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Reiseerinnerungen

    Tschüss Hamburg, Bonjour Le Havre. Heute werden wir Deutsche gastfreundlich in Frankreich empfangen. Le Havre liegt an der 5 km breiten Seine-Mündung und wird auch die "Pforte zum Ozean" genannt. Ihr Hafen ist der zweitgrößte Frankreichs. Sie ist eine relativ junge Stadt, die aufgrund ihres strategischen Hafens im 2. Weltkrieg fast vollständig zerstört wurde. Wiederaufgebaut mit moderner Betonarchitektur vom Architekten Auguste Pernet prägen heute großzügig angelegte Straßenzüge, breite Boulevards und Plätze das Stadtbild. Im Jahr 2005 wurde die Innenstadt in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Das Rathaus - Hotel de Ville - wurde in den Jahren 1952-58 von den Architekten Pernet und Tournant erbaut. Es hat 17 Stockwerke und der Turm ist 72 m hoch. Unweit des Rathauses findet man recht übersichtlich die St.-Joseph-Kirche. Der 8-eckige Kirchenturm ist 106 m hoch und ein kolossales Bauwerk in Le Havre. Wer dann genug Beton und Steine gesehen hat, der macht einen Ausflug zum Strand und genießt die Promenade de Plage.

Und weiter führt uns die Route nach Le Verdon-sur-Mer

Französischer Wein und das Meer. Beides wird in der Umgebung rund um Le Verdon-sur-Mer groß geschrieben. Obwohl der Ort allerlei interessante Ecken, idyllische Strände und die Nähe zum berühmten Leuchtturm Cordouan vorzuweisen hat, zieht es viele Besucher in den nahegelegenen Badeort Soulac-sur-Mer. Im Sommer ist dieses schmucke Örtchen nicht nur wegen des kilometerlangen feinen Sandstrandes ein beliebtes Ziel. Auch die neokolonialen Gebäude, eine romanische Benediktinerkirche und ein archäologisches Museum sind zu bestaunen. Sowohl Le Verdon als auch Soulac-sur-Mer beherbergen weniger als 3000 Einwohner und verfügen daher über eine überschaubare Größe. Die Region ist nicht nur von feinkörnigen Sandstränden und zauberhaften Dünen geprägt, sondern verfügt mit der Pointe de Grave auch über eine Landzunge, die bei guter Sicht einen unvergesslichen Blick auf den Atlantik ermöglicht. Einen Ausflug in die Weinberge des Médoc haben wir uns verkniffen und den Wein dann später auf dem Schiff eingenommen.

Weiter geht`s nach Bilbao.

An den Ufern des Flusses Nervión befindet sich die pulsierende Metropole Bilbao. Als wichtiges Banken- und Verwaltungszentrum nimmt die Stadt eine besondere Rolle im Baskenland ein und überrascht mit Tradition und Moderne. Ursprünglich ein Industriestandort (ähnlich des Ruhrgebietes) im 19. und 20. Jahrhundert, hat sich die Stadt heute zu einer quirligen Modellstadt gemausert. Dazu trägt u.a. der Bau des Guggenheim-Museums bei, das seit 1997 die Stadtsilhouette maßgeblich prägt. Ein Muss für jeden Touristen, der mehr als ein Tag in der Stadt ist. Einen Kontrast bildet das Casco Viejo - die Altstadt Bilbaos und Geburtsstätte der Metropole Anno 1300. Das Viertel begeistert vor allem durch ihre Lebendigkeit, die sie in den engen Gassen ausstrahlt. Sucht man die würzige Bergluft in ruhiger Umgebung ist man auf dem Berg Artxanda gut aufgehoben. Von hier oben hat man einen imposanten Blick auf die pulsierende Stadt. Ein Abenteuer besonderer Art kann man auf dem Panoramaweg der Brücke von Vizcaya erleben. Erbaut wurde die "hängende Brücke" im Jahr 1893 und war die erste Schwebefähre, die vollständig aus Metall gefertigt wurde. Die UNESCO erklärte die 61 m hohe Brücke im Jahr 2006 zum Welterbe. Der Weg von der einen zur anderen Seite kann mittels Fähre, direkt über den Fluss oder in luftiger Höhe auf dem gesicherten Fußgängerweg, gewählt werden.


Unser nächstes Ziel ist Porto.

Der Hafen von Leixões ist der ideale Ausgangspunkt für Erkundungstouren ins nahe gelegene Porto oder in die umliegenden Weinbaugebiete. In Porto selbst gibt es viel zu sehen und zu erleben. Am Ufer des Flusses Douro gelegen, bietet dieser Ort ein große Zahl historischer Gebäude, beschaulicher Plätze, malerischer Gassen und sehenswerter Museen. Die wunderschöne Altstadt wurde 1996 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Porto verfügt über eine reichhaltige Geschichte. Bereits im Altertum und während der römischen Zeit war es Zentrum von Handel und Macht. Im Jahre 716 wurde die Stadt von Arabern eingenommen und ca, 100 Jahre später vollständig von ihnen zerstört. Im Laufe der Jahrhunderte fand Porto jedoch zu neuer Größe und spielte eine nicht unbedeutende Rolle in der Entwicklung Portugals. Seit Jahrhunderten besteht aber auch eine Rivalität zwischen der Stadt im Norden und der Landeshauptstadt Lissabon um die wirtschaftliche Vormachtstellung. So heißt es: "In Porto wird das Geld verdient, dass Lissabon mit vollen Händen ausgibt." ( Kennen wir von NRW und Berlin ) Die Region Peso da Régua östlich von Porto ist die einzige, die den bekannten Portwein erzeugen darf und ist gleichzeitig das älteste abgegrenzte Weinanbaugebiet der Welt.

Die nächste Etappe führt uns nach Lissabon.

Lissabon ist die Hauptstadt Portugals und liegt am Fluss Tejo. Die weiße Stadt am Meer wurde wie Rom auf 7 Hügeln erbaut. Als größte Stadt des Landes ist sie auch wirtschaftliches und kulturelles Zentrum Portugals. Eines der vielen Wahrzeichen ist die Brücke des 25. April - mit einer 6-spurigen Autobahn verbindet sie die Hauptstadt mit dem Südteil des Landes. Schon mit Einlaufen in den Hafen von Lissabon erwartet den Seefahrer ein faszinierendes Panorama mit dem monumentalen Entdeckerdenkmal und den eindrucksvollen Turm von Belém.

Die Straßenbahn Lissabon - Carros eléctricos de Lisboa - existiert seit 1873. Sie wurde zunächst als Pferdestraßenbahn eröffnet und wird seit 1901 elektrisch betrieben. Die Kleinspurstraßenbahn ist wegen ihres teilweise historischen Fahrzeugparks und der reizvollen Streckenführung mit steilen Abschnitten und engen Kurven durch die schmalen Gassen der Lissaboner Altstadt vor allem bei Touristen beliebt. Nach der Stilllegung von zwölf Linien in den 1990er Jahren verkehren zurzeit noch fünf Linien mit zusammen 48 Kilometern Länge. Das Netz ist heute noch 25 Kilometer lang. In der Bahn wird man von reizenden Damen in portugiesischer Landestracht mit Portwein und Kuchen bewirtet.

Und weiter geht es nach Cádiz.

Die faszinierende Stadt ist auf einer Felsenhalbinsel erbaut und wird auch Sirene des Ozeans oder " tacita de plata " (Silbertässchen) genannt. So wie früher bestimmt das Meer auch heute noch das Leben der Einwohner in der andalusischen Hafenstadt. Von hier aus starten Schiffe nach Afrika und zu den kanarischen Inseln. Zu den Haupteinnahmequellen gehören die Fischerei, die Salzindustrie und der Tourismus. Die Altstadt besticht mit ihren historischen Gebäuden und Denkmälern. Kleine verwinkelte Gassen enden oftmals an wunderschönen Plätzen. Neben dem Karneval hat auch der Flamenco hier eine lange Tradition. Die Kathedrale ist ein guter Orientierungspunkt, wenn man sich in der Altstadt verlaufen hat. Und die Plaza mit Blick auf die eindrucksvolle Fassade aus Sandstein lädt ein zu einer Kaffeepause. Die Kirche, welche an die Renaissancekirche von Granada angelehnt ist, wurde 1720 begonnen, allerdings erst 1830 vollendet. Der monumentale Bau mit der weißen neoklassizistischen Fassade und den beiden Türmen grenzt mit der Rückseite an das Meer. Auffallend ist die glänzende, mit gelben Kacheln verzierte Kuppel, die im Wechselspiel mit den pastellfarbenen Häusern auf der Plaza de la Catedral steht.

Mit einer Schleichfahrt durch die Straße von Gibraltor geht es nach Barcelona.

Wer mit dem Schiff für wenige Stunden im Hafen von Barcelona anlegt, der kann nicht erwarten die Sehenswürdigkeiten dieser bezaubernden Stadt kennenzulernen. Für einen Kurztrip kann der Besucher auf den Sightseeing-Bus verzichten, denn die Altstadt lässt sich viel besser fußläufig erkunden. Entlang der Rambla lohnt sich ein Abstecher in die Markthalle und ein Blick auf das Haus der Regenschirme zu werfen. Die Casa dels paraigües ist ein Gebäude in der Rambla, das vor allem wegen seiner ungewöhnlichen Fassadengestaltung Bekanntheit erlangt hat. Der Fassadenschmuck besteht aus aufgespannten und geschlossenen Schirmen, verschiedenen Fächern sowie japanischen Holzschnitten nachempfundenen Wandbildern, die durch Schmuckfenster in asiatischem Stil ergänzt werden. Besonders auffällig ist der schmiedeeiserne chinesische Drache, der an einer Ecke des Hauses angebracht ist und eine Laterne, einen Schirm und einen Fächer trägt.

Abflug nach Düsseldorf - Ende der Kreuzfahrt mit Mein Schiff 4
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1 Kommentar
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Günter Presnitz aus Schwabmünchen | 08.04.2020 | 10:50  
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