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Bad Nenndorf / Kur-Aufenthalt Tag 16 - 18

Der Kinderfänger von Hameln-LinoldruckZauberblume
 
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/ Bad Nenndorf

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16.Tag Bad Nenndorf- Ruhekissen

Trist und traurig wird heut der Tag.
Bei den Anwendungen ich etwas verzag.
Der Doktor kam mit der Schwester.
Ich klagte mein Leid, es wird nicht besser.

Das Essen hab ich umgestellt.
Besorgt hab ich nur das Beste gewählt.
Keine Mehl-Papp-Suppe, keinen Süßstoff-Puddig danach.
Nur viel Obst zwischendurch und hernach.

Gegen eins wir hatten einen Termin.
Auf 107 alle bestellten Patienten waren drin.
Nur der Redner schlief, träumt in seinem Ruhekissen.
Bis wir ihn durch den Pieper wecken ließen.

Er entschuldigte sich nicht, erzählte und dann.
Das kann jedem passieren und fing mit dem Vortrag an.
Nach einer Stunde, es war zwar interessant.
Sträubte sich unser Geist unverwandt.

Ich beschließe einen Weihnachtsmarkt zu besuchen.
Bei Glühwein, Kerzen und Apfelkuchen.
Das war gestrichen bei mir.
Ich sehe nur Lichter, Geschenke da und hier.





17.Tag Bad Nenndorf

Frühmorgens auf dem Frühstückspfad
Anschließend ab ins Haslauer-Moor-Bad.
Doch was soll ich sagen.
Der Kreislauf wollt unmögliches wagen.

Sterne sah ich flimmernd vor mir aufgebaut.
Zusammenklappen gilt nicht, ich rief ganz laut.
Das Ruhen dauerte dann eine Stunde.
120 zu 70 hieß die Blutdruck-Kunde.

Vormittag durfte ich im Zimmer verbringen.
Ein weihnachtliches Bild wollte mir zart gelingen.
Die Drei Könige ich auf ein anderes Blatt bann.
Nun bin ich wieder obenauf, was stell ich heute an?

Mittagessen? Oh je, schon wieder die gleiche Suppen.
Der gleiche Pudding marschiert auf in Schüssel-Gruppen.
Nur die Namen die ändern sie konsequent.
Die gleichen Speisen, man dann etwas anders nennt.

Ich streike und denk an Dr. Dörsch der sagt:
Oder war es die Psychologin die uns gab den Rat:
Entspannen und mal was für sich tun.
Streß abbauen und einfach mal ausruhen.

Noch besser wäre: Man tut sich was Gutes an.
Drum nehme ich heute eine Einladung an.
Jawohl – Das eintönige Essen kann mir gestohlen bleiben.
Morgen kehr ich zurück ins Kur-Kessel-Treiben.


Geburtsort Wiedensahl W.Busch
1832 - Was geschah 1832
Text zu den einzelnen Zeichnungen
Laudatio an W.Busch von Zauberblume
Max und Moritz am Fenster
Bolten's Deele
Gästebuch für Bolten's Deele

18.Tag Bad Nenndorf

Eine Reise in die Vergangenheit
Wollten wir erleben.
Wir fuhren nach Loccum, die waren nicht bereit.
So konnten wir das Kloster nicht sehen.

Weiter gings ich überraschte Anneliese.
Mit einer Fahrt nach Wiedensahl.
Tja sie glaubte mir nicht die Geschichte – diese,
Daß Wilhelm Busch hier geboren war.

Bolte’s Deele! Bolte - der Name war mir bekannt.
Aus Max und Moritz den Lausbubengeschichten.
Sie lebte tatsächlich so um 1732; als Witwe benannt.
Busch konnte über Anna Maria Bolte lustiges Dichten.

Sie heiratete Johann Jost Oetker worauf -
Man Sie nur noch die „Oetkersche“ nannte.
Die Brathähnchen wurden tatsächlich geklaut.
Wie Busch es seinerzeit bekannte.

Seine Nachfahren schwimmen in Pudding aus Kartoffelstärke.
Von der Zuckerrübe das Ergebnis ist der Vanille–Zucker.
Backpulver und sonstiges hergestellt in Oetker’s-Werke.
Zur Erholung fahren sie nach Wiedensahl zur Mutter.

Der Ur-Ur-Enkel Horst Bolte erneuerte 1970 den Hof.
Drei Steine im neuen Herd, gebaut mit leisen Schmerzen.
Weitere Gegenstände gibt es auf der Tenne, im Erdgeschoß.
Auf Bolte’s Deele schlagen neue Generation’s Herzen.

Wilhelm Busch war geboren im ereignisreichen Jahr.
1832 da geschah so viel
Als Goethe starb, kam „ER“ - , das ist doch klar.
Eine bewegte Zeit in Wiedensahl kam ins Spiel.

„Fliegende Blätter“ 1858 arbeitete er für die Zeitschrift.
Seine ‚tonige‘ Malweise wurde wenig beachtet.
Er schwang mit Vorliebe als Graphiker den Zeichenstift.
So entstanden temperamentvollen Landschaften.

Up to deel“ rief Wilhelm gut gelaunt.
Ab ging’s zu Selbstgebrauten und zu „Bolten’s – Deele“
Im Dorfe man über ihn raunt.
Es entwickelten sich Geschichten mit Parallele

Sein Augenmerk war auch auf Schreiben gerichtet.
„Julchen“, „Eduards Traum“ und „Zu guter Letzt“
„Die fromme Helene“ ebenso selbst gedichtet.
In „Abenteuer eines Junggesellen“ er gerne petzt.

Dazu Graphiken in schwungvoll-bewegtem Zeichenstil
Berühmt wurden Witwe Bolte und Lehrer Lempe.
Seine Bilder erzählen so manches und sehr viel.
Tausend Gedanken bewegten sich unter seiner Hut-Krempe.

Dazu unsere beliebten Zwei.
Immer zu Streichen aufgelegt.
Max und Moritz legten so manches Kuckucks-Ei.
Das Leben dieser Beiden war sehr bewegt.

Im Sommer ging er gerne auf Reisen.
Durch des Schöpfer’s Natur und Land.
Zurück, schrieb er auf, seine Weisen.
Im Winter er sich im Dorfe Wiedensahl befand.

Aus Erzählungen kannte er so manche Dorfgeschichte.
Das wirkliche Hähnchen-Angeln aus dem Kamin.
Was geschah damals bei Ur-Großmutters Nichte?
Er zeichnete alles als Geschichte hin.

Dort wurde er mit Argwohn betrachtet.
Auf dem Rücken überkreuzt seine Hände, so ging er;
Durch das Dorf. Sein scharfer Blick alles beachtet.
Was später er zu Papier gab, so manch Maleur.

Es half kein jammern, kein Händefalten.
Es half kein stiller Sehnsuchtsblick.
Es wurde in Wort und Schrift festgehalten.
Ging er zu seinem Schreibtisch zurück.

Der Bauer hatte verschlafen und rannte im Schlafgewand.
Schnell die Kühe zu melken, das war nur sein Sinn.
Das Gesicht unter der Zipfelmütze verschwand.
Für Busch war dies ein Gedanke, ein Zeichen-Gewinn.

„Aus dem norddeutschen Bauernleben“ zu erzählen.
Das war beliebt bei Wilhelm Busch.
Dabei nicht immer die richtigen Worte wählen.
Es nützte keine Warnung, kein Ducken und kein „Kusch“.

Für mich war das ein ereignisreiches Erlebnis.
Das ich nicht müssen möchte, ich habe viel dazugelernt.
Ob ich nomals hierher kommen werde, ist nicht gewiss.
Den München ist zu weit entfernt.

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