Ein Kristallhund für den Sitzungssaal: Warum Friedberg mehr Feng Shui braucht

Feng Shui könnte nicht nur aus dem Wittelsbacher Schloss negative Schwingungen vertreiben
Fast die ganze Stadt diskutiert über Spuk im alten Schlossgemäuer. Die überraschende Erkenntnis: Friedberg braucht noch mehr geomantische Gutachten.

Feng Shui nur fürs Wittelsbacher Schloss? Mitnichten! Als vordringliches Einsatzgebiet kommt vor allem der Sitzungssaal des Rathauses in Frage. Die Geister der Luft und des Wassers werden mittels eines harmonisierenden Raumkonzeptes geneigt gemacht. Grünen-Fraktionsvorsitzende Claudia Eser-Schuberth und Bürgermeister Roland Eichmann liegen sich – esoterisch beglückt – in den Armen, entdecken gemeinsam ihre medialen Fähigkeiten und schreiben an einer Werbebroschüre mit dem Titel „Friedberg – die altbayerische Feng Shui-Stadt am Lechrain“.

In die Mitte des Sitzungssaales wird eine naturgetreue Nachbildung des Bürgermeister-Hundes gestellt. Aus Kristallglas versteht sich, als Musterbeispiel eines friedfertigen Gesellen. Darüber hinaus werden an der Eingangstür zwei Becken mit Rosenwasser angebracht, um die Mandatsträger schon beim Eintritt in die Manege milde und versöhnlich zu stimmen. Der sinnbetörende Duft sorgt künftig für kurze Sitzungen. Die Politiker feiern alle vier Wochen ein kommunalpolitisches Festival der Liebe. Bisher strittige Themen wie Verkehrsberuhigung oder Schweinemastbetrieb werden im Eilverfahren geräuschlos abgewickelt. Ruhe zieht in den politischen Betrieb ein. Laut kann es nur noch vor dem Sitzungssaal werden. Wenn Originalhund Ares bellend auf sein Herrchen wartet.
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