Brüx – Teil 1: Bältermann
Bältermann - “Van de Prüm gespejjt”
- Bältermann
- Foto: GvMeegen
- hochgeladen von Günter van Meegen
Hiermit möchte ich eine Reihe von Berichten über die Künstlerfamilie Brüx eröffnen. Es liegt auf der Hand, mit einem Klever Wahrzeichen, dem Schüsterken - Spuckmänneken, dem Bältermann anzufangen. Das Schüsterken steht seit 1951 mit leichter Standortveränderung an der Herzogbrücke am Spykanal.
„Van de Prüm gespejjt“ war einst – vor langer Zeit – die Kommentarspalte des Klever Wochenblatts. Gäbe es diese Zeitung noch, wäre das Folgende sicherlich einen Kommentar wert. Und gäbe es noch die vielen Klever Schüsterkes, auch sie wären sich gewiss nicht um einen Kommentar zu schade. Ihr Lebensmotto lautete:
„Stellt sich op et andere Been en spejt es van de Prüm.“
Das Klever Schüsterken, auch „Spuckmänneken“ genannt, wurde von Jupp Brüx unter dem Namen „Bältermann“ geschaffen – also Bältermann und nicht Beltermann. Doch selbst in neueren Publikationen wird der Name immer wieder falsch geschrieben. So etwa im „Kalender für das Klever Land“ (Ausgabe 2021, Seite 45). Auch im KLE-Blatt-Blog findet sich die Schreibweise „Der Beltermann – Brunnen von Kleve“.
Der Vater von Jupp Brüx war ein angesehener Schumacher. Sein Leder bezog er von einer bekannten Gerberei – deren Name lautete „Bältermann“.
Jupp Brüx’ Kindheitserinnerungen an diese Gerberei, an die Schuhfertigung seines Vaters sowie an die Auslieferungen, die er als Junge selbst übernahm, veranlassten ihn im Jahr 1933, den pfeifenden Schusterjungen zu entwerfen. Als Modell diente ihm dabei seine Tochter Waltraud.
Bürgerreporter:in:Günter van Meegen aus Bedburg-Hau |
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