Jessica Lindermeir - Friedberger Konditorin mit Auszeichnung

Rudolph-Cupcakes - Das Rezept für diese süße Verführung hat Konditorin Jessica Lindermeir exklusiv für unsere myheimat-Leserinnen und Leser zubereitet.
 
Konditorin Jessica Lindermeir (rechts) im Gespräch mit myheimat-Reporterin Sabina Scherer
Friedberg: Stadt |

Die hervorragenden Leistungen der Friedberger Konditorin Jessica Lindermeir wertete die Jury der Handwerkskammer für Schwaben mit dem ersten Platz. Gegen vier Konkurrenten wurde Kammersiegerin Jessica kurz darauf im Landeswettbewerb der Handwerkskammern zweitbeste Konditorin Bayerns.

Ein Stipendium zur Ausbildung zur Konditorenmeisterin ist der krönende Abschluss dieser erfolgreichen Teilnahme an den Wettbewerben. myheimat-Reporterin Sabina Scherer sprach mit der sympathischen Konditorin über ihr süßes Handwerk. Für die Leserinnen und Leser von myheimat gibt es von der Konditorin ein exklusives Rezept für die kommende Advents- und Weihnachtszeit.

Sabina Scherer: Frau Lindermeir, was fasziniert sie so sehr am Backen um dies so zu perfektionieren und Sie nahe dran sind, beste Konditorin Bayerns zu werden?

Jessica Lindermeir: Das faszinierende am Backen ist, seiner eigenen Kreativität keine Grenzen setzen zu müssen. Die Verwendung von Schokolade, Zucker oder den vielen anderen Zutaten beim Backen bietet mir immer wieder neue Ideen, meine Ziele etwas höher zu stecken. Bei den Vorbereitungen zu den Wettbewerben hatte ich die großartige Unterstützung durch meinen Mentor, Konditormeister Karl Schenkel aus Haunstetten. Der Beruf der Konditorin ist ein ständiger Lernprozess, wie in jedem anderen kreativen Beruf. Beim Konditorenhandwerk ist das Lernen ein wenig süßer.

Sabina Scherer: Was muß bei den Meisterschaften im einzelnen gebacken werden?

Jessica Lindermeir: Bei den Landesmeisterschaften werden in der Zeit von neun Stunden hohe Anforderungen gesetzt. Zwei Sahnetorten waren herzustellen, die anschließend überzogen werden mussten. Auf einer Torte war ein Schaustück zu platzieren - ich habe eine idyllische Pilzlandschaft aus einer Zuckermasse modelliert. Die andere Torte sollte ausgarniert sein für den Ladenverkauf. Vier Marzipanfiguren waren zu fertigen, kleine Sahnetörtchen und 15 verschiedene Pralinen. Bewertet werden am Ende der Geschmack, die handwerkliche Qualität, die Präsentation und die Kreativität in der Umsetzung der geforderten Aufgaben.

Sabina Scherer: Was ist denn schwieriger für Konditoren, diese feine Handwerkskunst oder die Kreativität, ständig Neues zu erfinden oder Klassiker neu zu interpretieren?

Jessica Lindermeir: Die Kreativität, das immer wieder neue erfinden von Zusammensetzungen, Präsentationen und Nuancen im Geschmack des Backwerks. Seinen eigenen Stil zu finden ist die echte Herausforderung des Konditorenberufs. Das Können im Backhandwerk ist Voraussetzung.

Sabina Scherer: Was würden Sie jemandem sagen, der diesen Beruf lernen will?

Jessica Lindermeir: Ich empfehle, sich in mehreren Betrieben umzuschauen und dort mehrere Tage im laufenden Betrieb mit zu arbeiten. In Großbetrieben und kleinen Handwerksbetrieben sind die beruflichen Anforderungen sehr unterschiedlich. In den Ausbildungsjahren sind die Aufgabenstellungen oft grenzwertig und es überwiegen dann für den Azubi im Betrieb schnell die Reinigungsarbeiten an Stelle der fundierten Ausbildung.

Sabina Scherer: Sie müssen in der Backstube täglich naschen. Essen Sie gerne Gebäck?

Jessica Lindermeir: Nach einem ganzen Tag Backstube ist mir persönlich ein Stück herzhafte Wurst schon lieber. Bei Schokolade allerdings kann ich einfach zu keiner Zeit nein sagen. Bei Pralinen bin ich dann restlos verloren und muss mich den schmelzenden Verführern einfach ausliefern.

Frau Lindermeir, danke für diese interessante Unterhaltung. Sie werden heute für unsere myheimat-Leserinnen und Leser ein Rezept zum Nachmachen präsentieren. Was werden wir jetzt sehen?

Jessica Lindermeier: Passend zur kommenden Adventszeit backen wir Rudolph-Cupcakes. Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern schon heute eine schöne, süße und leckere kommende Jahreszeit.

Rezept Rudolph - Cupcakes

Die Bilder zum Rezept sind im Beitrag als Bild 1 bis Bild 36 numeriert.

Zutaten für 12 Cup-Cakes:

Für die Teigmasse:
100 g Butter
100 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
1 Prise Salz
2 Eier
200 g Weizenmehl
20 g Kakao
1/2 Pck. Backpulver
60 g Milch
50 gr Zartbitterschokolade (Drops)

Für das Topping - damit aus Muffins Cup-Cakes werden:
80 g Zartbitterschokolade
80 g Vollmilcheschokolade
60 g Butter
120 g Puderzucker
3 EL Kakao
250 g Creme fraiche

Für die Dekoration:
50 g rot eingefärbtes Marzipan
weiße Zucker- / Crunchyperlen
50 g Zartbitterschokolade

Zubereitung Muffins:
Butter mit Zucker, Vanillezucker und Salz schaumig schlagen. Zwei Eier nach und nach zugeben. Jedes Ei ca. eine Minute rühren. Weizenmehl, Kakao und Backpulver trocken mischen und mit Milch kurz unter die Schaummasse rühren. Die Zartbitter-Schokoladendrops unter den Teig heben. Muffinblech mit Papierförmchen auslegen und gleichmäßig mit Teig befüllen. Muffins bei 180 Grad Ober-/Unterhitze 20 bis 25 Minuten backen.

Während der Backzeit, 50 g Schokodrops (oder Kuvertüre) schmelzen und damit aus der feinen Spritztülle Rudolphs Geweihe auf die Folie der Vorlage auftragen. Abkühlen lassen und anschliessend mit einem Messer von der Folie abheben.

Zubereitung Topping:
Zartbitterschokolade und Vollmilchschokolade zerkleinern (oder Drops verwenden), mischen und schmelzen. Weiche Butter unter die geschmolzene Schokolade rühren. Puderzucker und Kakao mit der Creme fraiche verrühren. Schokoladen-Buttermasse zur Creme fraiche geben und gründlich unterrühren. Die Masse in eine Spritztülle geben und auf die Muffins auftragen. Auf den jetzt entstandenen Cupcakes mit Marzipan, den Schokogeweihen und Crisby-Perlen Rudolphs Gesicht formen.

Rezept: Jessica Lindermeir
Text: Franz Scherer
Redaktion: Sabina Scherer
Bilder Franz Scherer, Jessica Lindermeir - alle Rechte vorbehalten.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.friedberger | Erschienen am 08.11.2014
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2 Kommentare
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 25.10.2014 | 14:02  
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Ursula Schriemer aus Greifenberg | 25.10.2014 | 19:53  
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