Bürgerdialog in Erlingen: FW sammeln Ideen bei „Fraktion vor Ort“

Marktgemeinderatsfraktion hat in Erlingen über ihre Arbeit informiert





Normalerweise kommen die Marktgemeinderäte der Freien Wähler am Montagabend im Herbertshofener Sängerheim zusammen, um gemeinsam die Sitzungen ihrer Gremien und Ausschüsse vorzubereiten. Einmal im Quartal lädt Fraktionschef Fabian Mehring seine Mitstreiter jedoch zu einer besonderen Fraktionssitzung ein. Unter dem Motto „Fraktion vor Ort“ tagen die Freien Wähler dann abwechslungsweise in einem der Meitinger Ortsteile, wozu sie die jeweiligen Ortsteilbürger zu einem kommunalpolitischen Gedankenaustausch einladen.



So auch am vergangenen Dienstagabend, als die Parteifreien in das Erlinger Sportheim eingeladen hatten, wo Marktgemeinderat Rudolf Helfert im Rahmen seiner Begrüßung zahlreiche interessierte Bürger aus seinem Heimatort willkommen heißen konnte. Im Zuge dessen ging Helfert auch auf aktuelle Themen aus dem Ortsteil, von der Neugestaltung der Ortsmitte über die Sanierung des Spielplatzes bis zur Radverbindung nach Meitingen ein.



Einen Rundumschlag zur Gemeindepolitik in Meitingen, unternahm im Anschluss hieran Fraktionschef Fabian Mehring, der einen Überblick zu aktuellen Themen und Verfahren aus dem Kernort und allen fünf Ortsteilen gab. Dabei lobte Mehring die „beispielhafte Bürgerbeteiligung“ an der Dorferneuerung in Langenreichen und verwies auf die Notwendigkeit eines effektiven Hochwasserschutzes im höchst gelegenen Ortsteil. Als „mit gesundem Menschenverstand nicht mehr nachvollziehbar“ bezeichnete Mehring das Agieren der Aufsichtsbehörden, das für die Verzögerungen bei der Verlagerung des Wertstoffhofes und dem Bau der Radbrücke nach Thierhaupten verantwortlich sei. „Eine tolle Sache“ sei es in den Augen Mehrings, dass die Bürger aus Ostendorf nun über einen asphaltierten Feldweg direkt zu Fuß oder per Rad zum Einkaufszentrum in der Via Claudia gelangen könnten, ohne hierbei auf Straßenverkehr zu treffen, wofür Mehring sich im Rahmen der Haushaltsberatungen gemeinsam mit seinem CSU-Kollegen Johann Pröll stark gemacht hatte.



Schließlich sei, so Mehring weiter, im Hinblick auf das Herbertshofener Lech-Stahlwerk kürzlich „die Quadratur des Kreises“ gelungen, indem mit Stahlwerksbesitzer Max Aicher einerseits die lang erhoffte Einhausung des lärmintensiven Schrottplatzes verhandelt werden konnte und zeitgleich mehr als dreißig Millionen zusätzliche Investitionen in den Standort fließen würden. Die „zentrale Herausforderung dieser Wahlperiode“ sah Mehring darin, den Meitinger Kernort zu einem „attraktiven Zentrum für das ganze Lechtal“ weiterzuentwickeln. Mehring: „Dabei wird insbesondere die Achse vom sanierungsbedürftigen Bahnhof über den Schlosspark und die Schlosswiese bis zum Schlossmarkt im Süden maßgeblich sein.“ Abschließend wiederholte Mehring die Forderung seiner Fraktion, dass trotz aller Aufgaben im Asylbereich auch für die einheimische Bevölkerung weiterhin genügend bezahlbarer Wohnraum verfügbar gemacht werden muss.



Über eineinhalb Stunden nutze die vollzählig anwesende FW-Marktgemeinderatsfraktion anschließend die Gelegenheit, Fragen aus der Bürgerschaft zu beantworten und die Ideen der Erlinger für ihre Arbeit aufzunehmen. Dabei standen insbesondere verkehrspolitische Fragestellungen vom Radweg nach Meitingen, über die Einrichtung von Tempo-30-Zonen bis hin zum „Hennenloch“ und dem allmorgendlichen Stau auf der Bundesstraße 2 auf der Agenda. Gefordert wurde ferner eine Nachverdichtung der Straßenbeleuchtung in Erlingen. Ein Vorschlag, dem nicht nur der Erlinger Marktrat Alois Reiner viel positives abgewinnen konnte, bestand in der Einrichtung einer Bushaltespur im Westen der Schlosswiese. „Dann könnten die Realschüler durch den neuen Park zur Schule laufen und müssten keine Straße mehr überqueren“, befand Reiner. „Als Marktgemeinderäte sind wir Bürgervertreter. Deshalb sind wir für unsere Arbeit dringend darauf angewiesen, die Probleme und Anliegen der Bürger zu kennen. Dazu hat der heutige Abend sehr gut beigetragen“, bedankte sich Fraktionsvize Rudolf Helfert in seinem Schlusswort bei den interessierten Bürgern und seinen Fraktionskollegen.
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