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Eine irische Taktlehre – ein Abend für Kenner....

  Seelze: St.Barbara-Kriche | ... und Kenner waren viele da!

Trasnú kam etwas gewandelt nach Harenberg. Für Steffen Gabriel, der einer musikalischen Einladung nach Australien gefolgt war, kam ein für Besucher der Reihe 12xk nicht unbekanntes Gesicht nach Harenberg: Gabriele Bode mit ihren Fluten. Und wie gut sie diese Flöten beherrscht, stellte sie gleich beim Start unter Beweis. Laut wurde danach gefragt, wo man den Atem für diese langen Tonstrecken hernehmen kann. Die Bewunderung für ihr Spiel war ihr sofort sicher. An ihrer Seite zeigte Cornelius Bode wieder einmal seinen Spaß am Gitarrenspiel. Auch er ist den Zuhörern schon von mehrfachem Besuch als Mitglied der sich nun auflösenden Gruppe Emerald bekannt und hatte seine Fans unter den Zuhörern. Neu und damit die Gruppe Trasnú abrundend, war Guido Plüschke. Er hatte nicht nur ein ganzes Arsenal an Instrumenten dabei. Guido Plüschke kommentierte auch jedes Stück des Abends und erklärte den Inhalt mit flotten Sprüchen. Das zweite Musikstück des Abends „Hurray Me Boys“ schon war so eine Geschichte: Paddy kommt nach Hause und alle freuen sich – sonst sind die Geschichten irischer Lieder oft Typen auf dem Weg nach irgendwo mit den Wertsachen der Familie. Guido Plüschke zeigte schon bei diesem Gig seine Fingerfertigkeit auf der irischen Bouzouki. Und bei der nächsten Musik war dann sein Banjo im Einsatz – ein irischer Hochzeitstanz. Dann folgte die irische Rahmentrommel – Bodrán – bei der Geschichte einer Dreierbeziehung. Und schon hier spielte das Trio seine Vielfältigkeit voll aus. Dieses Musikstück spielten sie mit eingebauten Jazzelementen.
Und dann begann das Spiel mit den Takten. „Exile Slip Jigs“ wurden im 9/8 Takt gespielt. Guido Plüschke ließ es sich nicht nehmen dieses – wie seinen Musikschülern – zu erklären: Man merkt sich die Folge der Städte Wuppertal, Bielefeld, Ingolstadt und übernimmt den Rhythmus dieser Worte. Schon hat man den 9/8 Takt. Und diese Rhythmus-Erklärungen konnten schon beim nächsten Gig gesteigert werden. Die Slides im 12/8 Takt (Kommentar: Dabei hat es die Flute leicht und die Begleiter spielen sich einen Wolf) war dann Harenberg mit im Spiel. An die drei Städte wurde Harenberg heran gehängt und schon konnten alle den Rhythmus mitwippen.
Nach der Pause folgten Songs mit 9/8, im 6/8, im 4/4 Takt und so weiter. Musikkennern war klar, da war dann ein Real dabei. Auch bei dieser führenden Rolle der Flute blieb schon dem Zuschauer die Luft weg aus Bewunderung dieser Beherrschung des Luftmanagements.
„Fourteen Days“ begann dann ohne erkennbaren Rhythmus ganz zart auf der Flute mit der Gitarrenbegleitung durch Cornelius Bode. Der Start war fast träumerisch, romantisch und dann kam Guido Plüschke und „zerstörte“ rhythmusgebend mit seinem Einsatz.
Dann endlich mit den letzten Stück wurde das Geheimnis des Titels dieses Abends „Kühe tanzen Polka“ gelüftet. Das Stück im Polkatakt ist in der Gegend von Kerry entstanden. Jeder kennt Kerry gold Butter – also gibt es dort Kühe – Kühe, die Polka tanzen.
Großer Protest der Besucher als das letzte Stück angekündigt wurde. Das konnte nur geheilt werden – mit Zugaben. Die folgten nach dem traditionell an dieser Stelle gesprochenen Segen.
Und wieder einmal gingen die Besucher und fragten: Wann kommt dieses Trio wieder.

Aber es geht ja im nächsten Monat weiter mit 12xk, aber mit einem ganz anderen Programm!
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