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Kaffee und Kuchen statt Blaulicht und Martinshorn

Mitglieder der Arbeitsgruppe 60Plus der Landsberger SPD besuchten die Geschäftsstelle des Landsberger Roten Kreuz (BRK). Marianne Asam, die stellvertretende Leiterin und ihre Abteilungsleiter vermittelten einen Einblick hinter die Kulissen der allseits bekann-ten Fahrzeuge mit Blaulicht und Martinshorn. Viel Wissenswertes, gerade für Seniorinnen und Senioren, erfuhren die Besucher aus den Abteilungen Bereitschaftsdienst, Bergwacht, Wasserwacht und Wohlfahrts- und Sozialarbeit.

Allein über die Notrufnummer 112 hat das BRK Landsberg im Jahr 2016 in über 12.700 Fällen professionelle Hilfe geleistet. Über ein anderes System, den Hausnotruf können sich Menschen auch zu Hause sicher fühlen. Wenn Hilfe benötigt wird, kann mittels Haus-notruf rund um die Uhr über kleine Handsender, als Kette oder Arm-band getragen, der Notruf ausgelöst werden. Selbst dann wird sig-nalisiert, wenn eine Sprachverständigung nicht mehr möglich ist.

Der Menüservice des BRK, besser bekannt als „Essen auf Rädern“, bietet die wahrscheinlich längste Speisekarte der Stadt. Aus einem bebilderten Menükatalog mit über 200 Menüs kann ausgewählt werden. Der Fahrdienst stellt Menschen mit einer vorübergehenden Einschränkung in der Mobilität oder dauerhaften Behinderung die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben sicher. Die ambulante Pflege soll dazu beitragen, die Selbständigkeit und das Leben zu Hause so lange wie möglich zu erhalten. Mit den Leistungen des Pflegedienstes, der täglich 120 Patienten versorgt, leistet das BRK Hilfestellungen, die das Leben erleichtern und Menschen in Ihrer individuellen Lebenssituation unterstützen.

Ob Herzinfarkt, Kreislaufschwäche oder Verkehrsunfall: Tag und Nacht sind im Landkreis die Retter des BRK einsatzbereit, um bei kleinen und größeren Notfällen schnelle, professionelle Hilfe zu leisten. Bei Herzinfarkt und Schlaganfall, den mit am häufigsten Notfällen zu denen die Rettungseinheiten gerufen werden, zählt je-de Minute bis zur Behandlung in einem geeigneten Krankenhaus, um das Risiko bleibender Schäden zu mindern.

24 Stunden stehen Helfer bereit, um Menschen zu betreuen, die durch ein dramatisches Ereignis unter starken seelischen Belas-tungen leiden oder unter akutem psychischem Schock stehen und nicht medizinisch-körperlich versorgt werden müssen, z. B. Personal der Bundesbahn oder MVV nach Suizid im Bahnbereich. Die sogenannten „Retter auf 4 Pfoten, die Vierbeiner der Hundestaffel, sind die Spezialisten der Vermisstensuche und haben schon unzählige Verschüttete nach Katastrophen erschnüffelt. Eine Schnelle Ein-satzgruppe hat zwei wesentliche Aufgaben im Rahmen des Kata-strophenschutzes: Zum einem stehen Ausrüstung und Fahrzeuge zum Versorgen und Transport von verletzen Personen bereit. Sie kommen zum Einsatz, wenn die Anzahl der Verletzten zu hoch für den regulären Rettungsdienst ist. Im Weiteren erfolgt die Betreuung und Versorgung von unverletzten Personen, die durch ein Unglück wie Feuer, Hochwasser usw. Mahlzeiten, Kleidung oder einen Schlafplatz benötigen. Die Bergwachtbereitschaft Landsberg unter-stützt die Bergwacht Memmingen bei der Durchführung des Bergret-tungsdienstes. An den Winter-Wochenenden stellen sie den Vorsorgedienst im Eschacher Ski- und Rodelgebiet "Schwärzenlifte" sicher. Zu den Aufgaben der Wasserwacht an neun Standorten im Landkreis zählen u. a. die Durchführung des Wasserrettungsdienstes und die Verhinderung des Ertrinkungstodes, z. B durch Wachdienste an Gewässern.

Viel Information bei Kaffee und Kuchen im Stüberl des BRK. Wer-ner Gutmann, der Leiter der Arbeitsgruppe 60Plus, bedankte sich für die Einladung und Bewirtung.
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