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Na das hat er ja mal wieder toll gemacht!

Jonas
 
Peterle
Hallo zusammen.
Da hat Marco in seinem letzten Bericht großartig angekündigt, daß Peterle und ich Jonas den nächsten Eintrag schreiben werden und was passiert...nichts!
Schön!
Er darf über Auszüge berichten und ich soll Ihnen jetzt erklären, daß es nicht zum Verzweifeln sein kann, wenn man Tage und Wochen und Monate auf den richtigen Menschen warten muß.
Gut, viele Worte muß ich dazu nicht nutzen. Sie wissen selbst wie es ist! Nicht aus eigener Erfahrung vielleicht oder vielleicht doch, auch Menschen habe ich gehört warten manchmal sehr sehr lange auf den richtigen Menschen, der zu ihnen kommt.
Ja, also wissen Sie es in der Tat wohl doch aus eigener Erfahrung.
Und was macht man gegen den Frust und die Wut und die Verzweiflung?
Also ich kann Ihnen sagen, wir leben einfach jeden Tag weiter und hoffen. Wir können uns nicht auf die Suche nach diesem einen Menschen machen, wir sitzen hier und warten...
Nun ja, also genau genommen könnten Peterle, Buster, Sinclair und ich uns doch auf die Suche machen, aber ich fühle mich hier einfach noch heimisch und deswegen bleiben wir doch noch lieber hier.
Außerdem gibt es hier Frühstück und Abendessen und darauf will keiner von uns verzichten. Also warten selbst wir Freigänger bis uns ein Mensch ins Herz schließt und zu sich holt. Dann gibt es dort unser geliebtes Futter und wir kommen jeden Abend wieder nach Hause zurück.
Nun ja, jetzt sind es ja doch ein paar Worte mehr geworden...

Aber nochmal zurück zu unserem Freund Marco.
Was ist bloß los, warum will diesen tollen Kerl denn niemand? Ich meine für einen Hund ist er ein echt klasse Typ und wenn ich das schon sage, dann muß das wohl was heißen.
Es ist so süß mit an zu sehen wie er mit seinem geliebten Ball spielt. Und sie sollten erst einmal sehen wie intensiv er sucht, wenn er diesen aus den Augen verloren hat. So herzlich würde sich Marco auch für seine Menschen begeistern. Nicht, daß ich sie jetzt mit einem Ball vergleichen möchte...aber seine Konzentration liegt zur Zeit eben darauf.
Und was passiert sonst noch so im Hundehaus?
Die Neuen leben sich ein und gewöhnen sich an den Rhythmus hier. Es braucht schon so seine Zeit, bis wann weiß, wann man geweckt wird, wann es Fressen gibt und was das soll, wenn auf einmal fremde Menschen auftauchen. Diese Gassigeher sind wohl mit das spannendste, was den bellenden Bewohnern hier passieren kann.
Gehe ich spazieren oder nur alle anderen?
Wer wird mich ausführen?
Ist das vielleicht meine zukünftige Familie, mein neues Leben?
Wie sieht es eigentlich hier drum herum aus?
So viele Fragen und so viel Stoff sich zu unterhalten, wenn hund geht und auch wenn er wieder kommt.
Das sollten Sie mal erleben.
Da ist es bei uns natürlich etwas ruhiger.
Wir Freigänger genießen die Möglichkeit die Umgebung alleine zu erkunden, aber wir schätzen auch die Sicherheit zu wissen, daß wir hier wieder willkommen sind.
In der Quarantäne ist von Hektik und Lärm nichts zu merken. Die Katzen und Kater, die dort sitzen sollen sich erholen können und brauchen die Ruhe, um dann irgendwann ins Katzenzimmer einzuziehen.
Dort dagegen herrscht immer Hochbetrieb. Dabei ist es unabhängig davon, wieviele Bewohner das Katzenzimemr zählt.
Platz, Artgenossen, Spielsachen und ein kleiner Auslauf garantieren, daß sich jede Katze ausreichend bewegen kann. Und das ist ja auch gut so.
Wir sitzen zwar manchmal auch ganz still an einem Ort und beobachten oder dösen glücklich vor uns hin, aber ein bißchen Action muß auch sein.
Besonders aufregend wird es im Katzenzimmer, wenn dann Besucher kommen. Unsere Menschen hier sind wir ja gewohnt, aber wenn unerwartet neue Gerüche und Gesichter auf uns zukommen, muß das erstmal verdaut werden.
Aber ich bin mir sicher, daß jeder Bewohner im Katzenzimmer mittlerweile weiß, was es bedeuten kann, wenn die Tür auf geht und einer unserer Menschen mit einem fremden Menschen kommt.
"Nimm mich, Du willst doch unbedingt mich, ich bin Deine Katze, Du brauchst mich, ich kann am schönsten schnurren und ich kuschle mich am besten an Deine Beine und meine Krallen tun auch garnicht weh"....das wäre kurzgefaßt das, was all das Miauen zu bedeuten hat.

Ich kann nur hoffen, daß wir Ihnen nächste Woche ein paar Erfolgsmeldungen zu berichten haben.
Es ist irgendwie traurig, wenn man seinen Eintrag ins Tagebuch schreibt und überhaupt nie erzählen kann, daß es einen Auszug gegeben hat.
Aber was nicht ist kann ja bald noch werden und dann werden wir Ihnen wieder mit froher Stimme davon berichten.

Damit wünsche ich Ihnen und uns ein schönes Wochenende.
Ihr
Jonas

http://www.tierheim-hoechstaedt.de
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5 Kommentare
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Shima Mahi aus Langenhagen | 22.01.2010 | 18:34  
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Sieglinde Baranowski aus Uetze | 22.01.2010 | 22:56  
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Ingeborg Behne aus Barsinghausen | 22.01.2010 | 23:37  
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Dagmar Brück aus Langenhagen | 23.01.2010 | 00:01  
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Sandra Fräßdorf aus Lehrte | 30.01.2010 | 21:31  
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