Nachtwächtergang und Salzmuseum, der MTV Vorstand reist nach Lüneburg.

MTV Mitglieder auf der Brücke über die Ilmenau.
Nachtwächtergang und Salzmuseum, der MTV Vorstand reist nach Lüneburg.
MTV Engelbostel-Schulenburg

Um die Kommunikation untereinander zu fördern, unternimmt der MTV Vorstand mit Ehepartnern jährlich eine Wochenendfahrt. Berlin, Hamburg, Bremerhaven, Lübeck und Bremen waren in den vergangenen Jahren das Ziel. Dieses Jahr führte die Fahrt nach Lüneburg. Am Samstag, 18.10.2014 ging es mit 17 Teilnehmern in Richtung Norden. Das traditionelle kleine Frühstück vor der Abfahrt durfte nicht fehlen. Brigitte und Wolfgang Laas hatten es vor dem MTV Eingang bereitgestellt. In der Hansestadt angekommen, stand der Nachmittag stand zur freien Verfügung. Genügend Zeit also für einen Bummel durch die historische Altstadt. Beeindruckt ist man von der Architektur der vielen gut erhaltenen Giebelhäusern an den zentralen Plätzen „Am Sande“, „Am Marktplatz“ und in den Altstadtstraßen und -gassen. Herausragende Baudenkmäler wie das Lüneburger Rathaus, die Barockfassade des „Alten Kaufhauses“, der alte Hafen mit dem bekannten „Alten Kran, der Stintmarkt, Fischmarkt, die Abtsmühle und vieles mehr entdeckt man auf dem Rundgang. Und im Mälzer Brau- & Tafelhaus, einer Gasthausbrauerei mit jahrhundertealte Brautradition, war das Mittagessen für die Reisegruppe bestellt.
Am Abend wartete der Nachtwächter mit Laterne und furchterregender Hellebarde auf die MTVer. Er führte die Gruppe durch die romantischen Gassen der westlichen Altstadt und gab dabei interessante Einblicke in das Leben des 16. Jahrhunderts. Geschichten über das Salz, die Backsteinhäuser, die Rechtsgeschichte, die Lebensumstände der reichen und armen Lüneburger und vieles mehr. Über die Bürden und Freuden des damaligen Lebens erzählte er sehr anschaulich.
Das Salz war es, was die Stadt Lüneburg zur damaligen Zeit so unendlich reich, bedeutend und mächtig machte. Das erfuhr die Gruppe am nächsten Tag während ihres Besuchs im Deutschen Salzmuseum. Die Führung leitete ein Historiker, der den ganzen Werdegang der Saline, von der Entstehung bis zur Stilllegung erläuterte. Vor 1000 Jahren wurde das Salz entdeckt. Es war in einer Sole ( 25 % Salzgehalt ) gebunden und durch Siedevorgänge in Siedepfannen herausgefiltert. Die Pächter und Betreiber, die sogen. „Sülzbegüterten, und „Sülfmeister“, waren reichsten Familien in der und bildeten allein den Stadtrat. Die Arbeiter mussten unter äußerst harten Bedingungen die Sole aus 30 m Tiefe an die Oberfläche buckeln. Später ersetzte man körperliche Arbeit durch eine Hebevorrichtung. Ein Wasserrad an der Ilmenau übertrug die Bewegung über ein Pendelgestänge durch ganz Lüneburg bis zur Hebevorrichtung in der Saline. Das hergestellte Salz (das „weiße Gold“) wurde zu Zeiten der Hanse nach Lübeck und bis in den Ostseeraum hinein exportiert. „Salz ist die Grundlage allen Lebens“, ergänzte der Museumsführer. Nach dem Besuch trat die Gruppe die Heimreise an.
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