Engel locken Besucher ins Kloster

Viele Feuerstellen im Klosterhof wärmen die Besucher und sorgen für eine ganz besondere Stimmung.
 
Viel handwerkliches bieten über 70 Aussteller beim Engerlmarkt in Thierhaupten an.
Thierhaupten: Kloster | Weihnachtsmarkt In Thierhaupten erfreut sich der Engerlmarkt weiterhin großen Zuspruch. Warum sich dieser Markt in vielen Punkten von den gängigen Veranstaltungen abhebt

Thierhaupten. Viele tausende Besucher interessierten sich am vergangenen ersten Adventswochenende wieder für den Engerlmarkt, der zum zwölften Male in den Räumlichkeiten des Klosters und im Innenhof seine Pforten öffnete.

Wärmende Feuerstellen, Trompetenklänge und viele glitzernde Lichterquellen verwandelten das weite Klosterrund in ein bezauberndes Flair. Und als an beiden Veranstaltungstagen pünktlich um 18 Uhr jeweils fünf weißgewandte Engerl an den Fenstern der buntgestalteten Fassade des Konventgebäude ihren Segenswunsch über die gespannten Besucher herab sprachen, kehrte für wenige Minuten sogar eine besinnliche Stille ein. Keinen Zweifel, der vorweihnachtliche Markt in Thierhaupten hat auch in seiner zwölften Auflage nichts von seiner enormen Strahlkraft eingebüßt.

Ganz begeistert zeigte sich der stellvertretende Landrat Heinz Liebert aus Meitingen vom Ambiente im Kloster, das er zusammen mit seiner Frau jedes Jahr gerne auf sich wirken lässt. Wie Liebert geht es vielen Gästen aus der Ferne, aber auch die Thierhauptener selbst gehen gerne auf ihren Markt. So zum Beispiel Brigitte und Hans-Peter Blasel, die sich besonders gerne von den Vereinen oder den Landsknechten kulinarisch verwöhnen lassen.

Neben dem abwechslungsreichen Angebot der über 70 Aussteller, wie heuer erstmals Birgit Swoboda aus Affing mit Schmuck aus Nespressokapseln, Bettina Büber aus Westendorf mit Bio-Wein oder die „Kräuterhexe“ Katrin Spiel (ebenfalls Westendorf) mit hochwertigen Körperpflegeprodukten aus der Schweiz, sind es immer wieder auch die Landsknechte, die das Kloster in längst vergangen geglaubte Tage zurück versetzen.

Neben frisch und raffiniert gezauberten Imbissen und teils hochprozentigen flüssigen Nährstoffen steht das Kinderprogramm hoch im Kurs. Ein Märchenzelt, Stockbrotbacken, Kerzenziehen, Pfeil-und-Bogen-Schießen, ein uraltes von Hand gekurbeltes Kinder-Karussell, Erbsen-Klopfen, der Pilgerpfad, die Kreiselburg oder Armbrust-Schießen, es fehlt kaum etwas, was die Kleinen missen würden.

Was es woanders in dieser Form auch weniger gibt, sind die vielen weiteren Schauplätze, die sich die Organisatoren Franz Roßkopf und Wilhelm Schmitz immer wieder einfallen lassen. Dazu gehört die Bühne im Herzog-Tassilo-Saal mit Tanzauftritten der Tanzshow-Gruppe aus Neukirchen, das Marionettentheater von der „Goldapfelbühne“ aus Münster ebenso, wie die verschiedenen Musiker- und Sängerformationen aus verschiedenen Ortsvereinen.

Ein weiterer Pluspunkt ist natürlich auch die neuerliche Krippenausstellung der Klosterfreunde, wo die Besucher tatsächlich auch Ruhe und Meditation finden können. Interessante Grulicher-Krippen stehen hier im Mittelpunkt und zeigen Kastenkrippen mit einem integrierten Bergwerk, eine Glaskrippe oder immer wieder natürlich ganz typisch in Berglandschaften angelegte Darstellungen.

Info:
Am kommenden Wochenende, am 3. und 4. Dezember, öffnet der Engerlmarkt erneut seine Türen.
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1 Kommentar
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Kurt Battermann aus Burgdorf | 29.11.2016 | 17:11  
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