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Mühlen in Niedersachsen: Kaltenweider Bockwindmühle

Kaltenweider Bockwindmühle (©Katja Woidtke)
Langenhagen: Kaltenweider Mühle |

Einen besonders schönen Blick auf Kaltenweide, den nördlichsten Ortsteil Langenhagens, habt ihr im Frühjahr zur Rapsblüte von der Wagenzeller Str. aus. Dann erhebt sich Kaltenweides Wahrzeichen über dem leuchtenden gelben Raps. Erbaut wurde die Bockwindmühle 1602. Allerdings nicht in Kaltenweide. Denn bis 1878 stand sie zwischen Wennebostel und Bissendorf. Dort wurde sie von dem kinderlosen Müller an seinen Gesellen vererbt, der die Mühle abbauen und in Kaltenweide wieder aufbauen ließ. Bis 1963 war die Bockwindmühle am Mühlenweg noch in Betrieb. 1983 wurde das Flügelkreuz erneuert und 2007 wurde die Fassade der Mühle renoviert.

Charakteristisch für Bockwindmühlen ist der Bock, das Untergestell auf dem die Mühle steht. Bei der Kaltenweider Mühle ist dieser Bock ummauert. Eine schmale, hölzerne Treppe führt in die Mühle oberhalb des Bocks. Die hölzerne Mühle kann mit Hilfe des Steert in den Wind gedreht werden.

Welche Bedeutung die Mühle in Kaltenweide hat, lässt sich u.a. an Straßenbezeichnungen ablesen. Alt eingesessene Kaltenweider kennen den Mühlenweg noch als "Badamm". So hieß der Weg bevor die Mühle nach Kaltenweide kam. Ein alter Bohlenweg führte durch das moorige Gelände. Heute kaum zu glauben, dass es sich bei diesem Fahrdamm einst um die alte Heerstraße handelte. Anfangs querte der Badamm mit einer befestigten Furt den alten Flöttgraben. Diesen Graben sucht man heute vergeblich und auch die Furt wurde längst durch eine Brücke ersetzt. Aus dem Flöttgraben wurde der Mühlengraben. Und für die Kaltenweider ist die Mühle zu einem Wahrzeichen geworden. Sogar im Wappen Kaltenweides wird die Bockwindmühle mit ihren Flügeln geführt.

Die regelmäßig gefeierten und von der CDU organisierten Mühlenfeste locken nicht nur Kaltenweider unter die Flügel der schönen Bockwindmühle. Aus der ganzen Umgebung strömen dann die Gäste in den Norden Langenhagens, besichtigen die Mühle und genießen das bunte Rahmenprogramm.

Für die Kinder aus Kindergärten und Grundschule ist ein Besuch der Mühle ebenfalls ein besonderer Höhepunkt. Besichtigungen sind nach Absprache möglich. Die Mühle ist theoretisch noch funktionstüchtig, wird aber durch einen Elektromotor angetrieben. Sie gehört zu Niedersachsens Baudenkmalen nach § 3 (2) Nieders. Denkmalschutzgesetz.

Dieter Goldmann hat hier alte Aufnahmen der Mühle aus den 70ern veröffentlicht. Schaut mal rein und vergleicht:

http://www.myheimat.de/langenhagen/kultur/bockwind...

Quelle: "Vom Leben in einem hannoverschen Dorf" W. Münkel, Ch. Mayer-Höhne, CDU-Kaltenweide, Stadtmagazin Langenhagen (http://stadtmagazin-langenhagen.de/), Homepage Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) e.V.
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13 Kommentare
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Ronny Ullrich aus Laucha an der Unstrut | 05.03.2011 | 20:13  
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Karin Franzisky aus Bad Arolsen | 05.03.2011 | 20:23  
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Ali Kocaman aus Donauwörth | 05.03.2011 | 23:46  
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Gisela Diehl aus Alzey | 06.03.2011 | 01:46  
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Dieter Goldmann aus Seelze | 06.03.2011 | 08:22  
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Katja Woidtke aus Langenhagen | 06.03.2011 | 08:32  
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 06.03.2011 | 08:45  
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Katja Woidtke aus Langenhagen | 06.03.2011 | 09:46  
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Gabriele F.-Senger aus Langenhagen | 06.03.2011 | 16:25  
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Bernd Sperlich aus Hannover-Bothfeld | 07.03.2011 | 09:38  
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Bernd Sperlich aus Hannover-Bothfeld | 07.03.2011 | 09:38  
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Katja Woidtke aus Langenhagen | 09.03.2011 | 18:01  
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