Everlive-Tour: Die Happy rocken Backstage München

Die Happy im Backstage München 11.05.2014
Die Happy hat am Freitag in München den vorletzten Gig ihrer „Everlive“-Tour gespielt. Vor rund 500 Zuhörern im Backstage Werk haben Marta Jandová und ihre drei Bandkollegen nach der Babypause der Frontfrau vor allem Songs aus ihrem neuen Album „Everlove“ auf die Bühne gebracht.

Mit „Hypnotized“ und „Unlimited Love“ starteten Die Happy gleich mit neuen Liedern, ehe sie mit „Not That Kind Of Girl“ und „Easy Come Easy Go“ bekannte Kracher aus der Vergangenheit performte. „Ihr riecht so gut“, gestand Marta dem Publikum und bestand darauf, dass die Fans das Konzert am Ende stinkend verlassen. Wie es sich eben für den Auftritt einer Alternative-Rockband gehört. Natürlich gehört sich auch der laut gerufene Fan-Wunsch nach einem Kind von den Musikern. Marta versprach dem weiblichen Fan, im nächsten Leben mit Penis geboren zu werden und den Kinderwunsch dann zu erfüllen. Gitarrist Thorsten Mewes warf ein, ob nicht einer der männlichen Bandkollegen schon jetzt geeignet wäre. Ja, es wurde nicht nur gerockt, sondern auch gequatscht. Manchmal auch zu viel. So wurde Fan Caro von der Sängerin dazu aufgefordert, bei „Easy Come Easy Go“ vier Takte ruhig zu sein, dann würde Marta auch ihr ein Kind machen.

Neun neue Lieder im Gepäck
Es folgten mit „Time Is A Healer“, „Winner At War“, „Too Fast“ und dem ruhigen E-Piano-Stück „Hang On“ vier neue Songs, unterbrochen durch „Big Boy“. Mit „I Could Die Happy“, „Empty“ und „Everlove“ sollte das Set insgesamt knapp zur Hälfte aus neuen Titeln bestehen. Singles vergangener Tage wie „Goodbye“ und „Supersonic Speed“ sowie Bretter wie „Love To Hate You“ fanden beim Münchner Publikum Anklang. Die vier Musiker Marta, Thorsten, Bassist Ralph Rieker und Schlagzeuger Jürgen Stiehle, die seit 1999 in dieser Besetzung als Die Happy rocken, haben es also immer noch drauf. Weniger reizvoll war das Support-Trio Parka. Einerseits verstand man die deutschsprachigen Texte besonders im vorderen Teil der 45-minütigen Performance akustisch kaum, andererseits zogen krampfhafte, ausgedehnte Überleitungen von Sänger Martin Fliegenschmidt die Deutschrock-Performance mit Wohoo-Passagen in die Langatmigkeit. Beispielsweise hob der Parka-Frontmann den „Lokalkolorit“ im Backstage zur Einstimmung auf den Song „Zuhause“ hervor, weil sich ein paar Fans auf seine Frage, wer aus München kommt, melden. Verwunderlich, dass beim Auftritt in einer Stadt mit fast 1,4 Millionen Einwohner nicht die Mehrheit aus der Ferne an-, dafür aber verschwitzt abgereist ist.
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