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"Liebe auf den ersten Blick": Friedberger feiern 50 Jahre Städtepartnerschaft

"Hurra, die Steirer kommen" - 50 Jahre Städtepartnerschaft - Der steirische Friedberger Bürgermeister Wolfgang Zingl überreicht das Gastgeschenk an unsere Friedberger. Der zwei Meter hohe und vier Tonnen schwere Stein ist „ein 300 Millionen Jahre alter Stein aus dem Wechsel, einem Gebirgsstock zwischen Niederösterreich und der Steiermark.
  Friedberg: Friedberg, Marienplatz |

Vier Tage feierten Bürgerinnen und Bürger aus Friedberg in Bayern und aus Friedberg in der Steiermark das 50. Jubiläum ihrer Städtepartnerschaft. Die Festtage waren geprägt von gegenseitiger Verbundenheit und vielen festlichen Höhepunkten.

In der Festschrift, zusammengestellt in Wort und Bild von Otmar Selder, ist die Partnerschaftsurkunde abgebildet, mit der am 15. August 1994 die seit 1966 bestehende Städtepartnerschaft offiziell begründet wird. Ein Fußballspiel im Rahmen eines Turniers führte die beiden Städte zusammen. Im Lauf der vielen Jahr sind persönliche Freundschaften untereinander gewachsen. Schon bei der Ankunft der ersten Steirer am Marienplatz war bei den Städtefreunden die große Freude auf das Wiedersehen zu spüren und zu sehen. Seit der ersten Stunde erlebt der bayerische Friedberger Komitee-Präsident Felix Reithemann die ständig wachsende Freundschaft. „Zu Beginn habe man ein wenig gefremdelt gegenüber“, so Reithemann, „das habe sich aber beim geselligen Zusammensein recht schnell erledigt.“

Am Donnerstag starteten die Festtage mit einem zünftigen Weißwurst-Frühschoppen, den die gut aufgelegten Musiker der Stadtkapelle Friedberg/Bayern umrahmten. Am Nachmittag begrüßte Friedbergs Bürgermeister Roland Eichmann die ersten Steirer, die zusammen mit Bürgermeister Wolfgang Zingl und Gattin Silvie am Marienplatz. Nach der Verteilung der Steirer Gäste in den Quartieren – viele Steirer wohnten bei Freunden im Haus der Friedberger Familien, ging es zum Festzelt auf dem Friedberger Marienplatz. Dort rockten zum heißen Sommernachmittag die Musiker der Band O-Tone. Am Abend startete eine große Dirndl- und Lederhosenparty mit der beliebten Aichacher Band CEFIX. Schnell hatten die versierten Musiker ihr Publikum auf ihrer Seite und nach kurzer Zeit wurden die ersten Bänke erklommen und die Stimmung war perfekt.

Nach dem Eintreffen der zweiten Steirergruppe luden die Hofmusikanten zum gemütlichen Beisammensein ins Festzelt. Zum Auftakt des Abends zeigten die Mädchen der Sportgymnastik ihr professionelles Können bei einer Show auf der Festzeltbühne. Auf den Höhepunkt des Abends hatten sich beider Städtepartner besonders gefreut: Das Steirer Ka(rl)barett bot eine große Show. Günther Holzer, Hannes Hofer und Karl Wappl brachten mit ihren durchaus „tiefsinnig gepfefferten“ Liedtexten aus ihrem aktuellen Programm „Auf Studienreise“ das Publikum zu Lachsalven und Beifallsstürmen. Zum Ausklang des Festabends unterhielt die Friedberger Bläsergruppe Men im Blech das Publikum.

Den Festsamstag stand unter dem Motto „Steirisches Weinfest“. Die Gäste aus der Steiermark servierten leckere Köstlichkeiten aus ihrer Heimat. Das „G‘sölchte“, herzhafte Brotzeitteller mit Wurstwaren aus der Steiermark und guter Wein bereiteten eine hervorragende Grundlage für ein Verweilen im ausverkauften Festzelt. Die Stadtkapellen aus Friedberg/Bayern und Friedberg/Steiermark, die Blechbläsergruppe Men in Blech machte musikalisch Stimmung im Zelt. Musikalischer Höhepunkt war der Auftritt der sympathischen Natascha. Das „Steirer Madl“ machte mit ihren modernen volkstümlichen Schlagern und Stimmungs- und Schunkelrunden zünftig Stimmung im Zelt. Erst nach vielen Zugaben konnte Natascha die Bühne verlassen. Zum Abschluss mischten sich die Musiker der steirischen Gruppe Cravallos unter das Publikum und ließen die Stimmung des Abends nicht abreißen.

Nach den Festgottesdienst am Sonntag morgen in der Friedberger Stadtpfarrkirche überreichte der steirische Bürgermeister Wolfgang Zingl das Gastgeschenk an unsere Friedberger. Der zwei Meter hohe und vier Tonnen schwerer Stein sei „ein 300 Millionen Jahre alter Stein aus dem Wechsel, einem Gebirgsstock zwischen Niederösterreich und der Steiermark. „Beständigkeit und Freundschaft solle der Stein ausdrücken“, so Zingl in seiner Rede. Das Loch in der Mitte solle die jetzt 51 jährge Partnerschaft symbolisieren und „den Blick für die Zukunft öffnen“. Für Bürgermeister Roland Eichmann sei der Stein ein „Fels in der Brandung, der Unzerstörbarkeit bedeutet.“ Das steirische Gastgeschenk soll künftig an der Treppe vom Steirer Berg zu Stadtmitte seinen Platz finden.

Beim anschließenden Festakt verabschiedeten sich die Friedberger von Ihren Freunden aus der Steiermark mit Festreden der Bürgermeister und den Komitee-Präsidenten beider Städte. Ergreifend war das vom steirischen Komitee-Präsidenten Roland Gressenbauer angestimmte Lied „Wahre Freundschaft“. Hand in Hand sangen die Friedberger Städtefreunde dieses Lied und es flossen bei vielen Besuchern im Festzelt Abschiedstränen. Mit einem gemeinsamen, beeindruckenden Konzert beider Stadtkapellen ging das Steiererfest zu Ende. Umarmungen zum Abschied und die Freude auf das 51. Freundschaftsfest im steirischen Friedberg waren überall zu sehen und zu spüren. Mit dem traditionellen Spruch „Schleicht‘s Eich, ihr Steirer!“ endeten die steirischen Festtage auf dem Friedberger Marienplatz.

Text: Franz Scherer
Bilder: FSeventfoto - Franz und Sabina Scherer
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.friedberger | Erschienen am 08.07.2017
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