Friedberger Wochenmarkt: Seit 40 Jahren eine Institution

Dritte Bürgermeisterin Martha Reißner (links) und Marktmeister Hans-Jürgen Trinkl (rechts)
Gleich zu Beginn der Jubiläumsfeierlichkeiten outet sich Martha Reißner als Fan des Friedberger Wochenmarktes. „Die Leute kennen sich hier untereinander. Ich komme jeden Freitag gerne hierher“, schwärmt Friedbergs Dritte Bürgermeisterin von der familiären Einkaufsatmosphäre. Marktmeister Hans-Jürgen Trinkl steht – ebenfalls strahlend – neben Martha Reißner und genießt das einzigartige Flair.

Entgegen den Prognosen spielt auch das Wetter mit. Ein weiß-blauer bayerischer Himmel wie im Bilderbuch umrahmt das bunte Markttreiben an diesem festlichen Tag. Vieles ist wie immer. Die Fieranten unterhalten sich fachkompetent und beinahe freundschaftlich mit ihren langjährigen Kunden. Die Besucher der Stände probieren Käse, Obst sowie verschiedene Brotsorten- und aufstriche. Alles wie gehabt. Und doch ist etwas anders an diesem Freitag. In unmittelbarer Nähe des Marienbrunnens setzt schmissige Blasmusik ein. Paul Peschke und seine Musikanten spielen den Marsch „Schloss Leuchtenburg“. Die Klänge verbreiten sich nach und nach über den gesamten Marienplatz und locken mehr und mehr Besucher an.

Martha Reißner greift zum Mikrophon und erinnert an die Anfänge des Wochenmarktes im Jahr 1976 in der Jungbräustraße. Die Dritte Bürgermeisterin hebt das reichhaltige Angebot des Marktes und seine Funktion als soziale Begegnungsstätte hervor. Kommunikation, Austausch, Wissensvermittlung – Das ist auch die Stärke von Rudolf Reffler. Der 79-Jährige aus Krugzell im Allgäu zeigt heute zum Jubiläum „40 Jahre Friedberger Wochenmarkt“, wie man Bergkäse herstellt. An seinem eigens für den festlichen Anlass aufgebauten Schaukäserei-Stand der Schönegger KäseAlm erklärt er Interessierten, was es mit Trockenmasse, den Löchern im Emmentaler und dem Kupferkessel auf sich hat. Der sei nicht nur wegen seiner wärmeleitenden Funktion wichtig, sondern auch für den gewünschten nussigen Geschmack des Käses verantwortlich. Temperatur spielt eine wichtige Rolle bei der Käseherstellung. Deshalb platziert Rudolf Reffler das Thermometer sorgfältig an der richtigen Stelle im Kessel. Seit über 60 Jahren ist Reffler in diesem Beruf tätig. Damit übertrifft er sogar das Alter des Friedberger Wochenmarktes.
1
1
1
0

Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.friedberger | Erschienen am 01.10.2016
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.