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Shitstorm 2: Online-Hetze gegen Obdachlose hat ein Nachspiel

(Foto: Facebook | Screenshot)
Gegen die beiden wegen Volksverhetzung angezeigten Geschäftsführer der Firma Farbflut Entertainment, Marius Follert und Niels Wildung, formiert sich neuer Protest. In einer sogenannten Facebook-Veranstaltung fordern Online-Aktivisten nun eine hohe Strafe für die Spielehersteller.

Follert und Wildung deklarierten ihre als Volksverhetzung empfundene Kampagne "Initiative Sauberes Hamburg (ISHH)" nachträglich als Satire. Als solche sei sie aber nicht zu erkennen gewesen und Dritte seien vorsätzlich in Verruf und in Gefahr gebracht worden, so das Argument der Gruppe.

Farbflut hatte vorsätzlich das Impressum einer Internetseite gefälscht, um anonym rechtsextreme Inhalte zu verbreiten. Am 27.02. outeten die Spielehersteller den Vorgang als Satire. Kritiker sehen hinter der Kampagne aber vorallem kommerzielle Interessen zu Gunsten des Computerspiels "Pennergame".

Quelle: http://aktuell.meinestadt.de/hamburg/2013/03/04/ha...

(VL) In einer Stellungnahme der Farbflut Entertainment GmbH beteuern die Verantwortlichen, dass es bei der Kampagne "Initiative Sauberes Hamburg" nicht um Werbung für das Browser-Spiel "Pennergame" ging. Auf allen Verlautbarungen der Firma, inklusive der inzwischen umgestaltenen, ehemaligen Hetz-Seite "ISHH", finden sich vor allem aber auch Hinweise auf das umstrittene Computerspiel "Pennergame" und die Frage ist, warum man das tut, wenn man sich doch angeblich selbstlos engagieren will.

Obdachlose, Bettler und Flaschensammler werden in dem Computerspiel als Trickbetrüger und Kriminelle verunglimpft. Wikipedia schreibt dazu:

"Beim sogenannten "Pennergame"geht es darum Trickbetrügereien und andere Verbrechen zu begehen, um vom „untalentierter Penner am Hamburger Hauptbahnhof“ zum „Bettel-Monopolisten“ aufzusteigen" (...) "Ein hoher Promillewert verbessert die Laune des Penners und verkürzt die Dauer von Weiterbildungen, wirkt sich jedoch negativ auf die Verteidigungsfähigkeit des Penners und deren Präzision bei Verbrechen aus".

Schon 2008 forderten Politiker das Computerspiel per sofort vom Markt zu nehmen. Der Forderung wurde aber nicht nachgekommen.

Protestseite hier: http://www.facebook.com/events/508995949146988/?ma...
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1 Kommentar
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 07.03.2013 | 15:44  
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