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Anlässlich der von der Initiative „Bürger gegen Fluglärm“ geforderten „schnellstmöglichen“ Schließung des Allgäu Airport erklärt der heimische Bundestagsabgeordnete Dr. Georg Nüßlein (CSU):

CSU-Bundestagsabgeordneter Dr. Georg Nüßlein
Die Forderung der Bürgerinitiative, den Allgäu Airport schnellstmöglich zu schließen, ist klar abzulehnen. Diese Forderung ist kurzsichtig und rückwärtsgewandt. Der Flughafen Memmingen ist tatsächlich ein Experiment – das allerdings nicht abgebrochen werden muss, wie es die Bürgerinitiative fordert, sondern das fortgeführt werden muss.

Mit dem 2007 in Betrieb gegangenen Flughafen hat sich die Lebensqualität im Raum Allgäu für die einheimische Bevölkerung klar verbessert: In kürzester Zeit erreichen die Passagiere aus unserer Region ihr Terminal, von wo es nach Mallorca, London und Oslo geht. Analysen haben gezeigt, dass immer mehr Fluggäste auch aus dem Raum München und Nürnberg sowie aus Österreich und der Schweiz die Flugverbindungen von Memmingen ab nutzen. Auch der Tourismus im Unterallgäuer und Allgäuer Raum profitiert nachweislich vom Standort Memmingen. Der Airport ist also vor allem auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in der Region: Etwa 650 Menschen sind mittelbar oder unmittelbar in Zusammenhang mit dem Flughafen beschäftigt. Das wirtschaftliche Wachstumspotenzial verdeutlicht sich etwa in den millionenschweren Investitionen, die der Unternehmer Alois Berger derzeit in den Bau eines neuen Hotels mit Restaurant und Biergarten steckt.

Die steigenden Geschäftszahlen sprechen klar für den Erhalt und den Ausbau des Memminger Flughafens: Im letzten Jahr sind über 800.000 Passagiere von und nach Memmingen geflogen. Das entspricht einer Steigerung von etwa 75 Prozent! Der Betrieb schreibt mittlerweile keine roten Zahlen mehr, sondern steigende schwarze. Somit steht den geplanten Erweiterungsbauten wirtschaftlich nichts mehr im Wege.

Wer da von einem misslungenen „Experiment“ oder einem „Fass ohne Boden“ spricht, verschließt die Augen vor diesem Erfolgsmodell. Sicherlich ist die Ankündigung der Fluggesellschaft Air Berlin ärgerlich, sich ab November vom Allgäu Airport zurückzuziehen. Aber auch dies wird der Flughafen verkraften. Die Befürchtungen der Anwohner im Hinblick auf mehr Fluglärm in Zukunft sind verständlich. Doch statt ein erfolgreiches Projekt von vorneherein zu verteufeln, sollten sich alle Beteiligten an einen Tisch setzen, um hier zu einvernehmlichen Lösungen zu gelangen.
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Beate Rühmann aus Burgdorf | 14.09.2010 | 19:05  
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