„Living in a box“: Kapselhotels am Münchener Flughafen

In Japan existieren die sogenannten Kapselhotels, die meist weniger als 5 Quadratmeter groß sind, schon seit über 30 Jahren. Dort werden die meist in Rotlichtvierteln oder in der Nähe von Bahnhöfen gelegenen Kabinen meist von Pendlern oder betrunkenen Geschäftsleuten in Anspruch genommen. Jetzt schwappt der Trend auch nach Europa über. Am Flughafen in München existieren bereits einige Kabinen.

An zwei Standorten am Münchener Flughafen befinden sich die Schlafkabinen der Firma "napcabs". Dort können Reisende, deren Flug gestrichen wurde oder die eine längere Zeit bis zum Start ihres Anschlussfluges überbrücken müssen, kurzfristig ein wenig Ruhe und Privatsphäre inmitten der Hektik des Münchner Flughafens erlangen. Momentan ist die Installation von vier weiteren Kabinen bereits geplant. Was in asiatischen Großstädten längst Usus ist, findet damit nun auch bei uns in Europa Anwendung. Andere Kapselhotels befinden sich beispielsweise in den Londoner Flughäfen Heathrow und Gatwick sowie in Amsterdam-Schiphol.

In München wird höherer Komfort geboten als in Asien
Die Kabinen beinhaltet ein Bett mit einer Länge von 2 Metern und einer Breite von 80 Zentimetern. Außerdem steht ein Arbeitsplatz mit den Maßen 65 mal 50 Zentimeter zur Verfügung. In der Kabine befindet sich auch ein Touchscreen, der Videos und Musik abspielen kann. Informationen über Flüge können direkt in der Kabine eingeholt werden, ein Wecker sorgt dafür, dass der Gast den Flug nicht verpasst. Auch eine Klimaanlage und Internetzugang sind vorhanden. Ein Mantelhaken, ein Rollo am Fenster der Vordertür sowie verstellbare Lichteinstellungen dienen dem Komfort des Gastes. Die Kabinen bieten einen höheren Komfort als jene in Asien und scheinen für Passagiere, denen eine längere Wartezeit bevorsteht eine gute Alternative zu sein.
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