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Ungewöhnliche Kunst im Ohr der Erde - L ´Helice terrestre bei Angers

Frankreich ist voll der ungewöhnlichsten Reiseerlebnisse. Troglodythen, in den weicheren Tuffstein gegrabene Wohnungen und Tierställe gibt es besonders in der Gegend um Angers. Viele dieser uralten Höhlen werden noch genutzt und sind von einfühlsamen Architekten umgestaltet zu modern restaurierten bltzblanken Lodges und alternativem Wohnerlebnis. Manche bieten diese Erfahrung als luxuriös möblierte Hotels auch an Fremde an.
Der 1996 verstorbene Künstler Jacques Warminsky hat in den sechziger Jahren in den verlassenen und zerfallenen Höhlenwohnungen des Dörfleins Saint Georges  von den sieben Wegen seinen Traum von Landart verwirklicht und eine überdimensional große Landschaftsskulptur geschaffen, die man begehen und mit dem gesamten Körper erleben kann. Gänge und Hallen unter der Erde bieten mysthische Raumerfahrung und bieten für Augen und Ohren immer wieder  überraschende Einzelerfahrungen. Draussen im gleisenden Sonnenlicht branden Wellen aus glatt geschabtem Tuff an imaginäre Küsten, ergiesst sich das zu Stein erstarrte Wasser in spiraligem Wirbel in die Tiefe , um unmittelbar in gleichem Schwung als Kaskade wieder ungebremst in die Höhe zu schiessen. In Stein gehauene Treppen, die aus den Bildwerken M.C. Eschers entlehnt scheinen, geben dem Besucher die Möglichkeit, wie ein Surfer gleichsam auf diesen steinernen Wellen  mit auf und ab zu gleiten. Schüler der Musikschule in Angers nutzen zu Zeiten größerer Publikumsströme, die Möglichkeit, an unterschiedlichen Ecken  und in den unter der Erde liegenden Säalen auf Ihren Instrumenten spielend ein wenig die Studentenkasse auf zu bessern. Abends führen Konzerte und Lichtinstallationen die Besucher in andere fremde Raum- und Klangwelten.
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