Das auffinden von Klein und Großlibellen im Gildehauser Veen.

Mond-Azurjungfer (Coenagrion lunulatum) M. mit Wassertröpfchen
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  • Mond-Azurjungfer (Coenagrion lunulatum) M. mit Wassertröpfchen
  • hochgeladen von Norbert Steffan

„Man kann nicht sagen ob da was fliegt wenn man nicht dagewesen ist“. (oder so ähnlich).
Das waren die Worte von Willi Wünsch bei strömenden Regen vor unserer Exkursion in das Gildehauser Veen.

Liebe Natur und Libellenfreunde,
einige User auf diesem Portal wussten, dass Adalbert Birkofer und meine Wenigkeit zu einer einwöchigen Exkursion zu den Waldschraten ins Rheinland am 20.5.2013 aufgebrochen sind. Was wir am 23. Mai erleben dürften, konnten wir selbst nicht glauben.
Unser Ziel zu dem Gildehauser Veen lag ca. 200 Km von unserem Ausgangspunkt entfernt. Nach 100 Km Autofahrt, bei 5° Grad und sehr starken Dauerregen, konnten wir stellenweise nur 50 Meter sehen. Fast Niemand der vierköpfigen Crew glaubte an einem Fund einer einzigen Libelle. Wir wollten unsere Exkursion schon abbrechen als dieser Satz von Willi kam. „Man kann nicht sagen ob wir was finden wenn man nicht dagewesen ist“. Schließlich setzten wir unsere Fahrt fort denn eine weitere vierköpfige Crew wartete schon auf unsere Ankunft im Naturschutzgebiet.

Um 9.30 Uhr erreichten wir unser Ziel. Zum Glück hat der Regen etwas nachgelassen und die Temperaturen sind schon sage und schreibe auf 7° Grad angestiegen, Mitte Mai! Im laufe des Tages kletterte das Quecksilber auf ca. 11°Grad. Die Sonne ließ sich auch ab und zu sehen. Am Gildehauser Veen wurden wir vom anderen Team, ausgestattet mit Kameras, Gummistiefel und Regenschirmen empfangen, unter denen waren echte Spezialisten darunter. Zusammen waren wir ein unschlagbares Team.

Bei dieser Exkursion ging es um das Auffinden und Dokumentation von Emergenzen (Schlupfphasen) früher Arten von Kleinlibellen (Zygoptera) und Großlibellen (Anisoptera). Das Auffinden der Speer - Azurjungfer (Coenagrion hastulatum) und die der Mond - Azurjungfer (Coenagrion lunulatum) waren die Höhepunkte an diesem kalten Tag. Dazu sollte man wissen, dass die Speer - Azurjungfer unteren besonderen Schutz steht, sie ist wie die Mond – Azurjungfer und viele andere Arten stark gefährdet. Um diese Arten zu finden musste jeder Halm, jeder noch so kleine Grasbüschel mit den Augen ab gescannt werden. Die oben genannten Schlanklibellen haben eine Körperlänge von nur 31–33 Millimetern, sind besten getarnt und lassen sich bei Gefahr manchmal auf den Boden fallen. Durch die kalten Temperaturen hatten die Tiere keine Chance wegzufliegen. Diesen Vorteil nutzten wir für unsere Dokumentation aus.

Liebe Libellenfreund, wir hätten niemals gedacht, dass wir an diesem kalten, verregneten Donnerstag nur eine einzige Libelle finden könnten. Wir sind eines Besseren belehrt worden. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Ich hätte mich in den A…. gebissen wenn wir die Exkursion abgebrochen hätten.
In diesem Sinne möchte ich mich bei allen Beteiligten für ihre Unterstützung recht herzlich bedanken.
Viele liebe Grüße
Norbert

Bürgerreporter:in:

Norbert Steffan aus Augsburg

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