Braucht Köln wirklich die Homo-Ampel? AfD-Kommunalpolitiker sieht darin ein rot-grünes Luxusproblem.

Köln: Innenstadt |

(Köln) Der Kölner Kommunalpolitiker der AfD Torsten Ilg, hat sich in der Debatte um die Einrichtung von "Homo-Ampeln" und "Regenbogen-Zebrastreifen" zu Wort gemeldet. "Ich finde so etwas ziemlich albern", kommentiert Ilg die Forderung der Bezirksvertretung Köln-Innenstadt, die seiner Meinung nach auf Kosten des Steuerzahlers reine Symbolpolitik umsetzen möchte.

"Damit ich richtig verstanden werde", ergänzt Ilg: "Es geht mir keinesfalls darum in dieser Aktion irgend einen Akt der Umerziehung im Sinne einer "Gender-Ideologie" zu vermuten - ich bin kein Ideologe. Sondern lediglich darum aufzuzeigen, wie sorglos gerade hier in Köln mit Steuermittel umgegangen wird. Sicher sind dies keine gigantischen Beträge, aber der Nutzen für die Allgemeinheit ist doch überhaupt nicht vermittelbar. Ich sehe allein in meinem Stadtbezirk Rodenkirchen viele marode Bordsteine, Fahrradwege und Straßen. Die Verwaltung ist kaum noch in der Lage diese Missstände zeitnah zu beseitigen. Ich bin selbst "Szenegänger" in Köln und freue mich über das Engagement vieler schwuler Wirte, die in unserer Domstadt ein Klima der Toleranz und der Offenheit schaffen, welches letztlich auch dem Tourismus zugute kommt. Aber haben wir Kölner so etwas wirklich nötig?" Ilg möchte diese Debatte nicht so verbissen führen. Ich sehe in solchen Forderungen auch taktische Spielchen einer "ausgebrannten und ideenlosen" Kölner SPD. Das ist reine Provokation um der Provokation willen, wohlwissend dass man dadurch negative Kritik in bürgerlichen Kreisen abseits der Großstädte ernten kann. Das ist "fischen am linken Rand". Natürlich haben einige konservative Parteimitglieder von AfD und CDU oftmals keine Ahnung vom homosexuellem Leben in Großstädten, aber Toleranz erreicht man durch so eine aufgezwungene Symbolpolitik bestimmt nicht". Ilg ist sich sicher, dadurch werden Vorurteile gegenüber Homosexuellen nicht abgebaut, ganz im Gegenteil. "Sonderbehandlung kann nicht das Ziel sein, sondern volle Gleichberechtigung. Mit solchen Aktionen grenzen sich Homosexuelle irgendwie ab, das finde ich nicht gut", so Ilg. Neben der Frage wie der Aspekt der Verkehrssicherheit seitens der Verwaltung bewertet wird, möchte Ilg allerdings trotzdem die Möglichkeit offenlassen, dass die Wirte selbst für eine ansprechende "Dekoration" ihres Viertels sorgen und dort, wo sich beispielsweise besonders viele Szene-Lokale befinden, durch Spendenmittel solche Ampelmännchen oder Zebrastreifen ggf. zeitlich begrenzt, umgesetzt werden können. "Es wird in der Gastronomie ja schließlich auch ganz gut verdient an uns Schwulen und Lesben. Allerdings kann so etwas nur ein absoluter Ausnahmefall sein". Ilg gibt zu bedenken, dass auch andere Minderheiten solche Ansprüche geltend machen könnten. "Sollen wir deshalb jetzt überall unterschiedlich gekennzeichnete Zebrastreifen einrichten? Das kann nicht verkehrssicher sein."
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