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Halloween in Bayern: Heute Hinrichtung, Folter, Entführung - Krampus, Perchta und der bluatige Thamerl- altes bayerisches Winterbrauchtum im Maskenmu

Der bluatige Thammerl mit seim Hammerl (St. Thomas und der germanische Thor in einer niederbayr. Person)
 
Ein selbergebastelter Krampus aus Passau
Diedorf: Maskenmuseum | Halloween in Bayern:

Kommen Sie ins Maskenmuseum nach Augsburg-Diedorf:

Heute Entführung, Folter und Hinrichtung!!

Krampus, Perchta, der bluatige Thammerl und die blinde Lucie -

Wilde Winterbräuche aus bayrischen Landen

Im internationalen Maskenmuseum in Diedorf beherrschen zur Zeit wüste blutrünstige Gesellen die Ausstellungsräume des Obergeschosses.

Halloween aus Irland und Amerika hat wohl seine gruseligen Latexfinger jetzt auch nach Augsburg aus gestreckt?

Nein: in der momentanen Ausstellung werden mit 800 einzigartigen Holzmasken vor Allem aus dem Alpenraum jene alten Kulte und ihre lebendige Gegenwart wiederbelebt, die für die Brauchtums,- und Glaubensentwicklung der europäischen Gebirgstäler prägend waren. Neben den teuflischen Kramperl aus Österreich, die als personifizierte Drohung den heiligen Nikolaus auch heute noch am 5. Dezember begleiten, sind es im Museum auch die drachenartigen und phantasievollen tierischen Perchtenmasken aus dem osteuropäischen Raum, die in Ihrer Vielfalt den Ausstellungsbesucher verblüffen werden.

Perchtenbrauchtum in den Rauhnächten nach Weihnachten hat ja seit der Mitte des letzten Jahrhunderts auch in nieder,- und oberbayrische Gemeinden ( Bad Griesbach, Kirchseeon, Penzberg ) und den Bayerwald ( Waldkirchen, Frauenau,Passau) lebhaften Einzug gehalten und gehört zur bayrischen Kultur längst unbedingt dazu. Unbekannter sind dagegen die niederbayrischen Schreckgestalten der wilden Lucie und des blutigen Thammerl.

Uraltes Brauchtum, über das der Museumsbesitzer Michael Stöhr einen kaum erahnbar breiten Geschichtenschatz zu jeder Maske zu ausrollen kann, hat sich hier aus keltischen, slawischen und germanischen Kulten ins Christentum eingegliedert.

Santa Lucia, deren christlicher Feiertag in die Wintertage vor Weihnachten fällt, war eine skandinavische Lichtgöttin, die ähnlich wie Frau Holle und Frau Perchta, der persische Mithras und der römische Janus eine gute wie eine unheilvolle Seite hatte. Der dunkle tod,- und entbehrungsreiche Winter wurde nach Ermessen der in diesen Figuren personifizierten Sonnengötter und –göttinen zum Tag der Wintersonnenwende wieder langsam durch das fruchtbare und freundlich helle Frühjahr abgelöst .

Wo bleibt jetzt aber die Geschichte vom blutigen Thammerl, werden sie fragen? Nun dazu müssen Sie schon unsere Ausstellung in Diedorf besuchen. Nur eins sei verraten: Der heilige Thomas und der germanische Thor wurden in nieder bayrischer Mundart genuschelt wohl zu einer Person zusammengewürfelt.

Frankenstein läßt grüßen!

Ein bißchen Halloween muß natürlich trotzdem auch sein: Nach Einbruch der Dunkelheit veranstaltet das Museum Grusel-führungen in den weiträumigen Museumsräumen und Ihren 5000 Masken.

Bayerische Ministerpräsidenten, führende international bekannte Politiker und Leute aus dem Showbusiness verbreiten uns im Nebeneinander mit Masken der Starwars-trilogie und anderen Phantasie,- und Horrorfilmen ein wohliges Grusel, wenn sie das unruhige Licht einer Taschenlampe streift.

Hereinspaziert..........heute Hinrich
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Weiterveröffentlichungen:

myheimat-Stadtmagazin neusässer | Erschienen am 30.10.2009
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