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Ehinger Ferienkinder sind der Natur auf der Spur

Landwirt Alfred Deininger erklärt den Kinder den Aufbau einer Kartoffelpflanze: über der Erde wachsen Blüten, Blätter und Früchte in Form von Beeren. Sie sind giftig. Unterirdisch liegt die Mutterknolle, die Ausläufer mit den jungen Knollen u. die Wurzeln
Schon Johann Wolfgang von Goethe bezeichnete die Kartoffel als "ganz unbegreiflicher Segen, der aus der Erde qillt". Um diese Tatsache den Kindern näher zu bringen, entzünden Rita und Alfred Deininger alljährlich im Rahmen des Ehinger Ferienprogramms das beliebte Kartoffelfeuer. Neben dem Ferienspaß in freier Natur erfahren die Kinder dabei viel Wissenswertes über das Auslegen, Pflegen und Ernten der "Erdäpfel", wie sie umgangssprachlich auch genannt werden. Auch heuer machten sich wieder viele Familien mit ihrem Nachwuchs auf den Weg zum Kartoffelacker. Während der Landwirt die Kartoffeln mit einer Grabgabel aus dem Erdreich holte, erklärte er den Kindern das Wachstum der Knollen: "Los geht es im Frühjahr: Dann werden die Knollen in die Erde gesetzt - die so genannten Mutterknollen. Die Erde darüber wird angehäufelt, so dass für den Kartoffelacker typische Dämme zum Schutz vor Kälte und Staunässe entstehen. Die Mutterknolle bildet Triebe, aus denen sich später bis zu 15 neue Kartoffeln entwickeln." Eifrig gingen die Kinder nun ans "Kartoffelklauben." Die eingesammelten Erdfrüchte wurden gewaschen, in Alufolie gepackt und anschließend ins lodernde Kartoffelfeuer gelegt. Zusammen mit Kräuterquark wurde das traditionelle Kartoffelmahl genossen.

Über ein weitereres Geschenk der Natur - dem köstlichen Honig - konnten sich die Ferienkinder beim Besuch von Imker Georg Mordstein informieren. Anhand von Lehrtafeln zeigte er das Leben der Honigbienen. Er spannte den Bogen über das Entstehen des Volkes, über die Bestäubungsarbeit bis zur Honiggewinnung durch den Imker. Georg Mordstein erklärte: „Unsere Bienen sammeln Nektar und machen ihn zu Honig, indem sie ihm Wasser entziehen und ihm körpereigene Stoffe zugeben. Und dann lagern sie ihn in ihren Speisekammern, den Zellen der Waben, als Wintervorrat ein.“ Aufregend war es für die Kinder, die fachmännisch mit Bienenschleiern ausgrüstet wurden, einen Blick in ein Bienenvolk zu werfen. Es wurde deutlich, wie viel Arbeit der Bienen und des Imkers notwendig ist, bis der Honig auf die Frühstückssemmel gestrichen werden kann.

Und stehen demnächst Kartoffeln oder Honig auf dem Tisch, werden sich die Ferienkinder sicherlich an deren Herkunft erinnern.
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