Karsamstag - Eine Fahrt ins "GELBE" - Impressionen einer Radtour zum Wietzesee und SPARC-Gebiet - Betrachtungen und Entdeckungen - Zwischen Raps und Osterfeuern...

Doppeltes Osterfeuer! Osterfeuer am Waldsee - Krähenwinkel und gleichzeitig zeigt die Sonne ihr "himmlisches Osterfeuer".
  Langenhagen: SPARC-Gebiet |

Am Karsamstag war das Ziel meiner Nachmittagsradtour wieder einmal die Natur rund um Langenhagen. Als Kernziel hatte ich den renaturierten Abschnitt der Wietze im sogenannten SPARC-Gebiet - mit seinem Aussichtsturm - gewählt.
Das SPARC-Projektgebiet (Strategic PArtnerships in River Corridors/ wir können es frei als strategische Partnerschaft in Flussgebieten übersetzen) soll unter anderem helfen, gefährdete Vogelarten wie z.B. den Kiebitz durch den Erhalt adäquater Lebensräume zu retten. Im Zuge des von der Europäischen Union geförderten Projektes werden Flussauen reaktiviert, um Überflutungsgefahren zu reduzieren.

In Langenhagen wurden Ackerflächen in Feuchtwiesen mit Tümpeln umgewandelt und die Wietze darf dort wieder in ihrer ursprünglichen Form in Mäandern fließen.

Voller Spannung und freudiger Erwartung rätselte ich, welche Tiere mir wohl an diesem Tag, während meines Streifzuges durch die Natur begegnen würden.

Doch zunächst überquerte ich erst einmal die Hundeauslauffläche im Wietzepark, die auch an diesem Tag wieder von einer Vielzahl bunt gemixter Hunderassen verschiedenster Herkunft mit ihren Herrchen und Frauchen besucht wurde.
In nördlicher Richtung fuhr ich nun auf den Wietzesee zu.
Auf dem Fußweg direkt entlang des Sees wurde das Rad geschoben, um die Seebewohner und Pflanzen in Ruhe beobachten zu können.
Doch die ersehnte Ruhe wollte zunächst nicht eintreten, denn auf dem am Wietzesee gelegenen Wurfscheibenschießstand des SV Kaltenweide fand an diesem Nachmittag noch ein aktiver Schießbetrieb mit entsprechenden akustischen Auswirkungen statt...
Ein Blick auf den See lohnte sich dennoch. Neben Blässhühnern konnten auch Haubentaucher-Paare beobachtet werden.
Bei näherer Betrachtung durch das Objektiv der Kamera zeigte sich, dass das scheinbar kinderlose Pärchen doch Nachwuchs hatte.
Wie bei den Haubentauchern üblich verbarg ein Jungvogel sich gut getarnt im Rückengefieder eines Elterntieres.
Nur von Zeit zu Zeit lugte sein gestreiftes Köpfchen hervor, um sich ein leckeres Häppchen in den Schnabel schieben zu lassen oder neugierig die Umgebung zu beobachten (Bild Nr. 5 und Nr. 6).

Am Ende des Sees verlässt man über einen Erdwall das Ufer und unterquert die Bahnlinie.
Doch dieses Mal empfing den Spaziergänger oder Radler beim Heraustreten aus der Unterführung ein unbeschreiblicher Anblick.
Fast wurde man geblendet vom Strahlen des - soweit das Auge reichte - sich erstreckenden Rapsfeldes.
Wie eine Insel ragte der hölzerne Aussichtsturm aus dem satt gelb leuchtenden Blütenmeer.
Dort am Turm angekommen bot sich ein freier Blick in alle Himmelsrichtungen. Deutlich wahrnehmbar waren rundherum die Rauchsäulen der in den umliegenden Ortschaften auch schon am Karsamstag entzündeten Osterfeuer.
Am kleinen See ruhten mehrere Nilgänse und eine Graugans.
Auch die Kibitze zeigten sich in diesem für sie geschaffenen Lebensraum.
Sie machten durch ihr typisches Flugbild mit der weißen Unterflügeldecke und dem kontrastierenden Schwarz des übrigen Flügels und ihrer unsteten Flugweise auf sich aufmerksam. Unverkennbar ist auch ihr typischer Ruf im Flug.
Durch seinen lauten Ruf, lenkte auch ein prächtiges, kurzzeitig im Blickfeld des aufmerksamen Beobachters erscheinendes, Jagdfasanen Männchen die Aufmerksamkeit auf sich.
So plötzlich wie er auftrat war er auch schon wieder in der Deckung des Uferrandbewuchses verschwunden.
Die untergehende Sonne zeigte an diesem Abend ein besonders schönes, faszinierendes Abendschauspiel, ein für jedermann sichtbares "Himmlisches Osterfeuer".
Auf dem, mit einsetzender Dämmerung, angetretenen Rückweg sah ich rechter Hand das am Waldsee entzündete Osterfeuer, welches direkt mit dem Sonnenuntergang zu konkurrieren versuchte (Bild Nr. 1 bis Nr. 3). Die vom vergangenen Jahr liegengebliebenen Strohrollen wurden von den Kindern als willkommener Kletterplatz genutzt.
Ich wünsche viel Freude beim Betrachten der Bilder und beim Lesen des Berichtes über meinen Karsamstagsausflug.
Auch ich freue mich schon auf die nächste Gelegenheit, denn auf dieser Route gibt es immer wieder interessante Naturerlebnisse und Beobachtungen.
Von Libellen, Rebhühnern, Greifvögeln, einer Vielzahl von Schmetterlingen und sogar dem Eisvogel kann nach einem Besuch in diesem Gebiet berichtet werden.
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14 Kommentare
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Günter Hoolmann aus Bad Arolsen | 23.04.2014 | 18:37  
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Ute Kohler aus Fürstenfeldbruck | 23.04.2014 | 18:57  
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 23.04.2014 | 20:43  
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Shima Mahi aus Langenhagen | 23.04.2014 | 21:41  
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R. S. aus Lehrte | 23.04.2014 | 22:00  
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