Anzeige

Wir öffnen Räume

(v.l.) Hubert Schimmel, Vorstand Verein kath. Kinderheim Hochzoll, Max Weinkamm, Sozialreferent, Uschi Kiening, Heimaufsicht Schwaben, Waldemar Glück, Vorstand Verein kath. Kinderheim Hochzoll, Marianne Braun, päd- Fachkraft im IBJW, Ulrich Lorenz, Gesamtleiter der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Hochzoll, Hubert Graf, UMF-Beauftragter/päd Fachkraft im IBJW, Manfred Klopf, Leiter des Amtes für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, Carsten Unger, stv. Gesamtleiter Kinder-, Jugend- u. Familienhilfe Hochzoll.
 
Der große, freundliche Eingangsbereich heißt die Jugendlichen willkommen.
Augsburg: UMF-Wohnung |

Neue Wohnung für Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMF) ist bezugsfertig

Am Freitag, den 22. März 2013, hat die Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Hochzoll ihre neue Außenstelle für intensiv betreutes Jugendwohnen (IBJW) offiziell eröffnet. Drei männliche Jugendliche sind jetzt in die renovierte Wohnung eingezogen und lernen hier, selbstständig zu leben.

Nach einer mehrmonatigen Umbauzeit konnte die neue Wohnung für Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in der Johannes-Haag-Straße in Augsburg bezogen werden. Wände mussten weichen, ein neuer Bodenbelag wurde verlegt und die Badezimmer wurden komplett renoviert und neu gestaltet. „Wir öffnen Räume“, so stand es in der Einladung zur Eröffnung. Dass dem so ist, davon konnte man sich bei der Besichtigung der 230 Quadratmeter großen Wohnung im zweiten Stock eines Gebäudes, das nur wenige Meter vor den Toren der Altstadt liegt, überzeugen. Die vier gleichgroßen Zimmer für die Bewohner sowie die Küche mit Essbereich und ein Wohnzimmer erstrahlen in hellen, freundlichen Farben. Ein großer, freundlicher Eingangsbereich mit Garderobe heißt die Jugendlichen willkommen.

Ulrich Lorenz, der Gesamtleiter der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Hochzoll freut sich: „Im September 2012 haben wir uns die Wohnung angesehen, jetzt sind wir hier, und drei junge Menschen dürfen nun einziehen.“ Er dankte dem Vorstand des Trägers, dem Katholischen Kinderheim Augsburg-Hochzoll e.V., für das Bereitstellen der finanziellen Mittel. Der Sozialreferent der Stadt Augsburg Max Weinkamm betonte: „Aus dem Nichts wurde hier Tolles geleistet. Ohne soziale Träger könnte die Stadt Augsburg das gar nicht leisten. Das ließe sich gar nicht umsetzen.“

Betreut werden die jungen Menschen von zwei pädagogischen Fachkräften und einer Lehrkraft zur schulischen Unterstützung. Zudem wird das Team vom pädagogischen und psychologischen Fachdienst der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Hochzoll unterstützt.

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge kommen mit einer Vielzahl an Problemstellungen und Belastungsmomenten im Gepäck in die Einrichtung. Neben Traumatisierungen durch Krieg im Herkunftsland und Erlebnisse auf der Flucht, stehen die Belastung durch die Trennung von der Familie und meist auch der fehlende Kontakt zu dieser im Fokus der Bearbeitung. Die Unsicherheit von Status und Bleiberecht bedingt durch ein laufendes Asylverfahren und die Überforderung mit der westlichen Gesellschaft und dem damit verbundenen Kulturschock blockieren nachhaltig Integrationsbestrebungen der jungen Menschen.

Die Belegung der Wohnung erfolgt bevorzugt durch die Gruppen der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Hochzoll, die mit jungen Menschen mit dieser Problemstellung arbeiten. Grundvoraussetzung ist neben der Freiwilligkeit eine ausreichende Motivation und der Wille zur weiteren Verselbständigung. Als Perspektive sollte eine Ausbildung oder eine schulische Weiterbildung fest anvisiert sein.

Mehr dazu unter www.kinder-jugendhilfe-augsburg.de
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.