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Ode an die Diedorfer Kultur

Walter Stöhr, Federskizze von St. Bartholomä 1985, z.Z. bis 1. Mai 2018 in einer Ausstellung: "Heimat und Fremde" im Diedorfer Haus der Kulturen, Lindenstrasse 1 an der B300 zu sehen.
Da heißt es immer, die Diedorfer seien doch eine Marktgemeinde, von der man ja auch ganz selbstverständlich Weltoffenheit erwarte. Zur Hälfte bestünde diese aber aus alteingesessenen Bauersleuten und hiesigen Gewerbetreibenden , zur anderen Hälfte aus Pendlern, die jeden Tag brav nach Augsburg oder gar München fahren. Während die einen sagen: „ Nix Neues brauchma net“, sind die anderen zufrieden, wenn Sie müde am Feierabend hinter dem Fernseher verschwinden können, sich die Nasen an den Fenstern platt drücken, um die endlosen Autos in der stinkenden Schlange der Bundesstraße durch den Ort zahlenmäßig zu erfassen oder sich mit letzter Kraft an schönen Wochenenden an Grillgriff oder Rasenmäher festhalten können. Nix davon ist wahr!

Blickt man so im Umkreis herum, sieht man doch: Diedorf ist Zentrum der Kultur im Staudenparadies.

Drei Kirchen und mehrere Kapellen, angefangen mit der weithin sichtbaren immer noch modernen Architektur unserer wolkenkratzenden „Seelenabschussrampe“ (Zitat Altbgm Völk) von Herz Mariä, der „bahnbrechenden Licht- und-Raumkomposition“ (Zitat Architekturmagazin 1995) der evangelischen Kirche und dem „Kleinod theatralischer Innenraum-Effekte“(Zitat Stöhr), unserer altehrwürdigen Barockkirche St. Bartholomä, sichern den Platz in der heimatlichen Kultur.

Eine ungezählt breite Fülle an Vereinen, die diese heimatliche Kultur bewahren helfen, bieten, entgegen obiger Behauptung, den Diedorfern die Möglichkeit, sich ins Gemeinschaftsleben ein zu bringen. Alle zu nennen, würde hier den Rahmen sprengen: https://www.markt-diedorf.de/de/freizeit/freizeit/...

Nicht nur eine Grund,- und Mittelschule mit engagierten Lehrern, auch ein nach neuesten Energiesparvorhaben gebautes und dafür mit Preisen ausgezeichnetes Gymnasium, das vor Allem aber auch durch seine moderne Schulinnenraumgestaltung durch Lernlandschaften pädagogisches Vorbild ist, bieten den Schülern des westlichen Augsburger Landkreises beste Startvoraussetzungen .

Zusätzlich vermitteln auch nichtstaatliche Weiterbildungsmöglichkeiten, wie, neben der VHS-land, die lebensfreudig orientierte Schule für Legasthenie und Diskalkulie, die mehrfach prämierte Kunstschule im figurativ bemalten Haus an der B300, und Kurse in der alten Dorfschmiede und den Ateliers im Künstlerhof beim Maskenmuseum kulturelles Aufbauwissen.

Literatur wird vor Allem durch das Angebot, die Veranstaltungen und Lesungen der engagierten Damen der Buchecke zum Leben erweckt. Auch die Gemeindebücherei und die kostenlose Büchertauschbörse am Wertstoffhof erleichter den Zugang zu Buch in Zeiten des Internets. Literaturvorstellungen. Vorträge und Lesungen gibt es auch von Seiten der Kirchen, von VHS und Kolpingsverein und am Haus der Kulturen und im Künstlerhof z.B in Zukunft auch im Atelier "Walk in Beauty".

Im internationalen Maskenmuseum direkt an der Bundesstraße, Bushaltestelle Zentrum, wird die weltweitgrößte Sammlung an authentisch alten und getragenen Masken gezeigt, im Dachboden des Hauses der Kultur(en) freilich aus Raumnot überquellend dicht gehängt. Das Museum ist zwar im Umkreis nur mäßig bekannt, führt trotzdem aber auch immer wieder sporadisch Besucher aus fernen Ländern nach Diedorf, angelockt durchs Internet und durch Kontakte des viel reisenden Museumsleiters.

Ein eigenes weitbekanntes Theater Eukitea, das nicht nur mit spannenden jugendbezogenen Themen an den Schulen und Einrichtungen des Umlandes begeistert, sondern mit seinen außergewöhnlichen Theaterevents im eigenen Haus und gerade auf der Freilichtbühne Anhausen, Besucher regelmäßig auch von außerhalb anlocken kann.

Menschen fremder Kulturen, die Ihr Schicksal zu uns her verschlagen hat, finden Freunde und aktive Unterstützung im Diedorfer Zentrum für Begegnung. Fremdes Kulturverständnis wird durch das Engagement der Mitglieder des DieZ und Ihre Aktionen mit den Werten europäisch modernen Lebens in Einklang gebracht und so eine moderne und alle Kulturen verbindende Heimat neu gestaltet.  Verständnis für  fremde Kulturen, heimatliches Brauchtum und moderne Kunst sind auch das Spannungsdreieck, in dem das Haus der Kulturen seine Ausstellungen und Aktionen ansetzt.

Kulturmeile und Kulturtage, wechselnde Ausstellungen und Vernissage-feierlichkeiten im Treppenhaus des Rathauses und den Gängen des Seniorenheimes und mit noch bekannteren Künstlern von außerhalb auch in der Galerie1 in Lettenbach und in den Ausstellungsräumen der Keimfarbenwerke, sowie das Künstlerfest am 1. Mai und der internationale Museumstag am Maskenmuseum und Haus der Kulturen bieten rundum durchs Jahr einen abwechslungsreichen Kulturbetrieb.
Wir lieben Diedorf
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