucht, so Ziegler. Der ausschlaggebende Grund war jedoch auch für ihn, etwas „Sinnvolles“ im sozialen Bereich zu tun. Der schönste Lohn für ihre Arbeit sei die Dankbarkeit der Leute, erzählen Lieselotte Grund und Bernhard Ziegler unisono. Ein zufriedenes Lächeln huscht dabei über ihr Gesicht.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin friedberger | Erschienen am 24.09.2010
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