Die Bronzezeit im Lechtal beginnt um 2150 v. Chr. und endet um 800 v. Chr. Die Herstellung und Nutzung von Bronze, einer Legierung aus Kupfer und Zinn, revolutionierte den Alltag, förderte die Entstehung von Handel und neuen Handwerksberufen und leitete den Übergang zu komplexeren Gesellschaften ein. Werkzeuge, Waffen und Schmuck konnten nun in großen Stückzahlen gegossen werden, doch die Rohstoffe mussten über große Entfernungen gehandelt werden. Dies ermöglichte es bestimmten Gruppen, Reichtum anzuhäufen, was zu einer stärker hierarchisch geprägten Gesellschaft (Häuptlinge, Krieger, Bauern) führte. Die mittlere Bronzezeit ist besonders für ihre Bestattungssitte bekannt, große Grabhügel zu errichten, die oft mehrere Grablegen beinhalten. Eine Gruppe von 24 Hügeln und eine Höhenbefestigung befinden sich in der Umgebung von Straßberg in der Waldabteilung Leitach und können im Rahmen der Führung erkundet werden.
Die Führung findet unter der Leitung von Alexandra Völter, Kreisheimatpflegerin für Archäologie, statt. Gutes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung werden empfohlen.
Bürgerreporter:in:Julia Romankiewicz-Döll |