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Auf dem Prüfstand: Wie die Stadt Neusäß sich um ihre freiwilligen Feuerwehren kümmert

Das Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Ottmarshausen
Das Feuerwehrgerätehaus in Ottmarshausen wird derzeit umgebaut. Insgesamt 100.000 Euro nimmt die Stadt Neusäß in die Hand, um das Gebäude aus dem Jahr 1974 zeitgemäß herzurichten.

Vorbei sind die Zeiten, in denen auf Bierbänken Theorie gebüffelt wurde. Es entstehen neue Räume für Schulungen und Fortbildungen sowie ein Büro für die Kommandanten. Außerdem werden neue Sanitärräume für Mädchen und Frauen geschaffen, da seinerzeit die Feuerwehr als reine Männerfeuerwehr konzipiert wurde. Gerade in Ottmarshausen engagieren sich verhältnismäßig viele weibliche Ehrenamtliche bei der Feuerwehr, so Bürgermeister Richard Greiner. Des Weiteren soll es künftig einen Jugendraum geben. Greiner freut sich, dass die Mitglieder der Feuerwehr beim Umbau mit anpackten. In Eigenleistung kümmerten sie sich im Oktober letzten Jahres um die Abrissarbeiten.

Grundlage für diese Maßnahmen ist der Feuerwehrbedarfsplan aus dem Jahr 2013. Quintessenz dessen ist, dass die acht freiwilligen Stadtteilfeuerwehren erhalten werden müssen, damit im Notfall zeitnah Rettung naht. Die nächste Berufsfeuerwehr ist in Augsburg. Bis diese bei einem Brand vor Ort wäre, würden wertvolle Minuten verlorengehen.

Der Bedarfsplan fußt auf drei Säulen: Freiwillige, Löschfahrzeuge und Gerätehäuser. Laut Greiner bemüht sich die Stadt, den Herausforderungen in allen Bereichen gerecht zu werden. 2016 initiierte die Stadt zusammen mit allen acht Stadtteilfeuerwehren eine Nachwuchskampagne, die Früchte trage. Ebenfalls im letzten Jahr bekamen die Feuerwehren drei neue Löschfahrzeuge, zwei weitere sollen – wenn die Hersteller die Lieferfristen einhalten – bis Ende des Jahres folgen. Derzeit ist die Stadt dabei, den Zustand der Gerätehäuser zu überprüfen und gegebenenfalls, wie es momentan in Ottmarshausen ist, wiederherzustellen. „Größere und kleinere Baumaßnahmen“ sind hier erforderlich. In Täfertingen ist beispielsweise demnächst ein Treppeneinbau geplant. Danach stehen die Gerätehauser in Alt-Neusäß und Westheim auf dem Prüfstand.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.neusässer | Erschienen am 01.04.2017
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