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Polizei und Landrat ziehen Bilanz

Polizei und Landrat ziehen Bilanz

Wollen auch künftig gemeinsam der Gewaltbereitschaft und dem Suchtmittelkonsum von Jugendlichen vorbeugen

Landrat Dr. Karl Vogele traf sich zum Jahresende zu einem Gespräch mit dem Leitenden Polizeidirektor Walter Böhm und den Leitern der Polizeiinspektionen von Schwabmünchen, Diethard Pascher, von Zusmarshausen, Josef Higl, von Gersthofen, Günther Hammer und von Bobingen, Maximilian Wellner. Gleich zu Beginn des Gespräches vereinbarten der Landrat und die Polizisten die gute und enge Zusammenarbeit fortzuführen. Sie bleiben auch zukünftig stets in engem Kontakt, um die Sicherheit im Landkreis Augsburg auf dem unbestritten hohen Niveau halten zu können. „Sicherheit gehört zu den wesentlichen Voraussetzungen für eine gute Lebensqualität und wird zur Überlebensfrage für die Gebietskörperschaften“, betonte der Landrat. Hierfür habe die Polizei gemeinsam mit dem Landkreis und seinen 46 Städten, Märkten und Gemeinden auf vielen Feldern wichtige Kernarbeit geleistet.
Dass sich das intensive Miteinander der Polizei auch mit der Bürgerschaft lohnt, zeigt die außergewöhnlich hohe Aufklärungsquote der Polizeidirektion Augsburg. „In unserem Bereich konnten wir nicht zuletzt durch zahlreiche Hinweise aus der Bevölkerung von den jährlich durchschnittlich 37.000 Straftaten über 70 Prozent aufklären“, berichtete der Leitende Polizeidirektor nicht ohne Stolz.
Böhm informierte den Landrat darüber, dass die Polizeidirektion Augsburg einen wichtigen Schwerpunkt ihrer Arbeit darin sehe, der Gewaltbereitschaft und dem Suchtmittelkonsum bei Jugendlichen vorzubeugen. Gerade gegen den steigenden Vandalismus möchte die Polizei entgegentreten. Böhm sieht in dem Wegfall der Sperrstunde und dem damit verbunden vermehrten Alkoholgenuss einen maßgeblichen Auslöser dieses Problems. Die Gewaltbereitschaft nehme gerade bei jungen Menschen zu. Um der Jugendkriminalität vorzubeugen setzen Polizei und Landkreis verstärkt auch auf die Vereinsarbeit vor Ort. „In Vereinen lernen die Kinder und Jugendlichen zu gewinnen, aber auch zu verlieren. Hier werden sie sozial und emotional stärker“, betonten Böhm und die Inspektionsleiter die Bedeutung des örtlichen Vereinslebens. Der Leitende Polizeidirektor berichtete auch darüber, dass sich gerade die gemeinsam mit den Veranstaltern, dem Jugendschutzbeauftragten des Landkreises Augsburg, Herbert Langer, und der Polizei durchgeführten „Runden Tische“ vor größeren Veranstaltungen bewährt haben. Erfreulich sei auch, dass durch vorbeugende Maßnahmen das „Flatrate-Saufen“ auf dem Rückzug sei. „Dagegen bleiben private Partys ein großes Problem“, bedauert Böhm. Hier habe die Polizei kaum Kontrollmöglichkeiten.
Ein weiteres Thema war die nationale und internationale Zunahme von Amokläufen an Schulen. „Normalerweise gibt es immer Auffälligkeiten im Vorfeld der Tat. Die Vorphase ist entscheidend“, weiß Böhm. Durch frühzeitige Hinweise aus den Schulen könne die Polizei rechtzeitig eingreifen und den Betroffenen helfen. Den Schulleitern, Lehrern und Schülern stehen dazu Verbindungsbeamte als Ansprechpartner bereit.
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Kurt Aue aus Königsbrunn | 06.01.2008 | 05:19  
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