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Gemeinsamer Urlaub mit dem "Feind" im Bett: Schnarchen

Nächtliches "Sägen" kann für den Partner nervig sein (Foto: Initiative proDente e.V. Köln)
 
Schnarchen kann aber auch zu schweren, oftmals lebensbedrohlichen Komplikationen führen (Foto: Initiative proDente e.V. Köln)
Erste Signale ernst nehmen!

Die Kreisstelle Marburg der Landeszahnärztekammer Hessen (LZKH) greift ein Thema auf, das für die Betroffenen zu einer schweren, ja sogar lebensbedrohlichen Belastung werden kann: Das Schnarchen.
Jeder dritte Mann und jede fünfte Frau schnarcht. Im Urlaub kann Schnarchen zum echten Problem werden. Wer will schon die schönste Zeit des Jahres in getrennten Hotelzimmern verbringen? Sie rasseln, röhren, sägen und schnauben durch die Nacht und rauben ihren Partnern den erholsamen, verdienten Schlaf im Urlaub. Denn Schnarchen ist ein nerviges Geräusch. Manch einer bringt es gar auf 90 Dezibel – so laut wie ein vorbeifahrender Lastwagen. Schnarchen kann aber nicht nur zum Urlaubskiller werden.


Schnarchen macht manchmal sogar krank.
Rund zwei Millionen Menschen in der Bundesrepublik leiden unter der sogenannten „Schlafapnoe“. Sie bezeichnet ‚krankmachendes Schnarchen’, welches mit Atemstörungen verbunden ist. Um gezielter gegen das Phänomen Schnarchen anzugehen, sollten zahnmedizinische Erkenntnisse zur Behandlung des Schlafapnoe - Syndroms eingesetzt werden.
Die Behandlung des Syndroms ist dringend angezeigt. Neueste internationale wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen heute übereinstimmend, dass die Atemaussetzer zu einem dramatischen Abfall der Sauerstoffsättigung im Blut sowie der Herzfrequenz und zum Anstieg des Blutdrucks führen können. Manche Menschen haben über 50 Atemaussetzer in der Stunde.

Zahnschienen schützen vor Langzeitschäden:
Die milde Form der Schlafapnoe wird zunehmend mit einem intraoralen Schnarch-Therapie-Gerät in der zahnmedizinischen Praxis behandelt. Diese Hilfsmittel sind Zahnschienen aus durchsichtigem Kunststoff, ähnlich wie ein Sportler-Mundschutz. Der spezialisierte Zahnarzt sucht für den Patienten den geeigneten Schienentyp aus und nimmt einen Gebissabdruck. Anschließend wird das Gerät individuell im zahntechnischen Labor hergestellt. Es wird nachts im Mund getragen um zu verhindern, dass die Zunge nach hinten sinkt und die im Schlaf erschlaffte Rachenmuskulatur kollabiert. So kommt es nicht zu einer Einengung oder sogar zum zeitweiligen Verschluss der Atemwege.

Krankenkassen übernehmen manchmal Kosten:
Das konsequente nächtliche Tragen der Schienen reduziert Folgen wie Herz-, Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen und Bluthochdruck. Um Nebenwirkungen, wie z.B. Veränderungen der Front- und Seitenzähne auszuschließen, müssen prophylaktische Maßnahmen durchgeführt werden. Die Gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten ganz oder teilweise nach vorheriger Antragsstellung, der ein Kostenvoranschlag sowie ein schlafmedizinischer Befund beigefügt sein müssen.

Erste Signale ernst nehmen!
Erste Anzeichen einer Schlafapnoe sehen Schlafmediziner in einem rauen Hals, morgendlichen Kopfschmerzen, aber auch in nächtlichem Schwitzen und Herzrasen. Leitsymptom ist die Tagesmüdigkeit. Durch den von vielen Weckreaktionen auf die Atemaussetzer unterbrochenen Schlaf, schlafen die Betroffenen nicht erholsam. Die Folge sind Konzentrationsstörungen und verminderte Leistungsfähigkeit am Tage.

Weitere Informationen erhalten „Schnarch“-Patienten von ihrem Hauszahnarzt oder der telefonischen Patientenberatung der Landeszahnärztekammer Hessen 069 427275-169.


Kontakt: Landeszahnärztekammer Hessen Annette C. Borngräber Rhonestr. 4, 60528 Frankfurt 069 427275-114 E-Mail: borngraeber@lzkh.de Internet: www.lzkh.de
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