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„Die CitySchecks sind ein echter Meilenstein für den Einzelhandel“: Ein Interview mit Aktiv Ring-Geschäftsführer Daniel Götz und Innenstadtkoordinator Manuel Weindl

Aktiv Ring-Geschäftsführer Daniel Götz (Foto: Udo Koss)
 
Daniel Götz (2.v.r.) bei der Eröffnung des Friedberger Volksfestes (Foto: Franz Scherer)
myheimat: Herr Götz, in unserem letzten myheimat-Interview sprachen Sie davon, dass Sie die ehrenamtlichen Tätigkeiten des Verkehrsvereins, der Bürger für Friedberg und des Aktiv Rings enger verzahnen wollten. Wie weit sind Sie bei diesem Vorhaben schon gekommen?

Daniel Götz: Ich denke wir sind auf dem richtigen Weg, aktuell hatten wir eine gemeinsame Klausurtagung abgehalten, um genau an diesen Themen inhaltlich und bis zum Logo weiter zu kommen. Aktuelle Beispiele sind auch die zügige gemeinsame Umsetzung der CitySchecks und natürlich die enge Zusammenarbeit aller Gruppen zum Thema Citymanager mit Politik und Stadt.

myheimat: Die Umstrukturierung bzw. Neuaufstellung des Verkehrsvereins Friedberg e.V. wurde auch „in Vorarbeit“ auf einen neuen Citymanager in Angriff genommen. Welche Impulse erhoffen Sie sich vom neuen Citymanager?

Daniel Götz: Hier gibt es ja vom Verkehrsverein und Aktiv Ring seit zwei Jahren weitreichende und umfassend erarbeitete Wunsch-Aufgabenbereiche und auch viele weitere Ideen, jetzt haben wir uns erst einmal persönlich kennengelernt und werden gemeinsam Schwerpunkte für die ersten Monate und Möglichkeiten für die nächsten Jahre erarbeiten.

myheimat: Wenn Sie auf die Aktionen und Aktivitäten des Aktiv Rings Friedberg im Jahr 2017 zurückblicken: Wie fällt Ihre Bilanz aus?

Manuel Weindl: Die Aktionen zum 8. August unter dem Motto „Friedberg feiert Friedensfest“ und die Lange Einkaufsnacht im Dezember wurden sowohl von unseren Mitglieder in der Innenstadt, aber auch von Einzelhändlern, die nicht Mitglied sind im Aktiv Ring, sehr positiv angenommen. Wir konnten sehr viele Gäste und Kunden aus dem Augsburger Umland begrüßen. Das wohl wichtigste Projekt des Aktiv Rings im vergangenen Jahr war jedoch die Einführung des CitySchecks, ein seit vielen Jahren von den Einzelhändlern gewünschtes Geschenkgutschein-System, um Kaufkraft in Friedberg zu binden. In Zusammenarbeit mit der Stadt Friedberg ist uns hier ein echter Meilenstein für den Einzelhandel in der Innenstadt gelungen. Zudem gab es ein Gutscheinheft, eine erfolgreiche Gemeinschaftsaktion von Friedberger Einzelhändlern mit der Firma Segmüller, dessen Frequenz für die Innenstadt zu nutzen.

myheimat: In der Ludwigstraße, in der Jungbräu- und Bauernbräustraße, dem Zieglergässchen sowie entlang der Bahnhofstraße gibt es einige Ladenleerstände. Wie sehen Sie diese Problematik?

Manuel Weindl: Die Leerstände in der Ludwigstraße sind zum größten Teil nur temporär. Die leergewordenen Ladenlokale konnten in der Regel schnell wieder vermietet werden. Das spricht für die Attraktivität dieses Standorts. In den Nebenstraßen sind vor allem die Bahnhofstraße und die Bauernbräustraße von einigen Leerständen betroffen. Hier liegen große Hoffnungen auf den geplanten Baumaßnahmen wie beispielsweise den Umbaumaßnahmen in der Bahnhofstraße und dem Neubaubauprojekt in der Bauernbräustraße, die an und für sich guten Geschäftslagen wieder belebter zu machen.

myheimat: Was halten Sie in diesem Zusammenhang vom Konzept sogenannter Pop-up-Stores? Könnte so etwas in der Friedberger Innenstadt funktionieren?

Manuel Weindl: Es gibt Überlegungen bei einigen Einzelhändlern, z.B. zusammen mit deren Unterlieferanten Pop-up-Stores oder zumindest kurzfristige Aktionen, die den gleichen Charakter haben, zu starten. Das ist allemal ein interessanter Ansatz.

myheimat: Als Hindernis für Neuansiedlungen in der Innenstadt sehen viele Friedberger Geschäftsleute die Konkurrenz der großen Einzelhandelsgeschäfte Unterm Berg. Wie sehen Sie das Fachmarktzentrum in seinen Auswirkungen auf den Einzelhandel in der Altstadt?

Manuel Weindl: Ein größeres Hindernis für Neuansiedlung ist vielmehr das Fehlen größerer Ladenlokale mit mehreren hundert Quadratmeter Verkaufsfläche. Das Fachmarktzentrum stellt einige Geschäfte vor große Herausforderungen. Allerdings bietet es auch eine große Chance für die Innenstadt, wenn es gelingt die Frequenz dort auch für die Kernstadt zu gewinnen. Ein erstes gemeinsames Projekt mit der Firma Segmüller, das angesprochenen Gutscheinheft, hat es im letzten Jahr bereits gegeben und das war sehr vielversprechend.

myheimat: Wie geht es beim Aktiv Ring Friedberg personell und strukturell weiter?

Daniel Götz: Wir konnten mit Manuel Weindl einen sehr fleißigen, gut ausgebildeten Mann für die Aktivitäten in der Innenstadt gewinnen, aktuell steigen unsere Mitgliedszahlen, vor allem in der Innenstadt wieder stark an. Ob und wie so eine Aufgabe weiterhin „nebenzu“ mit nur Aufwandsentschädigung zu leisten ist, darf bezweifelt werden. Zudem versuchen wir die Aufgaben durch die vorhin angesprochene enge Zusammenarbeit von Aktiv Ring, Verkehrsverein und Bürger für Friedberg auf mehrere Schultern zu verteilen und Kompetenzen zu bündeln. Der weitere Bereich „Aktiv Ring als Werbegemeinschaft“ hinkt hier noch etwas hinterher, ich erhoffe mir hier für 2018 aktuelle Impulse und bin sehr guter Dinge, dass wir im neuen Jahr, auch mit Unterstützung des Citymanagers, ein gutes Stück vorankommen.
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Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.friedberger | Erschienen am 19.12.2017
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