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Bushidokai Mitglieder auf dem Weg nach St. Pardoux in Frankreich - Besichtigung des Chaetau de Val

Die lange Anfahrt von 11 Stunden wurde von den Bushidokai Mitgliedern gern unterbrochen, um sich auf der Fahrt ins französische St. Pardoux I`Ortigier auch die eine oder andere Sehenswürdigkeit anzusehen. 

Dieses Mal stand das Chaetau de Val auf dem Programm. Das Schloss, das einst das Tal der Dordogne von einem Felsvorsprung aus beherrschte, steht seit 1952 auf einer Landzunge, die in den Stausee Barrage de Bort-les-Orgues hineinragt. Nur bei niedrigem Wasserstand ist der ursprüngliche Charakter des Schlosses noch zu erahnen. Der mehrstöckige Bau ist von fünf etwa gleich dicken und einem dünneren, jeweils mit Auskragungen und Kegeldächern versehenen Türmen umgeben. Die einzelnen Etagen sind durch eine Wendeltreppe in der Vorhalle verbunden. Ursprünglich war der Innenhof dachlos. Der erste Stock besteht aus drei großen Räumen mit verzierten Kaminen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und diversem Mobiliar. Im zweiten Stock findet alljährlich eine Kunstausstellung mit Werken von Malern statt, die meist aus der Region stammen. Vom Wehrgang im obersten Stockwerk sind die kunstvoll gearbeiteten Dachstühle der Türme zu sehen.

Dem Schloss vorgebaut ist eine gotische Kapelle mit Dachreiter und einem Rundturm, die Sankt Blasius geweiht ist. Über dem Tor ist ein Flachrelief des Wappens derer von d’Estaing angebracht.

Die ursprüngliche Burg Val war die Hauptresidenz der Familie Thynières (auch Tinières geschrieben). Sie wurde von Guillaume de Thynières an Guillot d’Estaing verkauft, der 1440 das heutige Schloss auf den Grundmauern der ursprünglichen Anlage erbauen ließ. Über die Jahrhunderte hin verkam das Schloss und wurde Mitte des 20. Jahrhunderts durch den Stausee zu einer Art Wasserschloss, das 1953 in den Besitz der Stadt Bort-les-Orgues überging.

1960 wurde dort der Film Le Capitan unter der Regie von André Hunebelle gedreht.
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