Was ist los mit den Deutschen?

Benzinpreissenkung - die schnellste Konjunkturspritze
  • Benzinpreissenkung - die schnellste Konjunkturspritze
  • hochgeladen von Brigitte John

Was hätten wir für eine Wirtschaftsentwicklung haben können, wenn in den Boommonaten auch noch die Inlandsnachfrage mitgezogen hätte. Aber nein, die Konsumenten wollten nicht. Sie legten ihre Groschen lieber aufs Sparkonto.

Seit Beginn der Finanzkrise fängt unser Inlandsmarkt an zu wachsen. Mit dem Umsatz im Weihnachtsgeschäft war der Handel mehr als zufrieden. Selbst danach gibt der Deutsche sein Geld lieber aus, als es auf die hohe Kante zu legen.

Alle Erklärungsversuche bleiben im Ansatz stecken. So richtig kann sich niemand einen Reim darauf machen. Was ist los mit den Deutschen? Die Konjunkturspritzen des Staates werden größtenteils erst in der zweiten Jahrehälfte wirksam. Und trotzdem wird schon jetzt mehr ausgegeben. Sollte die USA uns ein weiteres Mal als Vorbild dienen? Zehn Kreditkarten und auf Pump leben? Nein, das ist nicht unser Ding.

Eine mögliche Erklärung ist, dass wir jetzt das Geld ausgeben, das wir in dieser Finanzkrise nicht verloren haben. Während des Technikhipes am Neuen Markt war jeder Börsenexperte geworden. Wer nicht dabei war, wurde ausgelacht. Als der Spaß vorüber war, kamen die Tränen. Wir haben daraus gelernt. Die Deutschen sind wieder Schlußlicht bei den Aktionären. Sie suchten nach anderen Anlagemöglichkeiten. Leider ging der Kelch der Verluste nicht ganz an uns vorüber. Aber die meisten hatten Glück und dafür jetzt noch ihr Geld.

Wir wehren uns gegen die Weltuntergangsstimmung, die uns überall aus den Medien entgegenschlägt. Und seitdem der Ölpreis eklatant gefallen ist, sparen wir bei jedem Tanken bares Geld. Und das nicht wenig. Geld, das bis dato fest verplant war, kann jetzt einfach ausgegeben werden. Ganz ohne schlechtes Gewissen.

Bürgerreporter:in:

Brigitte John aus Königsbrunn

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