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Die Bürokratie-Dystopie Deutschland - Rechtsstaat auf Abwegen

Diese Art Brandbrief habe ich Juni 2014, mit 63, geschrieben, als meine ganze Existenz mit Pauken und höllischen Posaunen in sich zusammenbrach....ist alles so, wie es da steht...werde ich noch ergänzen...als Erlebnisbericht eines Kranken, dem man einen größenwahnsinnigen arroganten Menschen von Rechtsanwalt nach einem Jahr Wartezeit zur Seite stellte, Napoleonkomplex, Goldfaden im Bart, Kanzlei im Silbermannpark, der den Betreuer fanatisch als Vormund der alten Schule, mit Befehlen, Abwertungen und Brüllen interpretierte....ein Mensch, den ich wahrscheinlich ohne Skrupel ......na lassen wir das.....Fortsetzung folgt...aufpassen bei Betreuern, besser, wenn nicht anders möglich, Sozialarbeiter wählen, falls sie in die Situation kommen sollten....habe mich natürlich wieder von vermeintlicher Kompetenz blenden lassen, woher soll man es wissen....hat so gut wie nichts für mich getan und mir nachhaltig geschadet, und als er sah, dass es bei mir nichts zu holen gab, gab er die Betreuung einfach zurück, so einfach geht das in Bürokratie-Dystopia, denn warum übernimmt ein Scheidungsanwalt Betreuungen, aus Altruismus....wegen den paar Kröten...wohl kaum, das ist purer Zynismus...Menschenverachtung die Herr Rechtsanwalt L. da praktizierte.

Ämter-Dystopie und Depression

Ja, man kann in dieser Republik verhungern.
Vor allem kann man an der rigiden Bürokratie dieses Landes scheitern, bis hin zur Apathie.
Ich bin seit meiner Kindheit depressiv. In der Jugend kamen erste schwere Episoden zum Tragen, die mich so erschreckten, dass ich dachte, ich ersticke – langsam und jämmerlich.
Ich bin heute – im Juni 2014 dreiundsechzig Jahre alt – und wundere mich oft, wie ich diese Wegstrecke geschafft habe. Ein Arzt, der mich einige Zeit behandelte, sagte einmal zu mir: „Es ist eigentlich ein Wunder, dass Sie noch leben!“ -
Wenn man depressiv ist, muss man eines lernen, man muss sich arrangieren, man darf nicht hadern mit dem Schicksal und seiner Konditionierung. Selbstmitleid ist ein fatales Begleitmoment, dass zwangsläufig lebensgefährlich werden kann.
Natürlich hat diese Depression mein Leben ausschlaggebend bestimmt und mir sicherlich Möglichkeiten verbaut, die sich bei einer normalen Entwicklung eingestellt hätten. Es gibt kein Entkommen in dem Sinne und man kann es sich noch so oft wünschen, man kommt nicht heraus aus „seiner Haut“.
Eines der größten Probleme ist, diese Krankheit seiner Umwelt zu vermitteln und eine entsprechende Einordnung des Themenkomplexes zu erreichen. Fast unmöglich. Die Krankheit ist bei weitem nicht mehr so tabuisiert, wie es noch vor Jahren der Fall war. Leider ist ein Kontraeffekt eingetreten, der eine Inflation der Symptomatik fördert und für Schwerstdepressive nicht sehr förderlich ist. Jeder der heute eine Stimmungsschwankung hat, die er nicht einordnen kann, bezeichnet seinen Gemütszustand als „depressiv“ - Krankheitsbilder wie Burnout fördern diese Vermengung ins Unpräzise nachhaltig.
In solchen Zusammenhängen denke ich oft, ich wünsche jedem Menschen, der fahrlässig mit diesem Begriff umgeht, 10 Minuten des Zustandes, den ich durchlebe, wenn ich einen schweren Schub habe. Klingt nicht sehr sehr altruistisch, aber das soziale Umfeld geht mit Depressiven auch nicht unbedingt sehr verständnisvoll und empathisch um.
Das ist ein zusätzlich belastender Punkt, Depressive sind oft Empathen, die aber auch negative Emotionen anderer sehr intensiv absorbieren können. Oft kommt eine gewisse Hellsichtigkeit hinzu – was in keiner Weise eine esoterische Tendenz bedienen soll. Das macht das Leben im sozialen Kontext nicht leichter und kostet Kraft, vor allem in starren Strukturen, wie Arbeitsprozessen etc.
Andererseits ist der Depressive auf Grund von Antriebsschwäche oft auf eine Führung und ein starres Tageskorsett angewiesen. Es ist oft schwer mit dieser Krankheit eine selbstständige Tätigkeit auszuüben, da es an der nötigen Disziplin und Motivation mangelt. Vor allem türmen sich die zu erledigenden Dinge gedanklich so auf, dass von vornherein Resignation eintritt, da man glaubt, das alles nicht mehr bewältigen zu können.
So entsteht ein Teufelskreis aus dem man sich kaum noch befreien kann, da durch die Krankheit natürlich existentielle Nöte und finanzielle Engpässe entstehen können, die man nicht mehr auffüllen kann.
Die deutschen Ämter sind in diesem Kontext wenig hilfreich, da sie mit der Problematik nicht umgehen können, überfordert sind und strikte rigide Regeln befolgen müssen.
Als ich die Betreuungsstelle in Augsburg aufsuchte, um einen Betreuer zu beantragen für bürokratische Abläufe etc., sagte mir die Dame: Den werden Sie nicht bekommen, Sie sind intelligent und somit geschäftsfähig! - Meine Wirklichkeit und mein Empfinden sind da völlig unerheblich.
Fortsetzung folgt.....
für alle, die mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben....!
Herzlichst MGS - Beratung holen, Arzt frühzeitig einbinden
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1 Kommentar
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 17.06.2017 | 04:50  
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