Fördermittel für die ländliche Entwicklung im Landkreis Günzburg

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Die ländliche Entwicklung im Landkreis Günzburg wird im Jahr 2010 mit rund 378.000 Euro unterstützt. Für mehrere Verfahren der Dorferneuerung werden von Seiten des Freistaates, des Bundes sowie der Europäischen Union Fördermittel bereitgestellt. Dies teilt der heimische Landtagsabgeordnete Alfred Sauter (CSU) mit. „Ziel der Maßnahmen ist die zukunftsgerechte Gestaltung der Lebens-, Wohn- und Arbeitsbedingungen im ländlichen Raum“, so der Abgeordnete.

77.000 Euro erhält der Markt Münsterhausen für das Dorferneuerungsprojekt Münsterhausen III. Die Dorferneuerung Münsterhausen III wurde am 08.11.2006 eingeleitet. Schwerpunkte sind die Aufwertung der Straßenräume, die Schaffung eines Dorfplatzes und eines Dorfgemeinschaftshauses sowie die Themen Wasser und Ökologie im Dorf. Im Jahr 2007 wurden die Ideen der Vorbereitungsphase vertieft und erste Objektplanungen erstellt. In 2008 wurden erste Schlüsselmaßnahmen planfestgestellt. Im Jahr 2009 konnten die Fußgängerbrücke über die Mindel, eine Freizeitanlage am Sportplatz, einzelne Entsiegelungsmaßnahmen entlang der Hauptstraße sowie die Platzgestaltung bei der Kirche fertiggestellt werden. Aktuelle Maßnahmen im Rahmen der Dorferneuerung sind die Umgestaltung der Einmündung „Oberer Riedweg“ sowie ein Wassererlebnispfad an der Mindel.

Die Dorferneuerung Niederraunau II wurde am 22.11.2006 eingeleitet. Schwerpunktmaßnahme ist die Umgestaltung der Ortsmitte mit Dorfplatz und „Henneshof“. Im Jahr 2007 wurden dafür Objektplanungen erstellt. Die Umgestaltung der Ortsmitte konnte 2009 abgeschlossen werden. Das Modellprojekt Innenentwicklung im Bereich der „Unteren Gasse“ wurde im Jahr 2008 gestartet. Die Diskussion mit den Bürgern erfolgte in 2009. Die Stadt Krumbach erhält im Jahr 2010 für dieses Dorferneuerungsprojekt Fördermittel in Höhe von 42.000 Euro.

9.000 Euro fließen in den Markt Waldstetten. Die im Dorferneuerungsplan vorgesehenen Maßnahmen sind im Wesentlichen ausgeführt. Die Bekanntgabe des Flubereinigungsplans und der Eintritt des neuen Rechtszustandes erfolgten im Jahr 2009. In der Gemeinde Breitenthal sind derzeit Arbeitskreise mit fachlicher Unterstützung durch das Amt für ländliche Entwicklung Schwaben und eines Planungsbüros mit der Erarbeitung von künftigen Projekten beschäftigt. Ein Schwerpunkt der Dorferneuerung wird die Neugestaltung des Kirchvorplatzes sein. Die Gemeinde erhält 2010 Mittel in Höhe von 16.000 Euro.

Für die Dorferneuerung in Bernbach stehen der Gemeinde Aichen in diesem Jahr 43.000 Euro zur Verfügung. Die Dorferneuerung wurde im Jahr 2006 eingeleitet. Ziel ist die umfassende Sanierung und Umnutzung des Reiberhofes. Wegen seines bauhistorischen Wertes, der exponierten Lage an der Verbindungsstraße von Balzhausen nach Aichen und der Ensemblewirkung mit der gegenüberliegenden Kapelle hat der Reiberhof eine große Bedeutung für den Weiler Bernbach.

91.000 Euro erhält der Markt Neuburg an der Kammel für die Dorferneuerung Langenhaslach III. Der Markt hat für den Ortsteil Langenhaslach eine Dorferneuerung zur Sanierung des Pfarrstadels beantragt. Ziel ist es, das dominante Gebäude des ehemaligen Pfarrstadels in seiner Gesamtheit am Kirchplatz zu erhalten und einer neuen Nutzung zuzuführen. In dem denkmalgeschützten Gebäude wird ein multifunktionaler Mehrzweckraum für die Pfarrei geschaffen, der auch für Aktivitäten des Kindergartens und der Bevölkerung zur Verfügung stehen soll. Die Maßnahme wurde 2009 begonnen und stellt langfristig eine nachhaltige Lösung zur Innenentwicklung dar.

Im Rahmen der Dorferneuerung Neuburg a. d. Kammel II erfolgt die Sanierung und Umnutzung des ehemaligen Gasthauses Sonne. Das Gebäude wird zur Wohnnutzung einer Außengruppe der St. Josefs-Kongregation Ursberg mit 12 behinderten Menschen umgebaut. Mit der Schaffung dieser dorfgerechten Einrichtung wird die Integration von behinderten Menschen in den täglichen Ablauf des Dorfgeschehens und deren wohnortnahe Unterbringung unterstützt. Das denkmalgeschützte Gebäude mit seiner bauhistorischen Bedeutung wird damit erhalten und einer neuen Nutzung zugeführt. Die Maßnahme wurde 2009 begonnen und soll 2010 weitgehend abgeschlossen werden. Der Markt Neuburg a. d. Kammel erhält im Jahr 2010 für dieses Projekt Fördermittel in Höhe von 100.000 Euro.

Am 12. Mai 2010 wurde die Dorferneuerung Stoffenried II in der Gemeinde Ellzee angeordnet. Schlüsselmaßnahmen sind die Gestaltung des Straßenraums in der Brühlstraße, die Sanierung und Umgestaltung der Wasserachse Dorfweiher und Bach sowie die Erhaltung und Pflege der Grünstrukturen. Im Jahr der Anordnung fallen noch keine zuschussfähigen Kosten an. Insgesamt sind Zuschüsse in Höhe von 580.000 Euro bereitgestellt.

Zwei weitere Maßnahmen im Bereich der ländlichen Entwicklung konnten bereits vollständig abfinanziert werden. Für den Ort Anhofen hatte die Gemeinde Bibertal eine Dorferneuerung beantragt. Ziel war der Umbau der alten Schule zum Bürgerhaus, die Gestaltung des Vorplatzbereichs und die Erneuerung der angrenzenden Bushaltestelle. Das Verfahren Anhofen II wurde im Juni 2007 eingeleitet. Die Baumaßnahmen konnten 2009 abgeschlossen werden. Für das Verfahren wurden insgesamt 125.000 Euro bereitgestellt. Im Markt Ziemetshausen wurde im Juli 2006 eine Waldflurbereinigung eingeleitet. Das Verfahrensgebiet umfasst 70 Hektar. Ziel des Verfahrens war es, kleine zerstreut liegende und unwirtschaftlich geformte Privatwaldflurstücke zu zweckmäßig gestalteten Waldgrundstücken zusammenzulegen und die Erschließung zu verbessern. Im Jahr 2007 wurden die Wertermittlung und die Bewertung des Holzwertes durchgeführt. Im Frühjahr 2008 erfolgte die Wunschentgegennahme, außerdem wurde das Wegenetz fertiggestellt. Die Besitzeinweisung in die neue Feldeinteilung erfolgte zum 01.08.2008. Die Ausführungsanordnung wurde zum 11.05.2009 erlassen. Für die Maßnahme wurden insgesamt 85.000 Euro bereitgestellt.

Für die Gemeinde Wiesenbach ist derzeit eine Dorferneuerung in Planung. Ferner hat der Markt Burtenbach zum Bau der geplanten Umgehungsstraße eine Unternehmensflurbereinigung beantragt. Hierdurch sollen Nachteile der Großbaumaßnahme für die Landschaft, die Infrastruktur und den Grundbesitz möglichst vermieden oder gering gehalten werden. Im Jahr 2006 fand der Anhörungstermin durch die Regierung von Schwaben statt. Im Frühjahr 2007 erfolgten die Anhörung der Träger öffentlicher Belange sowie eine Informationsversammlung für die beteiligten Grundstückseigentümer. Der Plangenehmigungsbescheid der Regierung von Schwaben wurde im Dezember 2007 erteilt. Nachdem gegen den Bescheid Klage erhoben wurde, hat das Amt für ländliche Entwicklung Schwaben die Anordnung bis zur Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofes zurückgestellt.

Landtagsabgeordneter Alfred Sauter: „Globale und regionale Entwicklungen wie demographischer Wandel, Klimaschutz, regenerative Energieversorgung, Arbeitsplatzsicherung oder der Strukturwandel in der Landwirtschaft haben Auswirkungen auf den ländlichen Raum. Der Freistaat Bayern steht dabei fest an der Seite der ländlichen Gemeinden.“ Gerade die Dorferneuerung sei inzwischen ein unverzichtbares Instrument, um eine gleichwertige Entwicklung der ländlichen Räume zu gewährleisten und die Dörfer als lebendige Heimat mit eigenständigem Charakter zu erhalten. Sauter abschließend: „Als eines der umfangreichsten und nachhaltigsten Investitionsprogramme im ländlichen Raum hat die Dorferneuerung auch große Bedeutung für die mittelständische Wirtschaft und gibt damit in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wichtige Impulse zur Belebung der Konjunktur und zur Sicherung von Arbeitsplätzen.“

CSU-Landtagsabgeordneter Alfred Sauter und Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU)
Bürgerreporter:in:

Stefan Baisch aus Günzburg

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