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Weihnachtliches aus dem Erzgebirge - im Kloster Thierhaupten

Thierhaupten: Kloster | Adventsausstellung des Freundeskreises Kloster Thierhaupten e.V.

Weihnachtliches aus dem Erzgebirge
Sammlung Ida und Herbert Reiter, Erlingen

Die Adventsausstellung 2011 des Freundeskreises Kloster Thierhaupten e.V. zeigt Beispiele der Weihnachtskunst aus dem sächsischen und böhmischen Erzgebirge, eine der reichhaltigsten und vielfältigsten Krippenlandschaft Europas. Die Ausstellungsstücke stammen zumeist aus dem späten 19. und dem frühen 20. Jahrhundert, ebenso wie aus jüngerer Zeit.
Pyramiden zählen zum Herzstück der Weihnachtskunst im sächsischen Erzgebirge. Auf ihren mehrstufigen Drehscheiben, angetrieben durch die aufsteigende Warmluft von brennenden Kerzen auf ein Flügelrad hin, befinden sich Motive der Glaubens- und Alltagswelt: Hirten und Könige an der Krippe, musizierende Engel ebenso wie Jäger und flüchtendes Wild.
Der vorherrschende Krippentypus des böhmischen Erzgebirges ist die Kastenkrippe. Landschaften und Figuren sind fest in ein schützendes, verglastes Gehäuse eingebaut. Der steile, stufenförmige Aufbau der Szenerien zeigt die Geburt Christi meist in heimatlicher Umgebung mit böhmischer Stadtkulisse oder gar Bergwerk.
Besonders zahlreich erscheinen in der Adventsschau die „Grulicher Mannln“, geschnitzte Figuren aus Grulich im Adlergebirge (heute Králiky in Tschechien). Mit ihren grob geschnittenen Konturen und eckigen Körpern, der farbenfrohen Bemalung und den kreideweißen Schafen mit aufgemalten Blumenhalsbändern stellen sie einen unverkennbaren Figurentypus dar. In großer Vielfalt sind die „Grulicher Mannln“ als Gabenbringer mit symbolhaften Geschenken für das Jesuskind in der Krippe zu sehen.
Als weitere Besonderheit präsentiert die Adventsausstellung Porzellankrippen aus Meißen und Sitzendorf in Thüringen.
Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts tauchten schon die ersten künstlichen Christbäume auf, die erzgebirgische Herkunft vermuten lassen. Als Zweige wurden getrocknete Gänse- und Truthahnfedern grün gefärbt und mit Draht an einem hölzernen Stock befestigt, welcher als Stamm des Baumes diente. Diese seltenen und kostbaren „Federbäume“ mit Gablonzer Christbaumschmuck runden den Reigen hochkarätiger Exponate der diesjährigen Adventsausstellung im Refektorium des Klosters Thierhaupten ab.


Öffnungszeiten an den ersten beiden Adventswochenenden im Refektorium:
Sa, 26.11 und So, 27.11.11
Sa, 3.12. und So, 4.12.11

Samstags von 14-18 Uhr
Sonntags von 13-18 Uhr

Eintritt 2 Euro, Kinder frei
Bewirtung mit Kaffee, Weihnachtstee und Striezel wird angeboten.
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Regionalmagazin meitinger | Erschienen am 02.12.2011
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