Bayern Tour Natur am Lechspitz

Teilnehmer bei der Bayern Tour Natur der Fischervereine Meitingen und Thierhaupten (Foto: Vitus Sturm)
Ostendorf: Lechspitz |

Der Fischerverein Meitingen stellte den neuen Fischlehrpfad vor

Am vergangenen Sonntag führten die beiden Fischervereine aus Meitingen und Thierhaupten wie jedes Jahr in die Natur, diesmal rund um die Meitinger Fischerhütte am Lechspitz bei Ostendorf. 84 Teilnehmer, 60 Erwachsene und 24 Kinder, folgten der Einladung und nutzten das perfekte Wetter, um sich über heimische Wasser- und Auwaldbewohner zu informieren.

Bei einer Rundwanderung wurde der neu aufgestellte Fischlehrpfad "Lechspitz" des Fischervereins Meitingen e. V. von 1. Vorsitzenden Hubert Schuster und 2. Vorsitzenden Dr. Reinhard Reiter der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Lebensraum Lech bei Meitingen mit den sehr unterschiedlichen Gewässerbereichen „Leerer Lech“, „Mädelelech“, „Lech im Stauwurzelbereich des Kraftwerks Ellgau“, „Altwasserstau“ und „Lechkanal“ stand dabei im Mittelpunkt. Natürlich wurden vor allem die Fische und deren Besonderheiten erklärt. Die auf drei verschiedenen Lehrtafeln abgebildeten Kleinfische, Friedfische und Raubfische wurden ausführlich vorgestellt. Und auch die vielfältigen und anspruchsvollen Aufgaben, wie Vereins-, Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Arbeit mit Verbänden, Behörden und sonstigen Einrichtungen wurden erläutert. Somit konnten die Besucher einen umfassenden Einblick in die Welt der Fischer erhalten und erfahren, dass das Vereinsleben neben dem Fischfang noch viel mehr zu bieten hat. Vor allem die Gewässerbewirtschaftung und -pflege zur Erhaltung bzw. Schaffung eines artenreichen und gesunden Fischbestands ist ein ganz großer Schwerpunkt der Vereinsarbeit.

Dr. Klaus Kuhn vom Naturwissenschaftlichen Verein Augsburg wies darüber hinaus in die Welt der im Auwald lebenden Käfer ein. Egal was die emsigen Kinder in ihren Keschern fingen - Dr. Kuhn wusste zu allem einen Namen und eine kurze Beschreibung der Lebensweise. Maikäfer und Marienkäfer kannten alle, obwohl nicht bekannt war, dass es zum Beispiel 80 verschiedene Marienkäferarten gibt. Aber auch weniger bekannte Wanzen, Laufkäfer und Wasserkäfer wurden bestimmt. Zum Schluss konnte man vermuten, dass die Teilnehmer zukünftig aufmerksamer über Wege und Wiesen laufen, um die oft eher unauffälligen Tiere zu beobachten.

Zum Abschluss der Veranstaltung gab es schließlich dann wie immer eine kleine Stärkung für alle Teilnehmer - eine geräucherte Forelle. Passend zum Fischerverein, denn auch das Heranführen an den Verzehr heimischer Fische haben sich die Fischer auf die Fahne, bzw. besser gesagt, auf die Lehrtafeln geschrieben.
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