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Facetten Arabiens und des Islam

Wann? 27.08.2012 17:15 Uhr bis 27.08.2012 23:30 Uhr

Wo? Zuhause, Rue de Bischwiller, 67410 Drusenheim FRauf Karte anzeigen
Medizin und Pharmazie nahmen einen großen Stellenwert in der arabischen Forschung ein
 
Das Astralabium (13.Jahrhundert) ermöglichte mit seinen auswechselbaren Scheiben das Auffinden von Gestirnen an unterschiedlichen Standorten
 
Frauen im Islam - der Koran beschrieb die Sinneslust in anregender Weise
Drusenheim (Frankreich): Zuhause | Arabien und der Islam - das war eine Hochkultur bis ins späte Mittelalter und hat unsere Kultur und Wissenschaft wesentlich geprägt; in diesem Bereich stammen viele Worte der deutschen Sprache aus dem Arabischen.

3-Sat widmet den Facetten des Isalm einen Themenabend, bei dem aber auch die kritische Diskussion über den Islam in unserer heutigen Gesellschaft nicht fehlt.

Montag, 27. August

17:15
Sieben Stätten der muslimischen Welt


Sechs jungen Menschen pilgern nach Mekka. Alle kommen sie aus Orten, deren Moscheen zu den schönsten und geschichtsträchtigsten der Welt gehören. Die Dokumentation "Sieben Stätten der muslimischen Welt" erzählt die Geschichte und die Botschaft des Islams anhand der Pilgerfahrt von sechs jungen Menschen nach Mekka. Die Erzählung beginnt bei der Vorbereitung der einmaligen Reise im Leben eines Muslims, verfolgt den Abschied von der Familie und die Reise nach Saudi-Arabien zum Geburtsort des Propheten Mohammed.

18:10
Der Prophet und die Frauen


Lange Zeit wurde der Islam des Propheten Mohammed mit Schönheit, Sinnlichkeit und Sexualität in Verbindung gebracht. Das frauenfeindliche Image, das dieser Religion heute vielfach anhaftet, steht im Widerspruch zu diesem jahrhundertealten Geschlechterbild.
Die Dokumentation "Der Prophet und die Frauen" lässt Historiker, Islam-Forscher und moderne muslimische Intellektuelle zu Wort kommen. Sie erzählen die faszinierende Geschichte von Mohammed und den Frauen und zeichnen ein differenziertes Rollenbild der Frau im Islam.

18:50
Unter dem Schleier - Liebe, Lust und Sünde im Islam


Der Islam kennt eine Vielzahl an erotischen Gedichten, Handbüchern und Texten - und sogar sehr explizite Stellen im Koran. Der Islam verbietet es sogar, den Sexualtrieb zu unterdrücken und bietet ein umfangreiches Regelwerk zur Ausübung des Liebesspiels. Die allgemeinen Vorstellungen von orientalischer Sexualmoral pendeln heute zwischen den verführerischen Bauchtänzerinnen und Haremsdamen aus "Tausendundeine Nacht" und dem Bild der verborgenen Burka-Trägerin. Die wenigsten Menschen im Westen wissen, dass der Islam eine sehr sinnliche Religion ist, in der auch den Frauen rechtlich eine befriedigende Sexualität zugesagt wird.
Die Dokumentation "Unter dem Schleier - Liebe, Lust und Sünde im Islam" aus der ORF-Reihe "Kreuz & Quer" analysiert die islamischen Moralvorstellungen und zeigt, dass Glauben und Lust im Islam kein Widerspruch sind.

19:30
Wohin treibt der Islam?


Im Zeitalter der Globalisierung sind die islamische und die christlich geprägte Welt untrennbar miteinander verwoben. Europa ist eine der gemeinsamen Schnittstellen. Allein in Deutschland leben über vier Millionen Muslime. Die Vorbehalte gegenüber dem Islam sind aber nach wie vor riesig. Nach einer Umfrage aus dem Jahr 2006 waren über 80 Prozent der Befragten überzeugt, dass der Islam fanatisch sei, und 60 Prozent waren der Meinung, er sei undemokratisch. Wie fanatisch ist der Islam wirklich, und passen Demokratie und Islam zusammen? Wie ist das Zusammenleben von Muslimen und Nichtmuslimen möglich, welche Chancen und welche Schwierigkeiten ergeben sich beim Aufeinandertreffen der beiden Kulturen?
Die Dokumentation "Wohin treibt der Islam?" lässt Muslime und Nichtmuslime zu Wort kommen, die Antworten auf diese Fragen geben können. Es entsteht ein differenziertes und vielgesichtiges Bild des Islam jenseits gängiger Klischees, das auch zeigt, wie in Zukunft ein zeitgemäßer Islam in Deutschland aussehen könnte. Aber es geht nicht nur um das Versuchsfeld Europa: Um dem Islam als Weltreligion gerecht zu werden, wird dieser Fokus bereichert und ergänzt durch Entwicklungen, wie sie unter anderem in Ägypten und Indonesien stattfinden.

20:15
Mein Bruder, der Islamist


2009 erfuhr der Dokumentarfilmer Robb Leech aus der Zeitung, dass sein Stiefbruder Rich zum Islam konvertierte und unter dem Namen Salahuddin mit den Jihad-Fundamentalisten sympathisierte. Geschockt über diesen Artikel und die radikalen Aussagen seines Bruders begab sich Robb Leech auf die sehr persönliche Suche nach den Motiven seines Bruders, sein Leben derart radikal zu ändern: Wie konnte dieser Mann, der einst sein großes Vorbild in Teenager-Zeiten war, all seine kulturellen und familiären Werte über Bord werfen und zu einem radikalen Islamisten werden? Während der zwölfmonatigen Dreharbeiten versuchte Robb Leech zugleich das Phänomen zu ergründen, warum immer mehr - vor allem weiße junge - Männer vom Islam fasziniert sind.
In "Mein Bruder, der Islamist" dokumentiert Robb Leech seine Suche nach den Motiven seines Bruders zum Islam zu konvertieren.

21:15
live - Die 3sat-Debatte Die These: Der Islam passt zu unseren westlichen Werten


Mit Gesine Schwan (Präsidentin der Humboldt-Viadrina
School of Governance, ehem. Bundespräsidentschafts-
kandidatin), Tarafa Baghajati (ehrenamtlicher Imam und
Mitbegründer der Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen),
Hamed Abdel-Samad (Historiker und Autor) und
Dr. Michael Schmidt-Salomon (Philosoph, Vorsitzender der
Giordano-Bruno-Stiftung)
Moderation: Theo Koll

"Die 3sat-Debatte" bringt die britische Debattenkultur nach Deutschland - aus dem Zollernhof des Berliner ZDF-Hauptstadtstudios live gesendet und von Theo Koll moderiert. Dem früheren London-Korrespondenten des ZDF und Liebhaber britischer Kultur ist "Die 3sat-Debatte" eine Herzensangelegenheit: "Wenn Sie bei uns im Bundestag langweilig reden, ist das kein Mangel. Wenn Sie in Großbritannien eine Dinner Speech ohne entsprechende rhetorische Brillanz halten, können Sie sich auch gleich in die Essgabel stürzen."
Die streitbare These dieser Debatte lautet: "Der Islam passt zu unseren westlichen Werten". Ist der Islam mit Demokratie und Menschenrechten vereinbar? Werden Muslime aus Angst vor Fundamentalisten missverstanden und diskriminiert? Ist der Islam wirklich ein Teil von Deutschland? Hat nicht nur das Christentum unsere abendländische Kultur geprägt, sondern auch der Islam? Ganz in der Tradition der Universitäten von Oxford und Cambridge werden sich zwei Redner für und zwei Redner gegen die These einen geistreichen und klugen Schlagabtausch liefern. "Ich sehe den Sinn darin, dass man Gehirne öffnet", so Moderator Koll. "Jeder hat ein Urteil und ein Vorurteil zum Thema Islam, aber sich für vernünftige und auch extreme Positionen zu öffnen, darin liegt für mich der Reiz." Das Besondere an der Debatte: Zur Beginn darf jeder Redner seine Position in einer fünfminütigen Rede vorbringen und dabei versuchen, das Publikum von seinen Argumenten zu überzeugen. Die Zuschauer haben anschließend 20 Minuten lang die Gelegenheit, Fragen zu stellen und Kommentare zu äußern. Zweimal dürfen sie außerdem abstimmen: vor und am Ende der Debatte - im Studio oder im Internet, wo die Sendung live gestreamt wird. Dabei zeigt sich, wer die besseren Argumente hat. Für die These sprechen die Präsidentin der Humboldt-Viadrina School of Governance und ehemalige Bundespräsidentschaftskandidatin Gesine Schwan sowie der Österreicher syrischer Abstammung Tarafa Baghajati, der ehrenamtlicher Imam und Mitbegründer der Initiative muslimischer ÖsterreicherInnen ist. Gegen die These argumentieren der deutsch-ägyptische Historiker und Autor Hamed Abdel-Samad sowie der Philosoph und Vorsitzende der Giordano-Bruno-Stiftung, Dr. Michael Schmidt-Salomon.

22:15
Hüllen


Die 49-jährige Emel Zeynelabidin kam als Baby mit ihrer Familie aus der Türkei nach Deutschland. Seit dem ersten Tag ihrer Menstruation wurde sie von den Eltern angehalten, ein Kopftuch zu tragen. Zunächst tat sie das auch. Doch nach 30 Jahren legte die gläubige Muslimin es ab, brach mit dem traditionellen Selbstverständnis ihrer Familie und verließ Mann und Kinder. Mit ihren öffentlichen Auftritten brachte sie ihre Familie und die deutsche islamische Gemeinde in Aufruhr. Die Mutter von Emel Zeynelabidin wuchs im modernen Istanbul der 1940er und 1950er Jahre auf. Sie liebte das Tanzen und die jungen Männer. Nach der Heirat zog sie auf Wunsch ihres Mannes das Kopftuch an. Heute, 52 Jahre später, trägt sie es immer noch. Die 26-jährige Tochter von Emel wiederum ist in Deutschland geboren und trägt das Kopftuch aus Überzeugung.

Die Dokumentation "Hüllen" erzählt die Familiengeschichte von drei muslimischen Frauen dreier Generationen im Spannungsfeld kultureller, religiöser und politischer Überzeugungen. Im Mittelpunkt steht die 49-jährige sechsfache Mutter Emel Zeynelabidin. Emel erzählt ihre Geschichte im Kontext familiärer und politischer Ereignisse. Von den Freiheiten, die sie sich erobert hat, aber auch von Isolation, Verleumdungen und Drohungen, denen Musliminnen ausgesetzt sind, wenn sie sich gegen das Kopftuch entscheiden.
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12 Kommentare
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Peter Perrey aus Neustadt am Rübenberge | 21.08.2012 | 22:00  
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Edgard Fuß aus Bühl | 21.08.2012 | 22:20  
5.403
Johanna M. aus Stemwede | 21.08.2012 | 22:31  
27.555
Heike L. aus Springe | 21.08.2012 | 22:37  
59.223
Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 21.08.2012 | 22:46  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 21.08.2012 | 22:47  
32.492
Peter Perrey aus Neustadt am Rübenberge | 21.08.2012 | 23:10  
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Sigrun Stoellger aus Langenhagen | 21.08.2012 | 23:29  
27.555
Heike L. aus Springe | 22.08.2012 | 05:13  
8.026
Edgard Fuß aus Bühl | 22.08.2012 | 11:59  
32.492
Peter Perrey aus Neustadt am Rübenberge | 22.08.2012 | 16:08  
8.026
Edgard Fuß aus Bühl | 30.08.2012 | 09:15  
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