Auf den Spuren deutsch-französischer Geschichte: Franken in den Napoleon-Kriegen

Zeugnisse deutsch-französischer Geschichte: Eine Gedenktafel für einen französischen Marschall in den Napoleonischen Kriegen an der Rückseite der Neuen Residenz in Bamberg. | Foto: Gerhard Reiser, Meitingen
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  • Zeugnisse deutsch-französischer Geschichte: Eine Gedenktafel für einen französischen Marschall in den Napoleonischen Kriegen an der Rückseite der Neuen Residenz in Bamberg.
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Bereits zum fünften Mal in Folge konnte das Partnerschaftskomitee Meitingen-Pouzauges eine deutsch-französische Geschichtsfahrt anbieten. Ziel der diesjährigen historischen Begegnungen bildete Franken mit dem Schwerpunkt Napoléon Bonaparte.
Fachkundig vorbereitet und begleitet wurde die zweitägige Fahrt wieder von Dr. Werner Wieczorek, Gerhard Reiser, Günter Gabriel, Hermann Unger und der Komiteevorsitzenden Renate Unger: „Wir wollen bestimmte Ereignisse der deutsch-französischen Geschichte aufzeigen und im Rahmen eines Ausfluges dann vor Ort erläutern und erlebbar machen.“ So werden die Fahrten stets mit Einführungen und Vorträgen vor- und nachbereitet.
Die Reise führte in die bekannten Städte Würzburg, Bayreuth und Bamberg, wo man unter anderem Residenz, Opernhaus und Dom besichtigte. Im Zinnfigurenmuseum in Kulmbach stand die Gruppe einer Nachbildung Napoleons gegenüber. Zeugnisse der Napoleonischen Kriege waren sowohl in Würzburg zu finden als auch in dem eher unbekannten Oberhausen westlich von Neuburg an der Donau. Dort fand während des 2. Koalitionskrieges im Jahr 1800 eine Schlacht zwischen den französischen Revolutionstruppen und verbündeten Einheiten aus Bayern-Pfalz und Österreich statt, bei dem tausende Soldaten auf beiden Seiten starben. Noch im selben Jahr ließ der französische General für zwei Gefallene Kommandeure ein Denkmal errichtet, das 1991 ergänzt wurde um eine Gedenktafel für die bayerischen und österreichischen Soldaten. Die Grauen des Krieges stellte der Bildhauer Alois Wünsche-Mitterecker in 81 Figuren dar, welche auf einem Feld im Hessental bei Eichstätt liegen. Den Titel eines Fürsten von Eichstätt erhielt übrigens ein adoptierter Sohn Napoleons, Eugène-Rose de Beauharnais, 1817 zugesprochen.

Tirolfahrt im Hofer-Jahr 2009
Die napoleonischen Kriege bilden auch den Ausgangspunkt der Geschichtsfahrt im nächsten Jahr. Das Andreas-Hofer-Gedenkjahr 2009 nimmt das Komitee zum Anlass, auf den Spuren des Volkshelden in Tirol und Südtirol zu wandeln. 1809 führte der Tiroler seine Landsmänner in den Befreiungskriegen gegen die Truppen Napoleons und Bayerns. Als Vorbereitung für die Fahrt Ende August 2009 organisiert das Komitee den Besuch der Freilichtbühne Altusried zum Schauspiel „Andreas Hofer“ am 4. Juli. Nähere Information und Anmeldung bis zum 5. Januar bei Renate Unger, Tel. 08271-2970. Die Geschichtsfahrt selbst wird am 2. Februar 2009 im Rahmen der Pouzauger Ecke näher vorgestellt. Einen Rückblick in Bildern zur Frankenfahrt gibt es bereits am 12. Januar.

Bürgerreporter:in:

Andrea Gärtner aus Meitingen

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