„Maltziener Riese“ kommt nur selten ans Tageslicht

Der "Maltziener Riese" vom Steilufer gesehen
3Bilder
  • Der "Maltziener Riese" vom Steilufer gesehen
  • hochgeladen von Thomas Wendt

Es sind schon wieder knapp 15 Jahre ins Land gegangen als ich den rätselhaften „Maltziener Riesen“ erstmals an Zudars Südküste entdeckte. Es war Sonntag der 30.Januar 2000. Orkantief „Kerstin“ raste über die Insel Rügen und brachte Angst und Schrecken. Aber auch manch seltenes Naturschauspiel ließ sich beobachten, so wie in diesem Fall am Maltziener Leuchtfeuer. Bei extremem Niedrigwasser aufgrund ablandigen Windes konnte man 50 bis 70 Meter trockenen Fußes sich vom Uferbereich in Richtung Meer bewegen. Ich hatte damals schon lange auf diesen Augenblick gewartet, denn es gab mysteriöse Erzählungen um einen riesigen Findling vor der Küste Zudars. So erzählte mir einst eine ältere Frau, dass irgendwo zwischen der Wüstung Neuhagen und Palmer Ort ein riesiger Stein liegen soll. Dieser ist aber selten zu sehen, da er gut 50 Meter vom Ufer entfernt im Meer liegt. Ihre Großmutter die einst auf dem Zudar lebte, erzählte der Enkelin oft spannende Sagen und Geschichten. Eine von diesen Sagen handelte von einem Riesen der einen Schatz vor Zudars Küste versteckte. Um diese Stelle zu kennzeichnen nahm er einen riesigen Findling und bedeckte den Schatz damit. Doch der Riese ward nie wieder gesehen.
Weitere interessante Informationen erhielt ich von den Geschwistern Venzmer, Töchter des letzten Gutsherren von Maltzien. Diese beschrieben mir ziemlich genau die Stelle an der er liegen sollte. Auch erinnerten sie sich, dass sie beim Baden in ihrer Jugend oftmals auf diesem riesigen Stein standen.
Als dann, das anfangs genannte Orkantief „Kerstin“ über Zudar tobte gab es für mich kein Halten mehr. Es war Sonntagvormittag, bei abflauendem Sturm und schönsten Sonnenschein ging es an das Maltziener Ufer. Keine 100 Meter vom Leuchtfeuer entfernt, 50 Meter See einwärts lag er tatsächlich in all seiner Pracht, der „Maltziener Riese“. Voller Stolz und Ehrfurcht nahm ich mir seine Maße: Länge etwa 3,50m, Breite etwa 2,50m und eine sichtbare Höhe von 80cm. Doch der größte Teil des Findlings scheint im Sand verborgen zu sein. Ich bin kein Experte, aber dieser Stein gehört mit Recht zu den 20 größten Findlingen der Insel Rügen.

Der "Maltziener Riese" vom Steilufer gesehen
Das Maltziener Leuchtfeuer wurde im Jahre 1934 erbaut
Reste der alten Schiffsverladerampe der ehemaligen Gutsanlage Maltzien
Bürgerreporter:in:

Thomas Wendt aus Fahrenzhausen

Webseite von Thomas Wendt

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

2 folgen diesem Profil

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.