Sudetendeutsche tagen in Königsbrunn

Bei der Bezirkstagung der Sudetendeutschen in Königsbrunn v.l. Schatzmeister Adol Bier (Meitingen), Bezirksobmann Felix Vogt Gruber (Mindelaltheim) Königsbrunns Vizebürgermeisterin Barbara Jaser; Schriftführer Dieter Fiedler (Ziemetshausen und Kulturwartin Brigitte Radons aus Altenstadt. Foto: Aue
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  • Bei der Bezirkstagung der Sudetendeutschen in Königsbrunn v.l. Schatzmeister Adol Bier (Meitingen), Bezirksobmann Felix Vogt Gruber (Mindelaltheim) Königsbrunns Vizebürgermeisterin Barbara Jaser; Schriftführer Dieter Fiedler (Ziemetshausen und Kulturwartin Brigitte Radons aus Altenstadt. Foto: Aue
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Die Brunnenstadt Königsbrunn war Gastgeber der Sudetendeutschen Bezirkstagung Schwaben

Mindelaltheim/Markt Rettenbach/Mindelheim/Altenstadt/Augsburg/Königsbrunn/Wehringen/Meitingen/Ziemetshausen (oH). Bezirksobmann Felix Vogt Gruber aus Mindelaltheim eröffnete am Samstag im Trachtenheim Königsbrunn die Herbsttagung der Sudetendeutschen Landsmannschaft Schwaben zu der Delegierte aus dem ganzen Schwabenland angereist waren. Königsbrunns Zweite Bürgermeisterin Barbara Jaser erklärt in ihrem Grußwort die Entstehung von Königsbrunn: König Ludwig I. von Bayern ließ 1833 an der Via Claudia drei Brunnen schlagen, 1836 ließen sich hier erste Siedler nieder, am 7.1.1842 wurde die Niederlassung zur Gemeinde erhoben. 1946 zählte Königsbrunn etwa 3.000 Einwohner, etwa 1.500 Vertriebene kamen hinzu und integrierten sich hervorragend. 1967 erhielt das „längste Dorf Bayerns“ das Stadtrecht, so Barbara Jaser bei ihren Ausführungen.
Bezirksobmann Felix Vogt Gruber berichtet über seine Arbeit, die Teilnahme an Veranstaltungen z.B. in Memmingen, Bad Wörishofen und verschiedenen Kreis- und Ortsgruppen, seine Gespräche mit dem Bezirkstagspräsidenten Jürgen Reichert, Bezirksheimatpfleger Dr. Peter Fassl und Dr. Thomas Jahn, Bezirksvorsitzender der Union der Vertriebenen. Der Bezirksobmann gibt einen Rückblick auf den Sudetendeutschen Tag 2018 in Augsburg und einen Ausblick auf den Sudetendeutschen Tag 2019 in Regensburg.

Von den Landsleuten Felix Vogt Gruber, Heinrich Bachmann (Augsburg), Dietmar Heller (Markt Rettenbach), Edmund Schiefer (Mindelheim) und Leo Schön (Gersthofen) werden zur Ahnenforschung Vorschläge zur öffentlich wirksamen Information über diese interessante, aber auch wichtige Thema eingebracht: Forschungsgruppen, Internetforschung, Stand beim Sudetendeutschen Tag, Fachvorträge bei den Kreisgruppen und Weiteres.
Frauenreferentin Brigitte Radons aus Altenstadt erwähnt verdiente aktive, im Bezirksverband tätige Frauen: Ihre Vorgängerin Marie Zofka, am 9.9.2018 95-jährig im AWO-Altenheim Krumbach verstorben – die in Memmingen verstorbene Maria Machnik, Witwe des ehemaligen Memminger Oberbürgermeisters und Mitbegründerin der Machnik-Stiftung, sowie Marie-Luise Kotzian, deren Leistungen anlässlich des 70. Geburtstags in der Sudetendeutschen Zeitung gewürdigt wurden. Weitere Themen ihres Berichtes sind: Der in einem Archiv aufbewahrte Wappenbaum und das verfallene Schlaraffia-Schlößchen in Neugablonz, die Landesfrauentagung am 16.2.2019 in Regensburg und ein für 2019 geplanter Ausflug der Kreisgruppe Illertissen nach Ottobeuren mit Besuch des Freiwaldauer Vertriebenenmuseums und des Schickling-Parks.

Landsmann Kurt Aue stellt sich als neuer Kreisobmann für Augsburg-Land und Ortsobmann für Königsbrunn/Wehringen mit Klosterlechfeld vor und dankt seinem zum Ehrenobmann ernannten Vorgänger Lothar Silbernagel für dessen langjährige Tätigkeit.

Bezirksobmann Felix Vogt Gruber plant die Einrichtung einer Geschäftsstelle für den SL-Bezirk Schwaben (evtl. gemeinsam mit dem SL-Bezirk Oberbayern) in Gundelfingen in der Prof. Bamann-Str. 1a (neben dem Torturm). Die Räume umfassen 36 qm, befinden sich auf zwei Etagen und verfügen über einen Kellerraum für das Archiv. Die Monatsmiete beträgt 250 Euro zuzüglich Strom und Heizung.

Wegen Sponsoring angefragt wurde bei der Hausner-Stiftung, beim Sudetendeutschen Lehrer- und Erzieherverband und bei der Sudetendeutschen Familienstiftung.

Die Geschäftsstelle soll zwei Tage in der Woche mit einer 450-Euro-Kraft besetzt sein und als Anlauf- und Auskunftstelle für die Sudetendeutschen in Schwaben und Oberbayerndienen. Die Landsleute Aue, Radons und Thiel stehen diesem Vorhaben positiv gegenüber, Lm Schiefer setzt eher auf eigenes Engagement der Kreisgruppen.

Eine Entscheidung über die Inbetriebnahme wird getroffen, sobald die Finanzierung steht, so Felix Vogt Gruber.

Dr. Thomas Jahn, seit 2003 Heimatkreisbetreuer für Neugablonz, seit 1999 Kreisvorsitzender und seit 2012 Bezirksvorsitzender der Union der Vertriebenen, stellte sich vor. Als Rechtsanwalt vertritt Dr. Jahn den Standpunkt, dass Posselt und die Führung der Sudetendeutschen Landsmannschaft falsch beraten waren, als sie ohne Not die Rechtsstandpunkte Recht auf Heimat, Eigentum und Restitution aufzugeben. Gute nachbarschaftliche Beziehungen sowie politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Bayern und Tschechien funktionieren auch ohne Aufgabe derart wichtiger Rechtspositionen.

Für den 10. März 2019 ist eine zentrale Märzgedenkfeier im Haus St. Ulrich in Augsburg mit Gottesdienst (evtl. Weihbischof Gerhard Pieschl) geplant. Hieran beteiligen sollen sich neben den sudetendeutschen Verbänden aus Schwaben und Oberbayern der BdV, die Ackergemeinde, die Böhmerwäldler und Egerländer Heimatgruppen.

Der Sudetendeutsche Tag 2019 findet zu Pfingsten, 8. und 9. Juni 2019, in Regensburg statt. Es wird die Anreise mit der Bahn, mit dem preisgünstigen Bayernticket empfohlen. Der Schriftführer Fiedler wird den Kreisgruppen Fahrplanauskünfte mit praktikablen Zugverbindungen zusenden.

Termin für die nächste Bezirksversammlung mit Neuwahlen ist der 13. April 2019 (Samstag vor Palmsonntag) von 10.30 Uhr bis 16.00 Uhr im Trachtenheim in Königsbrunn.

Bei der Bezirkstagung der Sudetendeutschen in Königsbrunn v.l. Schatzmeister Adol Bier (Meitingen), Bezirksobmann Felix Vogt Gruber (Mindelaltheim) Königsbrunns Vizebürgermeisterin Barbara Jaser; Schriftführer Dieter Fiedler (Ziemetshausen und Kulturwartin Brigitte Radons aus Altenstadt. Foto: Aue
Dr. Thomas Jahn (re) , seit 2003 Heimatkreisbetreuer für Neugablonz, seit 1999 Kreisvorsitzender und seit 2012 Bezirksvorsitzender der Union der Vertriebenen, stellte sich vor. Als Rechtsanwalt vertritt Dr. Jahn den Standpunkt, dass Posselt und die Führung der Sudetendeutschen Landsmannschaft falsch beraten waren, als sie ohne Not die Rechtsstandpunkte Recht auf Heimat, Eigentum und Restitution aufzugeben. Gute nachbarschaftliche Beziehungen sowie politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Bayer
Bürgerreporter:in:

Kurt AUE aus Augsburg

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