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Der (neue) Zug kommt.

Neu im Einsatz auf der Eifel-Bördebahn - der Triebwagen RS 1 der Rurtalbahn (Foto: photo79/S. Petermann)
 
Der alte Triebwagen der Rurtalbahn: der RegioSprinter. Hier erreicht eine Dreifachtraktion den Bahnhof Vettweiß anlässlich der Landesgartenschau 2014 in Zülpich (Foto: photo79/S. Petermann)


Heimlich, still und leise ist er weg: der RegioSprinter, das „Gesicht“ der Bördebahn, wenn man es dann auf den Fahrzeugtyp reduziert. Genau so leise kommt etwas Neues: der Stadler Regio-Shuttle RS1. Was das alles mit der Eifel-Bördebahn zu tun hat, zeigte sich erstmals am Karnevalswochenende auf der Bahn durch die Zülpicher-Börde.

„Mit diesem Triebwagen haben wir viel Freude aber auch viel Leid gehabt“, so kommentiert einer der Triebfahrzeugführer den Abschied vom RegioSprinter in der Woche vor Karneval - dann hieß es: Abschied nehmen vom alten Arbeitsgerät. Der RegioSprinter verlässt die Rurtalbahn GmbH.

Der RegioSprinter, ein Schienenfahrzeug für den Personennahverkehr ist ein von Siemens-Duewag entwickelter und gebauter leichter Dieseltriebwagen für den schnellen Regionalverkehr. Der RegioSprinter wurde vom Hersteller auch unter der Bezeichnung „RVT“ bekannt. Die Dürener Kreisbahn schaffte1995 Jahren siebzehn diese RegioSprinter als Neufahrzeuge an. Mit guter Beschleunigung und verlässlichen Motoren, einer „richtigen Hakenkupplung“ und hauptsächlich verbauter elektrischer Steuerung war dies für die Stammstrecken an der Rur eine Art Quantensprung im Vergleich zu den alten Triebwagen der damaligen Deutschen Bundesbahn (Schienenbus VT98). Schnell wurde der RegioSprinter auf den Strecken rund um Düren heimisch.

Höhepunkt war für die Bördebahn die Landesgartenschau

Auf der Eifel-Bördebahn zwischen Düren und Euskirchen kam dieser Fahrzeugtyp von Anfang an und mit Absicht als moderner Triebwagen auf alter Strecke zum Einsatz. Über die vielen Jahre wurde klar dokumentiert: man wünscht sich seitens der Bürger modernen Nahverkehr, und eben keine Museumsbahn. Für die Eifel-Bördebahn und den RegioSprinter waren zweifelsohne die Einsätze rund um die Landesgartenschau 2014 in Zülpich die Höhepunkte. Neben dem Sonderwagen in der Gestaltung durch den Künstler Otmar Alt war auch ein Fahrzeug mit einer LaGa-Sonderbeklebung im Einsatz. Wenn der Triebwagen gemütlich von Vettweiß nah Zülpich fuhr, genossen die Fahrgäste den Blick aus den großen Fenstern auf die Landschaft bei einer Tasse Kaffee. Nebenbahnidylle.

Seit dem 25. Februar 2019 ist dies Geschichte. Die letzten drei RegioSprinter der Rurtalbahn verließen den Bahnhof Düren in Richtung Tschechische Republik. Dorthin wurden die mittlerweile doch etwas betagten RegioSprinter nämlich verkauft. Bei einer tschechischen Eisenbahngesellschaft werden diese aufgearbeitet bzw. restauriert und zukünftig im Regionalverkehr eingesetzt.

Ein neuer Nahverkehrstriebwagen mit mehr Fahrkomfort

Auf der Eifel-Bördebahn sieht man ab sofort den Triebwagen vom Typ Regio-Shuttle RS1. Es handelt sich um einen wesentlich moderneren Nahverkehrstriebwagen, der, im Gegensatz um RegioSprinter, über Drehgestelle verfügt, was die Fahrt wesentlich ruhiger macht. Gebaut wurden die aktuellen Fahrzeuge mit den charakteristischen trapezförmigen Fensterbändern im Jahr 2011. Neu sind sie damit zwar auch nicht mehr, aber dennoch eine komplett andere Fahrzeuggeneration. Auch ist neben dem besser Fahrkomfort eine Toilette an Bord und der dieselmechanische Triebwagen ist deutlich leiser unterwegs.

Still und leise – so wie der RegioSprinter ging, kommt tatsächlich der Neue daher. Mit Blick auf den geplanten Vorlaufbetrieb auf der Eifel-Bördebahn mal wieder ein Schritt hin zum professionellen Planbetrieb einer vollständig reaktivierten Eisenbahnstrecke . Mit mehr Fahrkomfort!
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